Meine Top 5 Bücher für Zukunftsthemen
Weil ich die letzten Jahre viel Zeit zugebracht habe, viele Bücher zu lesen um mir eine Meinung abseits der leider nicht mehr unabhängigen Medien zu bilden, möchte ich eine Auswahl jener, die mich am meisten geprägt haben, hier veröffentlichen. Ich wünsche mir, dass sich wieder mehr Menschen Zeit nehmen, Wissen aufzusaugen und sich daraus eine Meinung bilden. Das gefährliche Halbwissen in wirtshausähnlichen Diskussionen hilft uns nicht weiter bei den anstehenden Entscheidungen.
H. Scheer: Der energethische Imperativ
Dieses Buch, sowie der Vorgänger Energieautonomie, sind wohl ein Must-read für alle, die sich mit dem Thema Energie der Zukunft beschäftigen. Es werden die Blockierer im System ebenso aufgezeigt, wie die volkswirtschaftlichen Chancen, die eine Energiewende beinhaltet. Beim Lesen dieser Bücher ärgere ich mich immer über die fehlende volkswirtschaftliche Ausbildung an Schulen und unter Politikern.
S.G. Jánsky, S.A. Jenzowsky: RULEBREAKER Wie Menschen denken, deren Ideen die Welt verändern
Die Geschichten der Entstehung von LEO, Aida und vielen noch eher unbekannten Querdenkern, die Systeme aufgebrochen haben, geben Mut an seine Ideen zu glauben, auch wenn alle anderen dies nicht tun. Wirklich lesenswert, wenn man nach Geschäftsmodellen der Zukunft sucht.
E. U. von Weizsäcker: FAKTOR FÜNF Die Formel für nachhaltiges Wachstum
Ein etwas schwereres Werk, wenn man es mit den beiden vorangegangenen populärwissenschaftlichen Büchern vergleicht, aber eben die Bibel im Effizienzbereich. Alles was uns umgibt könnte mindestens fünf mal so effizient gestaltet sein. Leider werden die tollen Beispiele aus dem Buch noch flächendecken umgesetzt, weil Energie aufgrund der Ausbeuterstrategie der Industrieländer schlichtweg zu billig ist.
Brand eins: Wie fördern wir das Richtige?
Das ist zwar kein Buch, aber eine überaus lesenswerte Ausgabe meines Lieblingsmagazines. Es zeigt mit vielen Beispielen auf, warum Subventionen manchmal das System mehr schädigen als sie nützen und dass eigentlich genug Geld für sinnvolle Förderungen vorhanden wären, aber Systembewahrer dies tunlichst zu verhindern wissen.
M. Popp: Speicherbedarf bei einer Stromversorgung mit Erneuerbaren
Die Doktorarbeit von Herrn Popp ist bestimmt das wissenschaftlichste unter den Büchern und ich muss zugeben, dass ich nicht das ganze Buch gelesen habe, weil für mich einfach zu technisch. Nichtsdestotrotz sind wertvolle Erkenntnisse enthalten, wie durch ein kluges Zusammenspiel von Sonnen- und Windenergie der insgesamt enorme und nicht finanzierbare Speicherbedarf optimiert werden und durch saubere Speicher wie zB. Ringwallspeicher (die natürlich auch ihre Macken haben) bewerkstelligt werden kann. Für mich ist es nun meine Nachschlagbibel für Speicherfragen.








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