Fotovoltaik: Politik fördert am Bedarf vorbei
veröffentlicht am 05.08.2009 um 09:52 vonDeutlicher kann man es gar nicht zeigen. Der jüngste Ansturm auf die Fördermittel für Fotovoltaik legte die Server lahm, wie der Standard berichtete. Aber auch wenn man sich die Zahlen des Klima- und Energiefonds, der mit der Mittelvergabe beauftragt ist, ansieht, zeigt sich drastisch wie sehr am Bedarf und vor allem am Innovationswillen der Bevölkerung vorbeigefördert wird. In allen Bundesländern außer Wien gibt es eine vielfache Überzeichnung! Wie leicht wäre es, Menschen in Österreich dazu zu bewegen in eine innovative Technologie zu investieren?
Auch wenn man z.B. mit der im Frühjahr beschlossenen Verschrottungsprämie einen Vergleich zieht, zeigt sich ein entlarvendes Bild der rückwärtsgewandten Förderpolitik in Österreich: 45 Mio. EUR standen dafür zur Verfügung. Für die Investition in eine zukunftsorientierte Branche, die jedenfalls unmittelbar zur Senkung des CO2-Ausstoßes beiträgt, wurden jetzt gerade einmal 18 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Sollte das nicht zu denken geben?
Auf scharfe Kritik stößt diese Vorgehenweise auch seitens der Photovoltaik Austria. Dort wurde mittlerweile auch eine Beschwerdestelle eingerichtet. Wie ebenfalls in einer Chronologie zum 4. August 2009 angemerkt wird, wären aufgrund des enormen Interesses aus der Steiermark und Niederösterreich am ersten Fördertag alleine für diese zwei Bundeländer innerhalb von 8 Stunden 50 Mio. EUR benötigt worden …
Was ist der Grund für diese Zurückhaltung?
Nachtrag vom 06.08.2009: Auch Peter Drössler setzt sich in seinem Blog unter dem Titel “Zu wenig Energie“ mit dem Thema auseinander.








Ein Kommentar
Nicht nur die Art der Vergabe, auch das Volumen der PV-Förderung entsprechen nicht im Geringsten dem Bedarf. Das einstige Vorreiterland Österreich verliert immer weiter an Boden. In Deutschland z.B. wird PV 50 mal schneller ausgebaut als bei uns. Mehr dazu hab ich grad in meinem Blog geschrieben (s.u.)