Österreicher radeln fleißiger

VCÖ, Grafik: G. StroblWie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) aktuell berichtet radeln die Österreicher fleißiger. In einer aktuellen Umfrage zeigt sich, dass die steigenden Spritpreise die Österreicher dazu motivieren, das Radfahren auszuprobieren. 4 von 10 Befragten steigen mittlerweile deshalb auf den Drahtesel.

Wie der VCÖ auch betont haben sich die Österreicher durch das Radeln bereits 125 Mio. EUR an Spritkosten erspart.

Zur Aussendung des VCÖ

Ich habe zwar seit Jahren kein Auto mehr, musste aber bei mir auch feststellen, dass ich heuer mehr geradelt bin als in den Jahren zuvor. Wenn ich so darüber nachdenke, dann liegt das wohl auch daran, dass Radeln mittlerweile ein besseres Image bekommen hat und es ziemlich hip ist, im Anzug durch die Stadt zu radeln. Immer mehr Menschen im Business-Outfit sieht man auf den Radwegen. Logistisch muss man sich etwas besser organisieren: Natürlich ist es nicht gut, wenn man verschwitzt ins Büro kommt. Bei mir geht das aufgrund meines Arbeitsweges gut. Weil es morgens in die Arbeit bergab geht, ist das mit dem Anzug auch kein Problem. Abends lasse ich die Sachen dann im Büro und radle mit echter Radlerbekleidung wieder heim. Alle ein bis zwei Wochen bringe ich meine angesammelten Kleidungsstücke per Taxi nach Hause oder – auch gleich praktisch – in die Reinigung.

Shai Agassi-Revolutionäre Ideen zum Elektroauto

Shai Agassi-der frühere Kronprinz bei SAP- ist gerade dabei , die Zukunft des Elektroautos neu zu erfinden.

Dazu hat er eine neue Firma gegründet, mit der er bereits 200 Mio US Dollar für die Anschubfinanzierung gesammelt hat. Als Kapitalgeber haben sich namhafte Wirtschaftskapitäne eingefunden.Ein Zeichen dafür, dass die Idee offensichtlich doch was für sich hat.

Das grösste Manko der heutigen Elektroautos ist die geringe Reichweite.

So alle 70 – 100Km für einige Stunden zum ” Auftanken” , ist halt für das fortkommen auch nicht gerade förderlich. Herkömmliche Entwicklungsstrategien setzen auf die Verbesserung der Batterietechnik und damit auf die Optimierung der Leistungsfähigkeit/Reichweite.

Agassi dagegen will durch ein ausgeklügeltes Logistikystem einfach die Batterien austauschen, wenn diese leer sind.Das soll vollautomatisch an eigens dafür adaptierten “Tankstellen” erfolgen. Durch eine Abonnement Lösung für Elektro Batterien mietet der Kunde eigentlich Speicherkapazität. Ein namhafter Autohersteller hat das vollautomatische Austauschen nach Angaben von Agassi bereits technisch gelöst.

Als Testmärkte sollen Israel und Dänemark fungieren. Die Stromkosten pro Km sollen  lediglich 7 US Cent betragen. Ein Wert, der bei den derzeitigen Benzinpreisen durchaus wohlwollend klingt.

Noch etwas: Agassi hat errechnen lassen, dass bei Umstellung aller Fahrzeuge in den Testmärkten auf Elektro  lediglich 7 % mehr Strom nötig sei.

Ein Wert, der durchaus aus dem Ausbau der “Erneuerbaren” kommen könnte. Israel wird in Solarkraft investieren und in Dänemark sei die benötigte Energie aus Windkraft bereits ausreichend vorhanden.Schlecht wäre natürlich, wenn wir dafür wieder mal unsere Kohlekraftwerke oder Atome anwerfen/ausbauen würden.

 mehr INFO:

http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,514276,00.html

http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,543885,00.html

Zu Besuch bei der Agrana in Pischelsdorf

RL zu Besuch bei AgranaHerr Schröckenstein, Geschäftsführer der Agrana, hat das Team der Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement am 31. Juli 2008 zu einer Besichtigung in das mit Ende Mai 2008 gestartete Bioethanolwerk in Pischelsdorf geladen.

Nach dem Motto: „Vor allem im Fuhrparkmanagement ist es gut zu wissen wo der Treibstoff herkommt”.
Klar ist spätestens seit der Studie des Grazer Joanneum Research Centers, dass die Treibhausgasreduktion gegenüber einem Liter Benzin rund 50% beträgt. Dabei ist auch Anbau, Düngung, Ernte, Transport, Verarbeitung sowie die Verbrennung im Motor berücksichtigt. Somit wird die von der EU vorgesehene Mindesteinsparung von Biokraftstopffen mit 35 % deutlich übertroffen und ein Umstieg auf mit E85-betriebene Kfz ein gangbarer Weg zur Ökologisierung von Fuhrparkflotten.

Ein grosser Teil der Ethanol-Produktion wird für die Beimischung zu Benzin (lt. Der EU-Richtlinie 2003/30/EG) verwendet. Damit soll die Abhängigkeit von Erdöl reduziert werden und Schadstoff- und Kohlendioxid-Emissionen verringert werden. Der Zielwert für die Beimischung ist 5,75% und soll per Mitte 2010 erreicht werden, wozu die Agrana einen wesentlichen Beitrag liefern wird. Offizielle Eröffnung Ende Mai 2008

Spätestens seit der hauseigene Fuhrpark der Raiffeisen-Leasing auf Öko-Autos (u.a. E85-betriebene Kfz) umgestellt wurde, ist es für alle Mitarbeiter von Interesse woher der Treibstoff E85 kommt und welche Eigenschaften er hat. Diese wurden bei der Führung durch Dipl. Ing. Melanie Auer ausgiebig erläutert und die technischen Hintergründe erklärt. Besonders beeindruckt hat uns die Schaltzentrale (diese hat Ähnlichkeit mit der eines Atomkraftwerks) und die riesigen Behälter in denen der Rohstoff gelagert wird mit dem dann die Ethanolanlage versorgt wird.

  • Verarbeitet werden v.a Getreide und Zuckerrüben aus inländischem Anbau
  • Bioethanolproduktion p.a.: entspricht einem Rohöläquivalent von 100.000 Tonnen
  • Futtermittelproduktion p.a.: 190.000 Tonnen DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles)
  • Kosten für die Errichtung der Anlage: 125. Mio. €
  • Bauzeit: 16 Monate
  • Beschäftigte: 63
  • Eröffnung: Ende Mai 2008

Weltsensation? Durchbruch bei der Speicherung von Sonnenenergie

Daniel G. Nocera (MIT)Das MIT, das Massachusetts Institute of Technology, meldete am 31. Juli 2008 eine bedeutende Entdeckung, die das Zeug dazu hat, die Solartechnologie zu revolutionieren. Daniel G. Nocera, Professor am Energieinstitut am MIT hat eine einfache Methode entwickelt,  wie man Wassermoleküle (H2O) in Sauerstoff (O2) und Wasserstoff (H) aufsplitten kann. Die Technologie ist derartig einfach, dass sie ohne weiteres für eine industrielle Nutzung in großem Stil geeignet sei.
Das besondere daran ist, dass auf diese Weise erstmals Solarenergie gespeichert werden kann: Der Prozess zur Umwandlung orientiert sich an der in den Natur stattfindenden Prozesse der Photosynthese. Die Energie wird dazu in Sauerstoff- und Wasserstofftanks gelagert und bei Bedarf – also z.B. Nachts oder bei Windstille – zum Antrieb eines Wasserstoff-Generators verwendet. Und weiter: Der Wissenschafter ist der Ansicht, dass wir mit dieser Technologie “ernsthaft darüber nachdenken können, unbeschränkt Sonnenenergie weltweit zur Verfügung zu haben – und das sehr bald”.

Gigantischer Sprung zu einer reinen Energiequelle

Die Sonne liefert in einer Stunde mehr Energie zur Erde, wie weltweit für ein Jahr (!) benötigt würde. Die Materialien zur Herstellung der Technologie ist im Überfluss vorhanden und ungiftig. Die Verbrennung von Sauerstoff und Wasserstoff erfolgt ohne jede CO2-Produktion, also ohne klimaschädliche Nebenwirkung. Nocera hat die Vision, dass in 10 Jahren jeder Hausbesitzer seine eigene Energie produzieren kann. Vom Licht über die Wärme, bis zum Strom für das Elektrofahrzeug.

Es bleibt wirklich zu hoffen, dass diese Entdeckung der Schlüssel für die Energiezukunft ist, dann hätte die Menschheit einen großen Schritt gemacht.

siehe auch:

Weniger essen und so das Klima schonen.

Über einen zunächst etwas skurril anmutenden Vorschlag berichtete die Tageszeitung der Standard in seiner Online Ausgabe vom 25. Juli 2008. Wissenschafter der Cornell-Universität im US-Bundesstaat New York haben errechnet, dass US-Amerikaner im Durchschnitt 3.747 kcal pro Tag verzehren – 1.200 bis 1.500 kcal mehr als empfohlen. Die deutliche Reduktion auf die empfohlene Tagesmenge würde demnach den Energieverbrauch der gesamten Nahrungsmittelproduktionskette reduzieren. Immerhin dreht es sich bei diesen Schätzungen um 10 % (!) des gesamten Energieverbrauchs der USA. Der Anteil ist deshalb so bedeutend, weil Amerikaner Fastfood und Fertiggerichte lieben und deren Energieanteil bei der Produktion deutlich höher ist, als bei anderen Lebensmitteln.

Ein interessanter Beitrag zur Klimadebatte wie ich finde, zumal er Gesundheit und Klima auf völlig neue Weise verknüpft. Und vielleicht auch für mich persönlich wieder ein Argument mehr, auf so manch unnötige Nascherei zu verzichten.

Link zur Originalstudie (kostenpflichtig): Reducing Energy Inputs in the US Food System