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Monatsarchiv für Juli 2010

It’s the oil, stupid!

veröffentlicht am 22.06.2009 um 21:27 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Zugegeben, der heutige Blogtitel ist etwas pointiert. Aber er kam mir in den Sinn, als ich mich mit einem wie immer sehr lesenswerten Blogbeitrag von Georg Günsberg auseinandersetzte. Er weist auf den Zusammenhang zwischen der aktuellen Weltwirtschaftskrise und der Energiekrise hin, den er für deutlich unterschätzt hält und nimmt dabei Bezug auf einen Artikel von Andreas Postner. Die drei Seiten sollte man sich schon mal zu Gemüte führen, behaupten sie doch nicht weniger, als dass die Subprime Krise nicht der Auslöser für die Weltwirtschaftskrise war, sondern der Anstieg des Ölpreises!

Auf den ersten Blick ebenfalls lesenswert - allerdings mit 377 Seiten deutlich umfangreicher - ist die Studie Peak Oil, die das Land Vorarlberg in Auftrag gegeben hat, um die Auswirkungen eines Erdölpreisanstieges auf das Bundesland zu untersuchen.  Als Peak Oil bezeichnet man jenen Zeitpunkt an dem das globale Ölfördermaximum erreicht ist.

Beide Dokumente geben Hinweise darauf, worum es in den kommenden Jahren gehen wird: so rasch wie möglich von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden. So wie es aussieht, läuft uns wirklich die Zeit davon.

HOME: Ein Pflichtfilm für 20 % der Weltbevölkerung

veröffentlicht am 15.06.2009 um 10:41 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 2 Kommentare, keine Trackbacks

HOME auf YoutubeHOME ist ein beeindruckender abendfüllender Film, der in den letzten Tagen über 500.000 Mal auf Youtube angesehen wurde. Der Film soll anschließend in die Kinos kommen. Er zeigt in eindrucksvollen und drastischen Bildern wie ausbeuterisch der Mensch - auch das von mir gebloggte Beispiel der Ölsande in Kanada kommt vor - in den letzten Jahrzehnten mit dieser Welt umgegangen ist. Viele sagen, es bleibt nicht mehr viel Zeit, uns zu ändern. Dann sind Prozesse nicht mehr aufzuhalten …

Der Film stellt trotzdem kein pessimistischen Werk dar, sondern appelliert: “It’s too late to be a pessimist” und fordert uns, jeden einzelnen wohlgemerkt, auf “nicht auf das zu schauen, war wir bereits verloren haben, sondern darauf, was wir noch haben.” Und das gilt es zu retten. “Stop drilling into the earth and start looking up in the sky” ist ein Appell nicht weiter auf Öl zu setzen, sondern die unerschöpfliche Energie der Sonne endlich zu nutzen. (siehe dazu auch meinen Blogbeitrag 200 Billiarden EUR Gratisenergie.) 

Fakten: Wegschauen hilft nicht!
Neben den eindrucksvollen Bildern bringt der Film auch 12 Fakten, die drastischer das Ungleichgewicht, die Ungerechtigkeit und die dringende Handlungsnotwendigkeit nicht aufzeigen könnten.

12 Fakten, bei denen man nicht mehr wegsehen kann:

1. 20 % der Weltbevölkerung brauchen 80 % der Ressourcen!

2. Die weltweiten Militärausgaben sind 12mal höher als die Entwicklungshilfe!

3. 5.000 Menschen sterben täglich an verschmutzem Trinkwasser!

4. Eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser!

5. 50 % des Weltgetreides wird für Tierfutter und Biotreibstoffe verwendet!

6. 40 % des Ackerlandes weist Langzeitschäden auf!

7. 13 Millionen Hektar Wald verschwinden jährlich!

8. 1/4 der Säugetiere, 12 % der Vögel, 1/3 der Amphibien sind vom Aussterben bedroht! Und: Die Arten dieser Welt sterben 1.000mal schneller als die natürliche Rate  aus.

9. 3/4 der Fischgründe sind leergefisch oder stark gefährdet!

10. Die Durchschnittstemperatur der letzten 15 Jahre ist die höchste jemals gemessene.

11. Die Eisschichten sind 40 % dünner, als vor 40 Jahren.

12. 2050 gibt es mindestens 200 Millionen Klimaflüchtlinge.

Jeder von uns ist gefordert!
Und Du, Sie und ich, weil wir diese Zeilen lesen können, gehören zu diesen 20 % der Weltbevölkerung, die 80 % der Ressourcen brauchen. Und deshalb ist es unsere Pflicht hinzusehen und zu handeln. Für diese Welt, für uns selbst und für unsere Kinder. Denn wir haben nur diese eine, unsere Heimat. Eben HOME.

Radfahren: Die häufigsten Irrtümer bei Radwegen

veröffentlicht am 04.06.2009 um 07:53 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Radfahren ist die ökonomischte Fortbewegungsart, das ist unbestritten. Mit relativ wenig Ressourcen Einsatz - von rd. 10 kg. Fahrradmasse - schafft man bedeutsame Geschwindigkeiten, mitunter bis zu 50 km/h. Das macht Radfahren aber auch gefährlich - nicht nur aber vor allem auch für die Radfahrer selbst. Die häufigsten “Gegner” im Straßenverkehr sind Fußgänger und Autofahrer.  Mitunter geht es zwischen diesen Gruppen schon einmal aufgrund von Missverständnissen aggressiv zu. Der Online-Standard hat derzeit ein Special zum Thema und dabei sei allen Verkehrsteilnehmern vor allem der Artikel Radwege sind nicht für alle da ans Herz gelegt. Das Wissen um die Regeln könnte das eine oder andere Verkehrsopfer vermeiden und so Radfahren weiter attraktiv machen.

Es ist -fast- soweit!

veröffentlicht am 04.06.2009 um 03:39 von Reinhard Würger (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

img00190.JPGimg00192.JPG Man möchte es gar nicht glauben. Aber zwischen rd 30 bis 40 röhrenden Ferraris durfte ich in Fuschl d i e E-Auto Sensation von Mitsubishi bestaunen und mitfahren.

  

Der i-MIEVE – das weltweit erste Elektroauto , das bereits industriell in Vorserie gebaut wird- ist gerade auf Vorstellungstour durch Europa. Und man glaubt es kaum, aber der i-MIEV ist tatsächlich ein vollwertiges Auto für 4 Personen mit ausreichend Kofferraum.

Ausgestattet mit 64 PS bei 180 Nm beschleunigt unser Testwagen zumindest die ersten 100  Meter locker besser als die anwesenden Ferrari. Ganz lautlos, angenehm , wohltuend  und mit einer erstaunlich guten Straßenlage fährt sich unser Auto trotz Besetzung mit 4 Personen- die locker drin Platz haben-sehr flott und spritzig. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 140 kmh bei rd 140 km Reichweite. Bei eingeschalteter Klimaanlage oder Heizung – auch sind  serienmäßig voll funktionstüchtig vorhanden, reduziert sich die Reichweite auf rd 100-120 km.

Das ist für 95% der in Österreich täglich zurückgelegten Strecken ( 95% der Fahrten mit dem Auto sind unter 70km) mehr als ausreichen. Und im Notfall ist unser i-MIEV in 40 Minuten wieder zu 80% aufgeladen. Wenn man bedenkt, dass Autos heute nach relativ kurzer Wegstrecke wieder oft stundenlang stehen – denke man an die Pendler- dann ist das Thema Aufladen und kurze Reichweite , eigentlich nur eine faule Ausrede.

 Der i-MIEV , ein Akronym für Mitsubishi innovative Electric Vehicle, kommt im Sommer 2009 in Japan auf den Markt. Anfang 2010 angeblich in England und ca Ende 2010 in Deutschland und Österreich.

Eigentlich eine viel zu lange Zeit zum Warten auf eine tolle Autozukunft.

Elektromobilität ist im Kommen

veröffentlicht am 02.06.2009 um 16:39 von Peter Engert (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

021_20090527_real_raiffeisen_164.jpgIn den letzten Jahren und Jahrzehnten wurde der Elektromotor als etwas angesehen, das für die Ewigkeit bestimmt ist. Und kein Mensch hat sich in den 50iger und 60iger Jahren Gedanken gemacht, ob es vielleicht irgendwann mal kein Öl mehr geben wird. Denn, man ging davon aus, dass dieses immer zur Verfügung stehen wird. Jetzt sind wir allerdings an einem Wendepunkt: Wir wissen, dass wir alle Kräfte für neue Alternativen bündeln müssen. Und es gibt derzeit verschiedene Wege wie Ethanol, Bioöl oder Wasserstoff bzw. Elektro. Für jeden Investor bzw. jeden Konsumenten stellt sich nun die Frage, wohin soll es letztlich gehen, wenn es um Mobilität geht. Auch wir als Raiffeisen-Leasing können darauf keine eindeutige Antwort geben. Aber wir glauben fest daran, dass am Ende des Normwechsels der Wasserstoff als Antrieb stehen könnte. Die ersten Schritte in diese Richtung wurden bereits in den 70iger Jahren gesetzt. Allerdings gelang es der Öllobby damals noch, die Entwicklung zu bremsen, indem sie etwa entsprechende Erfindungen und Patente aufkaufte. Mittlerweile investieren aber auch Länder, die über Öl verfügen, in die Forschung für Elektroautos. Uns ist wichtig, dass diese Bemühungen weiter vorangetrieben werden. Dazu empfehlen wir aber auch, die momentanten Zwischenlösungen wie Bioöl oder Ethanol in Kauf zu nehmen. Der zukünftige Fokus sollte aber klar auf der E-Mobilität liegen.

Zur E-Mobilität gehört auch der Einsatz der sogenannten Segways, die in Straßen-, Gelände- und diversen Sonderausführungen (Golfsegway, Rettungsdienstsegway etc.) angeboten werden. Immer häufiger sieht man etwa in Wien „Segway- Touristengruppen“- Sightseeing mit Spaßfaktor! Von April bis Oktober werden in Wien täglich dreistündige Stadtrundfahrten auf dem Segway angeboten. Dieses Art der Fortbewegung ist in der Stadt perfekt für Erledigungen oder den Weg in die Arbeit geeignet, ganz ohne Parkplatzsuche!

Für die Bedienung sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich, zugelassen ist das Gerät als Fahrrad, somit gelten dieselben Straßenverkehrsregeln. Über die Lenkstange (je nach Neigung) wird das Segway dirigiert und die Richtung vorgegeben. Serienmäßig wird jedes Gerät mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet, eine volle Ladung über eine herkömmliche Steckdose dauert etwa 4 Stunden und hat eine Reichweite - je nach Gelände und Fahrstil - von 38 km. Der InfoKey, der an der Lenkstange aufgesteckt wird, ist vergleichbar mit einem Autoschlüssel und passt immer nur auf das jeweilige Gerät. Über diesen erhält man laufend Informationen über den Batterieladestand, die Geschwindigkeit und die zurückgelegten Kilometer. Mit einem Segway kann man bis maximal 20km/h fahren, wobei die Möglichkeit besteht die Geschwindigkeit zwischen 6km/h und 20km/h stufenlos zu drosseln. Für den Transport lässt es sich ganz einfach im Kofferraum eines Autos verstauen.

Auch wir haben kürzlich ein Segway getestet… und es macht wirklich Spaß!

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