Sind vertikale Windturbinen praktischer?

VertikalturbineIch komme gerade von einem USA-Aufenthalt zurück. Neben vielen anderen spannenden Erlebnissen fiel mir auch wieder auf, wie technologiegetrieben dieses Land ist. Neben dem Umstand, dass man dort auch schon ziemlich selbstverständlich im Flugzeug mit High-Speed um rd. USD 4,- durchs Internet surfen kann, habe ich dort auch eine Dokumentation im TV gesehen, bei der vertikale Windturbinen vorgestellt wurden.

Gegenüber den herkömmlichen und auch bei uns üblichen vorwiegend horizontalen Windkraftanlagen, die einem Flugzeugrotor ähneln, folgen die Vertikalen Windturbinen (kurz: VAWT für vertical-axis wind turbine) eher dem Prinzip einer vertikal montierten Flugzeugtragfläche.

Wenn man so die verschiedenen Herstellerseiten ansieht, kann man dort über eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Windanlagen lesen:

  • VAWT ist äußerst leise – rd. 30 Dezibel werden angegeben
  • Es gibt kaum Vibrationen – im Gegensatz zu horizontalen Turbinen
  • Die Masthöhe kann bedeutend geringer sein, gegenüber horizontalen Systemen – bei gleicher Effizienz
  • VAWT sind grundsätzlich effizienter als horizontale Windturbinen
  • Es gibt nur einen beweglichen Teil und damit geringere Wartungskosten
  • Die Lebensdauer von VAWT sollte über 20 Jahren liegen
  • VAWT arbeiten auch bei sehr niedrigen, aber auch bei sehr hohen Windgeschwindigkeiten
  • VAWT soll auch für Vögel gefahrloser sein
  • VAWT amortisieren sich schneller und sind damit insgesamt ökonomischer
  • Der Raumbedarf ist für VAWT geringer als bei horizontalen Systemen.
  • VAWT sind auch für den Betrieb im städtischen Umfeld geeignet.

Insgesamt klingen diese Argumente vielversprechend. Vielleicht bietet diese Technologie auch die Chance, Windkraft im städtischen Umfeld und für Einfamilienhäuser attraktiver zu machen.

Hier noch einige Links auf Herstellerseiten dieser Verikalen Windturbinen

Die bessere Erde

Hin und wieder komme ich doch dazu, den Fernseher einzuschalten. Einer meiner Lieblingssender zur Zeit ist Discovery-Channel, der immer wieder sehr interessante Beiträge zu unserer Zukunft bringt; wie z.B. Mobilitätskonzepte oder was in Zukunft mit unserem Müll passiert.

Sehr faszinierend fand ich letztens, dass aus organischen Abfällen “Urwalderde” erzeugt wird – auch Terra Preta genannt. Damit lässt sich nicht nur der CO2 Haushalt verbessern, nein sogar wenig ertragreicher Boden, der mit Terra Preta “behandelt” wird, produziert auf einmal Pflanzen, die fast doppelt so groß werden als vorher.

Googlen Sie doch einfach mal danach.
Das Thema Müll ist nach wie vor eines der größten Probleme, die wir haben und nicht vergessen sollten.

Einen ARD-Beitrag finden Sie hier…

Kites Über- und Unterwasser als Energielieferanten

(c) Minesto 2007Vermutlich inspiriert von Skysails, dem Unternehmen welches Tankerschiffen mit aufgebauten Kites eine nicht unerhebliche Energieersparnis beschert, ist nun die nächste Kiteidee in der Umsetzung – Diesmal auf dem Meeresgrund!

Im Ecogeek Blog wurde diese Woche über die von Minesto, einem Spin-off der Saab Group entwickelte Deep Green-Technology berichtet. Dabei sind Unterwasserkites am Meeresboden angebunden, welche kontinuierlich Energie aus der Kraft der Gezeiten produzieren. Eine einzige Deep Green Turbine könnte bis zu 500 Kilowatt Strom produzieren.

Die Drachen haben eine Spannweite von 12 Metern und müssen mindestens 20 Meter unter der Wasseroberfläche angebracht werden, damit es keine Probleme mit vorbeifahrenden Schiffen gibt. Minesto sieht den Vorteil der Energiequelle,  dass das System leichter und vor allem günstiger als Tiefsee Offshore Systeme zu installieren sind. Auch in den operativen Kosten liegt das System anscheinend Offshore-Windanlagen und anderen Gezeitensystemen weit voraus.

Den Kostenbeweis muss Minestro klarerweise noch erbringen (derzeit wird eine Anlage in Nordirland getestet), aber ein riesiges Potential ist vorhanden. Hier noch mehr technische Details.

(c) SkysaildStephan Wrage hat mit Skysails anscheinend eine Ideenbox geöffnet und nun basteln viele andere an Möglichkeiten Kites zur Energiegewinnung einzusetzen. Wie wärs mit einem kleinen Drachen auf dem Dach? Oder einem kleinen Generator den man den Kindern beim Drachenfliegen mitgibt? Klingt natürlich utopisch, aber die Möglichkeiten sind grenzenlos! Fantasie ist gefragt und ich bin sicher, dass noch einige Projekte in diese Richtung kommen werden.

Weitere Links

Paradigmenwechsel in der Energiewirtschaft – Umdenken hilft!

Die Premiere des Films The 4th Revolution – Energy Autonomy  (unbedingt ansehen!!) ist zwar schon eine Weile her, ich möchte jedoch trotzdem auf ein paar Punkte die Hermann Scheer im Film und bei persönlichen Gesprächen erwähnt hat, eingehen. Der Eindringlichste und für mich wichtigste Punkt ist der Paradigmenwechsel in der Gesellschaft. Solange wir noch immer meinen, dass ökologisch und sozial gerechtes Handeln eine wirtschaftliche Last bedeutet, wird sich nichts Großartiges ändern. Wenn diese Chance aber erkannt wird, können alle davon profitieren!

Was hat es aber nun damit auf sich? Im Bereich der Energie wird der Paradigmenwechsel dann passieren, wenn auf breiter Front (einschließlich der politischen Entscheidungsträger) erkannt wird, dass es zum Beispiel nett ist, billiges Gas aus Russland zu kaufen; es aber volkswirtschaftlich viel, viel sinnvoller wäre, den Großteil der benötigten Energie im Land selbst zu produzieren. Da wir (soweit mir bekannt) auf keinen Gas- oder Ölreserven sitzen, funktioniert die Eigenproduktion aber lediglich mit Erneuerbaren Energieträgern.

Es it zwar anfangs teurer, wenn die Energieversorger an Kunden Einspeisetarife zahlen, aber dieses Geld fließt anstatt nach Russland oder Abu Dhabi an viele private Haushalte. Jeder Bürger hätte die Chance auch Produzent statt nur Konsument zu werden. Jeder könnte sein eigenes kleines Kraftwerk haben (mit Backup von Wasserkraft- und Biomasseanlagen) und damit Geld verdienen, dass er auch hierzulande wieder ausgeben kann und dabei natürlich Steuern zahlt und die Wirtschaft ankurbelt.

Haben Sie schon einmal überlegt wieviele der Milliarden, die jeder einzelne Bürger für Öl- und Gasimporte bezahlt, wieder in Österreich ausgegeben werden?  Das Geld welches in Österreich bleibt, ist nur der winzige Teil, den sich die Energieversorger in Form einer Marge für die Funktion als Zwischenhändler behalten. Der Großteil liegt aber auf Konten von Wenigen, die einfach nicht mehr die Möglichkeit haben, all die Milliarden, die aus aller Herren Länder auf ihre Konten fließen, wieder auszugeben. Letztendlich werden zum Beispiel irrwitzige Projekte wie das 2-Billion-Dollar Haus gebaut. Davon hat die Österreichische Volkswirtschaft reichlich wenig, oder? Wie viel sinnvoller wäre es, wenn diese 2 Milliarden auf viele Haushalte aufgeteilt wären? Dann ist es natürlich um ein vielfaches leichter, das Geld auch wieder in den Wirtschaftskreislauf einzubringen.

Wenn das mal in die Köpfe reingeht und erkannt wird, dass eine Demokratisierung der Energie (Scheer) wirklich möglich ist und viele, viele, Energieerzeuger die fossilien Energieträger schrittweise ersetzen können, dann haben wir eine echte Chance vor uns. All das funktioniert aber leider nur mit geeigneten Rahmenbedingungen. Solange keine Kostenwahrheit zwischen fossilen und Erneuerbaren Energieträgern herrscht, werden die Erneuerbaren auf den ersten Blick nicht mithalten können. Wenn man aber genauer hinschaut und die gesamte Wertschöpfung bishin zu Umweltschäden und volkswirtschaftlichen Nebeneffekten betrachtet, sieht die Sache womöglich anders aus.

Leider gibt es noch keine objektiven Studien, die den Sachverhalt in seiner Komplexität darfstellen und ich möchte auch hier keine Berechnungen strapazieren, da ohnehin schon viel zu oft Äpfel mit Birnen verglichen wurden.  Nur ein Beispiel: In Deutschland wird die Erhöhung der Strompreise zum Großteil als Folge der PV-Förderung  propagiert. Komisch, in Österreich steigen die Preise auch massiv – nur können sich die EVUs hierzulande leider nicht auf die Erneuerbaren ausreden.

Deshalb mein zugegebenermaßen naiver Wunsch: Kostenwahrheit! Wie soll der Konsument oder die Wählerin entscheiden welche Studie nun stimmt und bei welchem der Szenarien mehr der heiligen Steuergelder verprasst werden. Mein persönlicher Zugang: Nur weil kein Massenmedium die Steuerausgaben für fossile Energieträger und Atomenergie veröffentlicht, heißt das nicht, dass sie nicht existieren.

Na endlich gibt die EU Gas

Ende April hat die EU Ihre Strategie zur Förderung von sauberen und energieeffizienten Kraftfahrzeugen vorgestellt.Einerseits soll die Effizienz der Motoren gesteigert und andererseits die Abgasbelastung extrem weiter gesenkt werden.

Weiters soll die Einführung und Verbreiterung von Elektroautos durch einheitliche Normung forciert werden. So sollen E- Autos in ganz Europa geladen werden können.Die Stromnetze sollen durch Einführung von intelligenten Netztechnologien auf die Herausforderungen der E- Mobilität ausgerichtet werden.

 Insgesamt endlich eine gemeinsame Strategie , an die man sich mal halten kann und ein Versuch, eine globale Entwicklung – weg von egoistischen Insellösungen- umzusetzen.Ich denke, wir sollten diese Initiative begrüßen und unterstützen.

http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/10/473&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

Macht Züge schneller

Eine interessante futuristische Idee für Regionalzüge kommt aus China. Der Zug , der niemals stehen bleibt.

Die innovative Idee sieht vor, daß Züge nicht mehr stehen bleiben müssen um Passagiere ein-und aussteigen zu lassen. Die Lösung sieht ein am Dach des Zuges montiertes Shuttle vor, in das Passagiere einsteigen, wenn Sie aussteigen möchten . Am nächsten Bahnhof wird dieses einfach vom vorbeifahrenden Zug abgekoppelt und bleibt am Bahnhof stehen . Ebenso können einsteigende Passagiere in das Shuttle einsteigen und dieses wird im Vorbeifahren an den Zug angekoppelt.Das könnte bei Regionalzügen bis zu einem Drittel der Fahrzeit einsparen.

Sehen Sie das Video:

http://www.youtube.com/watch?v=0DfDOlUXEBo

 

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