Entrepreneurship und das halb volle Glas

Entrepreneurship – Dieses Wort begleitet mich nun schon so viele Jahre und immer wieder trifft man Menschen, die mit dem Begriff so gar nichts anfangen können. Dabei ist es eines der spannendsten Konzepte unserer Zeit und beinhaltet ua. dass grundsätzlich JEDER die Möglichkeit hätte, wirklich etwas zu UNTERNEHMEN um die Welt, sein Umfeld oder zumindest sein eigenes Leben ein klein wenig zu verbessern.

Deshalb finde ich wichtig, dass der Begriff einer öffentlichen Diskussion ausgesetzt wird und beteilige mich an der  Mingo Blogparade (Was ist eine Blogparade) zum Thema Entrepreneurship. Ich lade auch andere Ökoenergiebloggerinnen ein, es mir gleich zu tun. Österreich braucht eine gehörige Entrepreneurship Impfung damit jene, die den inneren Ruf schon spüren, endlich dem Drang zu gründen nachgeben und im besten Fall zum Sustainability Entrepreneur werden.

Um darzustellen, was Entrepreneurship für mich bedeutet und warum es so wichtig ist, möchte ich meine persönlichen Leitsätze zum Besten geben. Sie sind mein Antrieb Unternehmerin und nicht Angestellte sein zu wollen und zeigen auf, was Unternehmertum in unserer Welt bewirken kann.

 Sei nicht nur gut, sei gut für etwas

Dieser Leitsatz der WeissSee Initiative begleitet mich nun schon viele Jahre. Er beschreibt jedoch deutlich, den Antrieb vieler Unternehmer und Unternehmerinnen. Eine Unternehmerpersönlichkeit will keine Marketingkonzepte für die 17.000. Zahnpastavariation schreiben. Eine Unternehmerin will am Ende des Tages sagen können, dass sie mit dem was sie tut zufrieden ist und das Gefühl hat, ein wichtiger Teil der Gesellschaft zu sein und nicht eine beliebig austauschbare Nummer. Sie kennt auch ihre Fähigkeiten und weiß diese umzusetzen. Letzteres ist wohl die größte Herausforderung am Weg zum Unternehmer. Wie viele Leute wissen schon, was sie wirklich gut können? Wissen Sie es?

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Elektrisch fahren ist gesünder

Lärm ist gesundheitsschädlich. Das beweisen diverse Lärmschutzmaßnahmen, die unsere Autobahnen zu noch langweiligeren Röhren mutieren lassen und unsere schöne Landschaft verstecken. In Städten werden Glaswände gebaut, welche die Bewohner schützen sollen, ebenso wie hermitsch abgeriegelte, dreifach verglaste Fenster.
Aber das alles sind “Symptombehandlungen” und keine “Ursachenbehandlung”. Schlucken Sie eine Schmerztablette und hoffen, dass die Zahnschmerzen schon vorbei gehen werden, oder gehen Sie zum Zahnarzt?

Wenn man sich das Thema genauer ansieht, stellt man fest, dass sich der Straßenlärm aus drei Komponenten zusammen setzt. Dem Antriebsgeräusch des Motors und Getriebes, dem Rollgeräusch der Reifen und dem Windgeräusch der Karosserie.

Im urbanen Bereich, d.h. bis zu Geschwindigkeiten von ca. 40km/h bei PKWs und ca. 60km/h bei LKWs, überwiegt das Antriebsgeräusch. Mir ist allerdings nicht ganz klar, ob diese Lärmpegel bei konstantem, niedertourigem Vorbeirollen oder während des Beschleunigungsvorganges gemessen wurden. Wenn ich mich zu Fuß in Wien bewege und an der Kreuzung Autos beim Wegfahren  beobachte, höre ich hauptsächlich das Aufheulen der Motoren. Die meisten wollen möglichst schnell weiter kommen und schalten daher recht spät in den nächsten Gang (um das gleiche Spiel an der nächsten Kreuzung wiederholen zu können).
Bei Elektrofahrzeugen fallen Antriebsgeräusche so gut wie weg. Dadurch verringert sich der emittierte Schallpegel um 3 bis 6 dB(A) (um ca. 30 – 50 %).

Aber das ist nur die eine Seite. Was ist denn mit den Leuten, die in den Autos sitzen? Die leisesten PKWs, gemessen bei 50 km/h, sind Luxuslimousinen mit ca. 55 dB(A) im Innenraum. Kleinwagen bzw. Mittelklasseautos liegen bei ca. 65 dB(A). Bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h befindet sich der Schalldruckpegel zwischen 64 und 85 dB(A).

Was bedeuten diese Zahlen?

  • ab 30 dB(A): psychische Beeinträchtigungen wie Nervosität, Niedergeschlagenheit, Depressionen, Schlafstörungen, Aggressionen, Verärgerung, …
  • ab 65 dB(A): vegetative Reaktionen der inneren Organe wie Blutdruckerhöhung, Herz-Kreislauf-Probleme, Kopfschmerzen, …
  • ab 90 dB(A): Hörschäden
  • ab 120 dB(A): mechanische Schäden

(dB … Dezibel, logarithmisches Verhältnismaß; (A) … genormte Bewertungskurve, die dem menschlichen Hörverhalten entspricht)

In der Elektromobilität liegt also neben dem Ökologie-, Energiespar- und Klimafaktor auch enormes Potential zur Verbesserung der Lebensqualität.

Quellen:
http://www.geschichteinchronologie.ch
http://www.laerm.zh.ch/
http://www.autobild.de/
http://de.wikipedia.org/

The Story of Stuff reloaded

The Story of Stuff ist zwar schon ein alter Hut für Insider, ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass es einige noch nicht kennen. Deshalb nehme ich die Veröffentlichung der äußert gelungenen 3. Episode “The Story of Bottled Water” zum Anlass auf die ganze Serie hinzuweisen.

The Story of Stuff

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Annie Leonard, die sympathische Protagonistin in den Videos macht grob gesagt seit vielen Jahren nichts anderes als zu erforschen wo das ganze Zeug (stuff), das wir täglich um uns scharen eigentlich herkommt bzw. hingeht und hat es in einfache Komikvideos verpackt. Die Downloadzahlen auf YouTube sprechen eine deutliche Sprache und wer die Art und Weise der Präsentation kennt, weiß wie viel Spaß es macht Annie zuzuhören wenn sie sprichwörtlich von Gott und der Welt erzählt. Vieles weiß oder hat man schon mal gehört, Sie bringt es jedoch in einen echten Zusammenhang.

Den Durchbruch brachte 2007 das erste allgemeine Video, welches erklärt wie unsere Welt so funktioniert. Augenöffnend sind vor allem die Erklärungen zu den giftigen Inhaltsstoffen, die in vielen Produkten enthalten sind, sowie die Erläuterungen was sogenannte Trends aus uns machen.

Seit 2007 hat sich vieles getan und das Schöne ist, dass wir  auf dem Weg sind Lösungen für die angeführten Probleme zu finden. Cradle2Cradle greift das Problem der toxischen Inhaltsstoffe bereits an der Wurzel an und immer mehr Menschen “erwachen” und entkommen dem ständigen hinterherlaufen nach Trends und besinnen sich auf  Qualität vor Quantität. Yvon Chouinard würde wieder sagen: “The more you know, the less you need”.

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Deutschland investiert 100 Mio Euro

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert die Entwicklung und Evaluierung von Smart-Grids (“das Internet der Energie”) in Deutschland. Insgesamt werden fünf Projekte unterstützt: e-mobility, E-Tour Allgäu, GRID-Surfer, MEREGIOmobil und Smart-Wheels.

Alle Projekte befassen sich mit Themen rund um Elektromobilität, intelligente Energieverteilung, v2g (vehicle-to-grid, das Elektroauto als Zwischenspeicher), der Umweltverträglichkeit von Ökostrom und der Entwicklung von einheitlichen Abrechnungssystemen sowie Geschäftsmodellen.

Weitere Infos:

http://www.firmenpresse.de/pressinfo91121.html
http://www.im.uni-karlsruhe.de/Default.aspx?PageId=597〈=de
http://meregiomobil.forschung.kit.edu/

Öl reicht nur noch 29 Jahre (Update 02.04.2010)

Entwicklung der Rohölpreise (Quelle: www.tecson.de)28. Mai 2009: Bislang unbeobachtet von der medialen Öffentlichkeit ist der neuerliche Anstieg des Ölpreises. Eine sehr übersichtliche Grafik zeigt die Entwicklung der Rohölpreise auf dem Weltmarkt. Und da geht es – ähnlich wie in den vergangenen Jahren steil bergauf. Der Ölpreis hat somit derzeit wieder den höchsten Wert seit 6 Monaten erreicht. Noch liegt der Preis unter den Vergleichswerten von 2007 und 2008. Sieht man sich aber die Steigung an, dann wird man im Juli bereits die Preise von 2007 übertroffen haben. Und da war bekanntlich von Wirtschaftskrise noch keine Spur. Wieder ein deutliches Indiz dafür, sich rasch vom Öl unabhängiger zu machen. Denn: Es wird nicht lange dauern, bis sich der steigende Ölpreis an der Zapfsäule bemerkbar macht.

11.06.2009 (Update zum Blogeintrag): Nun Anfang Juni 2009 stehen wir bei einem neuen 8-Monatshoch beim Ölpreis. Beim Klick auf die Grafik wird jeweils der aktuelle Ölpreisstand angezeigt. Georg Günsberg liefert in seinem Blogbeitrag “Die vergessene Energiekrise” noch weitere sehr interessante Hintergrundinformationen.

22.06.2009 (Update): Ich habe mir gerade wieder die Ölpreisentwicklung der letzten Tage – heute lag er bei 68 USD – angesehen. Ich bin kein Chartanalyst, aber ich sage jetzt einfach mal den Ölpreis für die nächsten drei Wochen voraus: Mitte Juli wird er die 80 USD Marke überschreiten - so wie ich die Entwicklung interpretiere …

20.10.2009 (Update): Nun ist meine Prognose vom Juni nicht eingetroffen – noch nicht. Im Juli ging es dann doch wieder steil bergab mit dem Ölpreis. Jetzt im Oktober ist er allerdings wieder auf einem Jahreshoch: 78 USD bedeuten eine Verdoppelung seit Jahresanfang. Wenn’s also so weiter geht, sind wir per Jahresende wieder knapp unter 100 USD. Gut für die Alternativenergieentwicklung würde ich sagen. Eine fundiertere Analyse des aktuellen Ölpreises gibt es auf Spiegel Online.

02.04.2010 (Update): Wieder einmal blicke ich auf den Ölpreis. Diesmal anlässlich einer neuen Studie, welche die Ölvorräte um rund 1/3 geringer ansetzt als bisher. Mit anderen Worten: Das Öl reicht nicht mehr 43 sondern nur mehr 29 Jahre. Der Preis entwickelt sich indes auch munter weiter. Einen aktuellen Blick auf den Ölpreis von 84,20 USD gibt es auf Tecson.de.

QUANT NLV SOLAR, ein Solar-Auto?

Beim Surfen im Internet stolperte ich über einen futuristischen Prototypen, der schon das 2te Mal im Genfer Autosalon ausgestellt wurde: QUANT NLV SOLAR.

QUANT NLV SOLAR

Das Fahrzeug, an dessen Entwicklung die schwedische Edelsportwagenschmiede Koenigsegg beteiligt war und nunmehr von der Schweizer Photovoltaik-Firma NLV Solar AG weiterentwickelt wird, fällt mit seinen 600kW (800PS), einer Beschleunigung von 0-100 in 2,8 Sekunden und einer Spitzengeschwindigkeit von 377km/h, definitiv in den Bereich der Super-Sportler. Abgesehen davon, dass dieses Auto demnach recht teuer sein wird, birgt es doch einige sehr interessante Konzepte:

  • Der Monotube-Fahrgastraum aus Carbonfasern bietet 4 Passagieren Platz und Sicherheit.
  • Zur Reichweitenerhöhung ist die gesamte Karosserie mit einer semitransparenten Dünnschicht-Solarzelle aus Pyrit überzogen.
  • Für die Energiespeicherung kann man zwei verschiedene Systeme wählen:
    • konventioneller Akku (Metall-Luft)
    • Redox-Flow-Zelle
  • Allradantrieb mit vier rekuperationsfähigen 150kW Motoren.

NLV-Solar will noch dieses Jahr den Prototyp zertifizieren lassen und 2012 in Serienproduktion gehen.

Der Monotube …
ist eine Abwandlung des aus der Formel-1 bekannten Monocoque, wird also aus einem einzigen Stück hergestellt und bietet daher größtmöglichen Schutz.

Die Pyrit-Schicht:
Pyrit, oder auch Katzengold (FeS2) ist das weltweit am Häufigsten, natürlich vorkommende Sulfidgestein. Diese Solarzelle soll theoretisch einen Wirkungsgrad von 38% erreichen. Allerdings fehlen laut www.spiegel.de wissenschaftliche Nachweise.

Redox-Flow-Zelle:
Eine Redox-Flow-Zelle ist sowohl mit dem Akkumulator als auch mit der Brennstoffzelle verwandt. Der interessanteste Aspekt dieser Technolgie ist, dass der Akku „nachgetankt” werden kann. Der Elektrolyt besteht aus einem flüssigen Lösungsmittel in dem Salze aus u.a. Titan, Eisen, oder Schwefel gelöst sind. Diese Flüssigkeit könnte an speziellen Tankstellen einfach ausgetauscht und dort regeneriert werden. Eingesetzt werden diese Zellen bereits als Reservequelle für Mobilfunk-Basisstationen oder als Pufferbatterie für Windkraftanlagen.

Rekuperation …
ist das Rückgewinnen der Energie beim Bremsen oder Bergabfahren.