Auf dem Wasserweg und mit der Bahn: ein Container mit Plüschtieren auf dem Weg nach China…
veröffentlicht am 08.04.2009 um 17:56 von
Lediglich ein philosophischer Gedanke von Mag. Peter Engert im Zuge des 4. Ökologiegesprächs der Raiffeisen-Leasing… oder doch bald Zukunft?
Im Laufe des Ökologiegesprächs am 2. April zum Thema Binnenschifffahrt als ökologischer und ökonomischer Transportweg im Museum Liechtenstein, hat sich in der teils sehr kontroversiellen Diskussion die Aktualität des Themas gezeigt. Denn, dass ein Wirtschaftswachstum ein Verkehrswachstum bedingt oder vielmehr mit sich bringt, in diesem Punkt waren sich alle einig.
Die Diskutantenrunde, moderiert von Mag. Engert, dem Geschäftsführer der Raiffeisen-Leasing, hat schon im Hinblick auf den beruflichen Hintergrund der einzelnen Teilnehmer eine spannende Gesprächsrunde erwarten lassen. Mag. Seitz von der via donau - Österreichische Wasserstraßengesellschaft, die er selbst als die Asfinag der Donau bezeichnet, hat das Vorurteil, dass der Schiffstransport ein unverlässlicher sei, weil von diversen Umwelteinflüssen abhängig, entkräftet. Ganz im Gegenteil, dass die Donau zu 98 % des Jahres schiffbar ist, macht diesen Verkehrsträge zu einer besonders zuverlässigen und staufreien Alternative.
Dass die Donau auch zukünftig ein wichtiger Transportweg bleiben soll, dieser Forderung hat sich Mag. Weller, als Generalsekretär der internationalen Kommission „Schutz der Donau”, angeschlossen. Jedoch, mit Vorbehalten, denn dieser solle nicht um jeden Preis ausgebaut werden. Die Wasserqualität dürfe darunter keinesfalls leiden, so der Kommissär. Eine weitere Staustufe hat er a priori abgelehnt. Diesem Gedankengut hat sich Mag. Manzano, Direktor des Nationalparks Donau-Auen, angeschlossen. Das Bestreben im Zuge des Flussbauprojektes die Donau für eine permanente Durchlässigkeit zu regulieren, steht für Manzano in einem krassen Widerspruch zu seiner Vorstellung einer natürlichen Flusslandschaft. Dem konnte Herr Mierka als Geschäftsführer des Donauhafen Mierka nicht beipflichten. Er hält den geplanten Flussausbau für erforderlich, um die Donau als Transportweg gegenüber der Straße konkurrenzfähig zu machen. Denn, wie Mierka berichtet hat, ist bei geringem Niederschlag die Abladetiefe nicht gegeben, das hat in sochen Zeiten eine mäßige Kapazitätsauslastung zur Folge.
Spannend sehe ich den Aktionsplan, demgemäß soll das jährliche Frachtvolumen bis 2015 von 10 Millionen Tonnen auf 30 Millionen Tonnen gesteigert werden. Unglaublich, welches zusätzliche Potenzial, das zurzeit noch ungenutzt ist, dieser Transportweg bietet. Sehr interessant waren die kritischen Fragen der Schüler der HLUW Yspertal. Sie haben die Diskutanten zu den nachhaltig ökologischen Auswirkungen befragt, wie beispielsweise zu bestehenden Umweltauflagen für die Schifffahrt, nach den die Donau belastenden Schadstoffen und über die Auswirkungen auf Fische und deren Laichplätze.
In einem wunderschönen Rahmen mit kulinarischen Köstlichkeiten wurde im Anschluss noch weiter über das Thema diskutiert, größtenteils war der Tenor jedoch klar pro Schifffahrt als ökonomischer und ökologischer alternativer Transportweg. Bleibt abzuwarten wie sich dieser bis 2015 tatsächlich entwickelt.










