Elektroauto 2.0: Better Place als innovatives Providerkonzept?
veröffentlicht am 06.02.2009 um 12:27 von
Mein Kollege Ingo Oberortner hat mich auf ein sehr innovatives Konzept für Elektroautos hingewiesen: Der Israeli und Ex-SAP-Vorstand Shai Agassi hat eine Vision: ein ganzes Land soll komplett ohne Benzin fahren können. Und das mit Elektroautos.
Derzeit sind Elektroautos allerdings noch nicht alltagstauglich, es fehlt die Infrastruktur. Und hier setzt Shai Agassi’s Konzept an: Ladestationen sollen über das ganze Land verteilt werden, die ein rasches Aufladen der Batterien ermöglichen. Bis 2010 sollen es 100.000 Ladestationenen z.B. in ganz Israel sein. Weitere Länder, die bereits dabei sind, diese Technologie umzusetzen oder sich ernsthaft dafür interessieren: Dänemark, Hawai, Kalifornien, Ontario, Australien. In einem Video auf der Webseite von planet.betterplace.com wird das Konzept erläutert.
Besonders spannend dabei ist das dahinter liegende Geschäftsmodell, das es auch für innovative Investoren interessant machen könnte: Die Batterien bleiben im Besitz von Shai Agassi’s Unternehmen, das Elektroauto selbst gehört dem Nutzer. Es sind aber auch alternative Preismodelle denkbar, wie das 0,- EUR Auto für das nur eine Nutzungsgebühr je gefahrenem Kilometer entrichtet wird. Dahinter liegen soll auch eine Energieproduktion die ausschließlich auf erneuerbaren Energien aufbaut.
Ein hochinnovatives Geschäftsmodell, das das Zeug für das 21. Jahrhundert hat und bereits auf dem Weg zum Alltagstest ist. Wäre das nicht auch z.B. für ein Land wie Österreich oder zumindest für die Region Wien ein alternatives Investitionsprojekt anstatt für Verschrottungsprämien Geld auszugeben?
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Ein Kommentar
Faszinierende Idee. Toller Beitrag vor einigen Wochen im US-Magazin WIRED gelesen: http://www.wired.com/cars/futuretransport/magazine/16-09/ff_agassi