• hintergrund anzeigen
top

Monatsarchiv für Juli 2010

Story of Stuff: Eine eindrucksvolle Geschichte der Verschwendung

veröffentlicht am 29.09.2008 um 09:21 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Bei komplexen Themen schaffen wir es oft nur einzelne Aspekte zu erfassen. So hat z.B. Frederic Vester seit den 1970er Jahren mit seinen Forschungsarbeiten bereits “vernetztes” gegenüber “linearem Denken” gefordert, um den in der Natur vorkommenden komplexen Gesetzmäßigkeiten adäquat zu begegnen. Er galt damit auch als ein Vorreiter der Umweltbewegung.

www.storyofstuff.comIch bin nun auf eine sehr interessante Webseite gestoßen, die diesen Grundgedanken Vesters sehr anschaulich, kurzweilig und lehrreich umsetzt. “Story of Stuff” ist eine Internetseite, die vor allem eines zeigen will: Dass lineares Denken und Handeln auf einem Planeten auf Dauer nicht funktionieren kann. Das Video nimmt zwar Bezug auf amerikanische Verhältnisse, passt aber ohne weiteres auch auf uns Europäer. Außerdem ist es ein Beispiel dafür, dass sich auch in den USA eine Umweltbewegung gebildet hat, die engagiert versucht, dass bestehende Wirtschaftssystem zu verändern. So wird z.B. die Frage gestellt, wie es sein kann, dass z.B. ein Radiogerät im Laden zum unglaublich günstigen Preis von $ 4,99 zu haben ist. Kaum jemand kann sich vorstellen, dass es tatsächlich so billig ist. Wer aber zahlt dann dafür den Preis? Das Beispiel zeigt anschaulich, was es mit der “Externalisierung” von Kosten auf sich hat.

Prädikat: sehenswert!

Sonnige Zukunft für PV

veröffentlicht am 22.09.2008 um 08:57 von Peter Drössler (Public Relations, Content Creation) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

In Salzburg ist der Materialwissenschafter Herbert Dittrich billigen PV-Zellen einen großen Schritt näher gekommen. Er ersetzt Silzium durch Sulfosalze, die Zellen werden damit um etwa 25% billiger. Noch ist der Wirkungsgrad gering, doch Dittrich schätzt, dass „in 20 Jahren auf den Dächern Salzburgs billige Sulfosalz-Solarmodule installiert sein“ werden.

Eine andere Strategie verfolgt die Solar Energy Materials Initiative der Universität Oxford. Organische Solarzellen – anders gesagt: Solarzellen aus Plastik. Im Moment liegt ihr Wirkungsgrad mit etwa 5%  weit unter jenem von Zellen aus Silizium. Doch die billigen Erzeugungskosten, der großflächig mögliche Einsatz in Dünnschichten sowie eine Reihe weiterer Vorteile, die aufgrund der Materialeigenschaften gegeben sind, machen diese Alternative extrem spannend.

Fest steht also: Photovoltaik wird billiger und in großem Stil einsetzbar werden. Österreich könnte bei der Entwickung vorne dabei sein. Doch dazu braucht es ein echtes Bekenntnis von der Politik und seitens der Wirtschaft. Letzteres ist zunehmend vorhanden. Doch die Politik muss erst aufwachen.

Die Sonne strahlt 18.000fache der benötigten Weltenergie ab

veröffentlicht am 17.09.2008 um 10:28 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Seit kurzem versucht sich der Wiener Grünpolitiker Christoph Chorherr auf seinem Weblog beim Videoblogging. Ich finde, ein sehr gelungener Versuch, vor allem seine rd. 5 Minuten “Aufklärungs-Videos” zu verschiedenen Ökothemen liefern Denkanregungen. Sein zweites Video “Lob der Sonne” vermittelt in wenigen Minuten, warum wir noch wesentlich stärker als bisher auf die Kraft der Sonne setzen sollten: Von Photovoltaik, über Holzpellets bis zur thermischen Solarerzeugung reichen aus Sicht Chorherr’s die technischen Möglichkeiten. Immerhin strahlt die Sonne das 18.000fache der benötigten Weltenergie ab.

Zum einen finde ich es spannend, wie Christoph Chorherr Videoblogging zur Vermittlung von Informationen einsetzt. Zum anderen erreicht man mit Videoblogging auch lesefaulere Internetnutzer. Der Erfolg von Plattformen wie Youtube zeigt seit längerem das riesige Potenzial von Videoblogs. Und vor allem im Ökobereich herrscht noch viel Klärungs- und Diskussionsbedarf, da finde ich eine derartige Diskussionsform sehr erfrischend.

Erneuerbare Energie als Wachstumsindustrie

veröffentlicht am 16.09.2008 um 09:18 von Peter Drössler (Public Relations, Content Creation) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Bis zum Jahr 2013 werden die Hersteller von Windturbinen die europäischen Automobilerzeuger als größten Kunden der Stahlindustrie abgelöst haben. Das prophezeit der luxemburgische Europaabgeordnete Claude Turmes, Berichterstatter für den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des europäischen Parlaments. Vergangene Woche hat dieser Ausschuss mit großer Mehrheit einen Gesetzestext verabschiedet, der den Weg für große Investitionen in erneuerbare Energien bereiten soll. Bisherige Ziele für den Anteil erneuerbare Energien sollen zwar nicht verändert, doch durch Zwischenziele ergänzt werden. Für Zielverfehlungen sollen Mitgliedsstaaten bis zu 110 Euro je MWh Strafe zahlen, Übererfüllung soll bis zu 40 Euro je MWh Prämie einbringen.

mehr

Fuhrparkmanagement und Öko

veröffentlicht am 10.09.2008 um 12:11 von Gerhard Strasser (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

ÖkoautosDie letzten beiden Jahre sind wir im Rahmen des Fuhrparkmanagements (FPM) auf unsere Kunden und Interessenten aktiv mit dem Öko-Auto-Thema zugegangen. Dabei wurde mal mehr mal weniger das Interesse der Gesprächspartner geweckt. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet: Die Leiter einiger grosser Flotten sind bereits an uns herangetreten mit der Bitte um Unterstützung hinsichtlich CO2-Einsparungen, alternative Treibstoffe, Empfehlungen und Massnahmen für Anschaffung (Car Policy) und den Betrieb der Flotte. Diese können zum Beispiel in einem Workshop gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet werden und in unternehmensinternen Richtlinien münden. Auch die Erfahrungen der Öko-Autos im Raiffeisen-Leasing eigenen Fuhrpark können an Interessenten weitergegeben werden, das ideale Auto für den jeweiligen Anwendungsbereich kann dann so mit dem Kunden gemeinsam gefunden werden. Es macht auch Spass aus dem Nähkästchen zu plaudern und sich Öko-Auto-mässig auszutauschen! Öko verbindet.

Carsharing ist eine echte Alternative

veröffentlicht am 10.09.2008 um 11:56 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Seit fast 10 Jahren gehöre ich zu den Carsharern in Wien. Aus einer Not heraus geboren - damals war ich gerade mit dem Studium fertig geworden und konnte mir kein Auto leisten - gehörte ich zu den ersten Carsharing Kunden von denzeldrive.

2000 habe ich dann aufgrund meiner Berufslaufbahn einen Dienstwagen erhalten und ich bin soviel es ging damit gefahren. Ich habe wenig darüber nachgedacht, ob es Sinn macht diese oder jene Strecke mit dem Auto zu fahren, es war ja einfach da und noch dazu sehr bequem. Mit dem Jobwechsel war auch das Dienstauto weg und ich begann wieder umzudenken. Ein eigenes Auto hätte ich mir mittlerweile leisten können, aber dann erinnerte ich mich an die Stunden der Parkplatzsuche, die Stunden im Stau und den Stress auf der Autobahn. Ich entschloss mich auf das eigene Auto endgültig zu verzichten.

Heute nutze ich die möglichen Verkehrsmittel so gut wie möglich: Bei Schlechtwetter die Öffis, bei Schönwetter das Fahrrad, bei längeren Strecken die Bahn. Ich gehöre auch zu den häufigeren Taxifahrgästen, weil ich mir diesen Luxus dann auch leiste. Der ist aber weit vom Luxus eines eigenen Autos kostenmäßig entfernt: Im Schnitt zehn Mal pro Monat Taxi fahren sind rd. 100 EUR. Dazu kommen noch rd. 50 EUR für die Öffis. Und etwa fünf Mal im Jahr geht es gar nicht anders und ich brauche ein Auto. Dann nehme ich mir ein Mietauto oder nutze eben das Carsharing.

Carsharing rechnet sich unter 12.000 km im Jahr!

Der VCÖ hat in einer aktuellen Studie nachgewiesen, dass ein eigenes Auto sich finanziell erst ab einer gewissen Grenze rechnet. Zumindest für jene, die weniger als 12.000 km im Jahr fahren. Der VCÖ zeigt, dass bei 10.000 Jahreskilometer der eigene VW-Polo monatlich 574 Euro kostet, Carsharing hingegen nur 488 Euro. Bei weniger Kilometer wird’s natürlich für Carsharer noch günstiger.

Um sich nicht in die Tasche zu lügen, sollte man allerdings bei der persönlichen Vergleichskalkulation nicht von den aktuellen Autokilometern ausgehen, sondern von einer “optimierten” Variante: Überlegen Sie sich ehrlich, wieviele Kilometer Sie wirklich mit dem Auto tatsächlich zurück müssen. Bei mir sind es rd. 2.000 km im Jahr - inkl. Urlaubskilometer.

Wenn Sie aber nicht nachrechnen wollen, bleibt aber immer noch die Möglichkeit, die nächsten nicht unbedingt notwendigen Autokilometer vielleicht doch mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen. Das kostet nämlich überhaupt nichts - nicht einmal eine Vergleichsrechnung.
 

Autofahren mit Strom: Kommt der Durchbruch?

veröffentlicht am 09.09.2008 um 10:16 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Detroit Electric Elise Sports (Quelle: jalopnik.com)Wie die ZIB2 in ihrer Ausgabe vom 8. September 2008 berichtet stehen große Innovationen im Bereich der Elektronmotoren an. In den USA soll im nächsten Jahr der akkubetriebene Detroit Electric Elise Sports auf den Markt kommen. Der 200 PS starke Antrieb bringt es auf eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden.  Die Reichweite beträgt über 300 Kilometer, die Wiederaufladezeit des Akkus rund 6,5 Stunden. Das sind beeindruckende Werte für einen akkubetriebenen Elektromotor.

Auch in Österreich wird auf diesem Gebiet geforscht. Arsenal Research entwickelt leistungsfähigere Lithium-Ionen Akkus. Und: In Österreich wurde nun auch das erste elektrisch betriebene Sportmotorrad entwickelt. Schöne Aussichten: Anstatt mit lautem Motorgeräusch wird man vielleicht in einigen Jahren elektrisch durch die Gegend surren.

Zusammen mit den Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energiequellen könnten in diesem Bereich die Mobilitätsprozesse deutlich ökologisiert werden.

top