Testbericht #3: LED-Solarleuchte Top!

PIR-Solar-LED-Außenleuchte mit Bewegungsmelder

Wie ihr wisst, habe ich vor geraumer Zeit die Serie “Solargadgets im Test” gestartet. Nach ernüchternden Tests von Handyladegeräten bin ich nun auf ein paar weitere Produkte hingewiesen worden. Eines davon diese LED-Solarleuchte von Conrad. Und endlich gibt’s was positives zu berichten – Sie funktioniert!! Hat aber mit 59,90 auch ihren Preis. Wobei wir ja gesehen haben, dass ein hoher Preis nicht unbedingt immer ein Garant für die Funktionalität ist.

Die Installation hat dann doch mein Bruder vorgenommen, weil ich handwerklich nicht so sonderlich begabt bin. Hier seine Einschätzung, die bis auf einen kleinen Schönheitsfehler sehr positiv ausfällt.

Die Top-Features

  • Der Scheinwerfer ist sehr gut und erzeugt helles kaltweißes Licht.
  • Der Bewegungsmelder erfasst ca. 8 m und das Licht schaltet sich während der eingestellten Betriebszeit tadellos an.
  • Sehr gute Leuchtkraft auch an nebeligen Tagen.
  • Die Ausleuchtung eignet sich sehr gut um Plätze im Garten oder vor der Garage so gut zu beleuchten, das man seine Wege oder seine Türschlösser optimal findet.
  • Der Akku der Leuchte wurde nicht verlötet sondern ist gesteckt das ist vor allem praktisch bei einem Tausch des Akkus.
  • Ein Hauptschalter zum Auschalten der Lampe ist vorhanden.
  • Scheinwerferteil und Bewegungsmelder lassen sich unabhängig von einander verdrehen.
  • Das Solarpanel ist sehr kompakt und mit ausreichend Kabel vorhanden.

Wo nachgebessert werden kann

  • Das Modul ist leider mit einem Winkelstecker ausgestattet. Dieser Winkelstecker erlaubt es nicht, das Kabel vom Modul in ein kleinerers Rohr als 28 mmmeinzufäden, was eine unauffällige Verbindung zwischen dem Modul und dem Scheinwerfer ohne zerschneiden des Kabels fast unmöglich macht.
  • Beim Bewegungsmelder sind die zwei Drehköpfe nur wenig beschriftet und lassen die Einstellung der Zeit und der Empfindlichkeit nicht einstellen sondern nur erahnen.

Fazit

Brauchbare, kompakte LED Leuchte mit Bewegungsmelder. Akku kann getauscht werden. Leuchtstärke und Radius des Bewegungsmelder sind mit acht Metern Reichweite und dem hellen Licht sehr gut an Garagen oder Wegen ohne Stromanschluss einsetzbar.

Wer noch mehr Erfahrungsberichte lesen will, kann das auch im Conrad Blog direkt tun.

Die Top 7 Energie Blogs

Top 7 Energie Blogs (c) sxc.hu | Jose Bernalte

Ausgelöst durch den Ärger über die inexistente Blogkategorisierung im Bereich der Energie Blogs habe ich ein kleines Crowdsourcing Projekt gestartet und ein Google Dokument eröffnet in das sich alle Energie Blogs selbst eintragen können. Dank Twitter zählt die Liste bereits 36 Einträge, was vermutlich die Hälfte aller Energie Blogs darstellt.  (Anm. Ich lasse mich gern eines besseren belehren, also weiter fleißig eintragen.)

Das 1. Blog Ranking im Energiebereich

Nachdem es in anderen Blogszenen so üblich ist, dass es untereinander auch Rankings gibt, versuche ich mich heute aufbauend auf die Daten in der Liste mit dem allerersten Ranking der Energie Blogs im deutschsprachigen Raum. Es soll der Startschuss für eine bessere Verlinkung der Szene und vor allem die Grundlage für ein professionelles Ranking (welches sicher nicht ich machen werde) darstellen.

Rankings sind immer subjektiv, je nachdem welche Kriterien man wählt. Ich erkläre deshalb meine Vorgehensweise genau und dadurch, dass die Liste öffentlich ist, ist jeder eingeladen seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen und eigene Rankings zu bauen. Dazu einfach das Sheet nutzen und weitere Kategorien einführen. Wir haben einiges nachzuholen, also keine falsche Scheu! Außerdem ist es wichtig, dass diese Liste noch länger wird, damit möglichst alle Blogs enthalten sind.

Ich-Form als Hauptkriterium

Das wichtigste Kriterium für mich war, ob der Blog zu einem Großteil in der ICH-Form geschrieben wird. Blogs waren schließlich ursprünglich Online-Tagebücher und Persönlichkeit ist einfach das Salz in der Informationssuppe. Newsportale  sind deshalb nicht im Ranking enthalten.

Ranking nach Google Page Rank und Alexa

Nachdem die “echten” Blogs identifiziert waren, habe ich die Links nach Google Page Rank sortiert. Hier kann man seine eigene Seite checken. Das Ranking geht von 0-10 mit 10 als Höchstpunkteanzahl. In meinem Ranking sind nur jene mit PR 4+5 enthalten.  Um dann auf eine genaue Reihung zu kommen, hab ich das Online Tool Alexa befragt, welches den sogenannten “Alexa Rank” abbildet.

Die Gewinner

1.Platz: Frischer Wind

Hier schreibt der Wirtschaftsinformatiker Christian Reinboth über die Energiewende.  Die Anzahl der Kommentare lässt  jeden anderen Energie Blog vor Neid erblassen und die Alexa Zahlen zeigen, dass es sich hier um den mit Abstand erfolgreichsten Energie Blog handelt. Zumindest unter denen, die sich im Google Doc eingetragen haben.

PR: 5/10
Alexa: 4116

2. Platz: energynet.de

Andras Kühl schreibt hier über Energiesparendes Bauen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien und hat es gerade noch ins Blogranking geschafft, da neben einigen Nachrichten auch viele ICH-Artikel erscheinen.

PR: 5/10
Alexa: 25109

3. Platz: Öko-Energie-Blog

Hier gehts wie ihr wisst um Erneuerbare Energie, Photovoltaik und Elektromobilität wo ich und einige andere Blogger ihre Meinung Kund tun. Dass es auch der ÖkoEnergie-Blog hat in diese Liste geschafft hat, freut mich natürlich besonders und der gute PR hat mich ehrlich gesagt selbst überrascht. Am Alexa Ranking  müssen wir aber noch arbeiten.

PR: 5/10
Alexa: 124573

4. Platz: 100% erneuerbar

Die 100 % erneuerbar Stiftung, welche von den juwi Gründern ins Leben gerufen wurde, betreibt diesen Blog und unterstützt die Energiewende, indem sie aufklärt, anregt und aufdeckt.

PR: 4/10
Alexa: 221.628

5. Platz: SOLARMEDIA

Der Autor Guntram Rehsche ist Ökonom und Journalist und widmet sich  mit diesem Blog der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft. Ein deutsches Alexa Ranking war bei den Plätzen 5-7 nicht mehr vorhanden, deshalb wurde das internationale für die Reihung herangezogen.

PR: 4/10
Alexa: NA

6. Platz: Wir Klimaretter

Hierbei handelt es sich um das Blogportal des Magazins “Klimaretter.info” wo die Autoren über ihre persönlichen Erfahrungen im Kampf gegen den Klimawandelt berichten. Es handelt sich um einen Multiautorenblog.

PR: 4/10
Alexa: NA

7. Platz: guensblog

Ein zweiter österreichischer Blog hat es mit einem PR von 4 in die Liste geschafft. Georg Guensberg schreibt dort über Erneuerbare Energien und vor allem Energiepolitik.

PR: 4/10
Al
exa: NA

Das wars mit dem allerersten Ranking der Energie Blog Szene. Alle Blogger im Google Doc sind nun aufgerufen über die Liste zu schreiben oder eigene Rankings zu erstellen damit wir es vielleicht schaffen eine komplette Liste aller DACH Blogs zu bekommen. Vergesst auch nicht, Blogs die euch gefallen in eure Blogroll aufzunehmen.

Wo ist die Kategorie Energie ver… noch mal??

Echt jetzt, sorry für die harten Worte, aber es nervt total. In keinem einzigen Blogverzeichnis gibt es die Kategorie Energie!! Ist das nicht bezeichnend? Das Thema ist so nonexistent, dass es nicht einmal als Kategorie unter 20 anderen Themen in Frage kommt.

Ich weiß jetzt auch wieder, warum ich es ständig vor mir hergeschoben habe, den Blog in sämtliche Verzeichnisse einzubauen. Weil ich jedes Mal vor dem Problem stand, dass es keine Kategorie dafür gab. Ist es nun Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft oder Technik?? Dabei gibt es doch mittlerweile viele Energieblogs, die vermutlich vor dem selben Problem stehen wie ich, oder etwa nicht?

Ich rufe nun: Blogverzeichnis.at, Blog-eintragen.de, Blogvz.eu, Blog-webkatalog.de, Blog.liste24.at, Bloggeralarm.com, Bloggerei.de auf, die Kategorie Energie oder Energie & Nachhaltigkeit aufzunehmen. Bei allen anderen Bloglisten, die ich jetzt nicht gefunden habe, würde ich mich natürlich auch freuen. Vielleicht könnte sich die neue Gruppierung um Blögger.at diesem Thema als erste offizielle Amtshandlung annehmen? Viele wären glaub ich sehr dankbar! Auch auf Xing stört mich das schon lange bei den Gruppen. Es gibt keine Kategorie dafür. Hat hier jemand einen Draht dorthin?

Da leider auch die Verlinkungen zwischen den Energieblogs so gar nicht funktionieren, was vielleicht daran liegt, dass sie einander nicht finden können, habe ich durch Anregungen aus Twitter spontan eine Energieblogliste auf GoogleDocs online gestellt. In unglaublich schneller Zeit haben sich Blogs aus Österreich und Deutschland eingetragen. Damit das auch weitergeht, möchte ich alle Leser bitten, die Liste zu teilen und wir vielleicht endlich auch gemeinsam an Themen arbeiten können und auch die Blogverzeichnisbetreiber sehen, dass es Sinn machen könnte, diese Kategorie einzuführen.

Testbericht #2 – SUNSEA ebenfalls gescheitert

Getestete SUNSEA Modelle Bilder: (c) SUNSEA

Nach dem letzten Beitrag wo ich den Solarcharger von A-Solar getestet habe, sind nun die Geräte von SUNSEA an der Reihe. Wieder vorab – leider nichts für mich! Ich hätte es wissen müssen. Solarladegeräte um ca. € 10,- können einfach keine gute Qualität haben. Bei der Herstellung in P.R.C. kosten sie vermutlich keine  € 3,-. Ich habe während der Recherchen auch Produkte anderer Firmen entdeckt, die genau gleich aussehen (hier die Rückseite, die dem 1250er Gerät gleicht), es handelt sich also vermutlich um White Label Produkte, die in Europa über viele Großhändler weiterverteilt werden.

Ich hatte zum Test ein Riesenpaket mit 10 verschiedenen Modellen bekommen. Die drei mit den höchsten Angaben der Milli-Ampere-Stunden und daher größten Erfolgschancen wurden getestet, die anderen sind noch ungeöffnet und liegen zur Abholung bereit, falls sich jemand selbst überzeugen möchte. Hauptsächlich Geräte für MP3 Player und Smartphones.

Dumm gelaufen – iPhone passt nicht in die Ladevorrichtung

Das Erste (1. v.l.), welches mit 2000 mAh angeschrieben war, fiel schnell aus der Wertung. Es war als Dock-In Station bzw. Hardcover für das iPhone gedacht. Leider passte das 3GS nicht in die Fassung obwohl es als passendes Gerät angegeben wird.

Zumindest als externer Akku brauchbar? – Leider nein

Das zweite (2.vl.) mit vermeintlichen 1250 mAh war vielversprechend. Es hat auf der Rückseite eine Anzeige (genau wie hier) wo der Ladefortschritt angezeigt ist. Als ich es endlich mal geschafft hatte, das Gerät mehrere Stunden (5-10 h) am Stück in die Sonne zu legen, war es schön zu sehen, wie sich der blaue Balken nach oben bewegt. Beim Anschließen an das Gerät war die Erfahrung dann aber wieder ernüchternd. Nur wenige % konnte mit dem in der Sonne aufgeladenen Gerät geladen werden. Für den Testbericht heute habe ich es  nocheinmal per USB aufgeladen um zu probieren, ob es zumindest als externer Akku taugt. Leider erkennt das iPhone das Gerät jetzt gar nicht mehr und eine Ladung ist nicht möglich. (weiterlesen …)

Google Insights meets Solar

Nach den etwas “schweren” Artikel der letzten Zeit habe ich heute eine kleine Spielerei und vielleicht ein nettes Marketingtool für so manchen Leser. Kürzlich habe ich das (für mich) neue “Google Insights” entdeckt. Mit diesem Tool kann man sogenannte Suchvolumenmuster über bestimmte Regionen, Kategorien, Zeiträume und Webdienste hinweg vergleichen. Ich hab natürlich gleich die Begriffe Photovoltaik und Solar gesucht und wollte wissen, wo die Begriffe in Österreich am häufigsten vorgekommen sind. So konnte ich einiges über unser Land lernen.

Wer sind die “Solar” Bundesländer?

Wenn man bei Google Insight das Wort “Solar” und “Österreich” eingibt, sieht man untenstehendes Bild. Wer will kann auch selbst direkt “mitspielen”. Was sagt das nun aus? Hier meine Meinung dazu, freu mich aber wie immer über eigene Ansichten im Kommentarfeld.

Suchanfrage: Solar auf Google Insights

 

  • Derzeit wird das Wort “Solar” in Oberösterreich am häufigsten gesucht. Könnte es an der schwarz-grünen Regierung liegen, dass das Bewusstsein gestiegen ist?
  • Zum ersten Mal relevante “Suchaufkommen” gab es Anfang 2006 in Tirol und Oberösterreich (es gibt eine wirklich geniale Zeitreihenfunktion. Mir kommt das etwas spät vor, also diesen Teil müsste man vielleicht nochmal hinterfragen, es ist aber durchaus möglich, dass bis dahin wirklich alles auf persönlicher Basis weitergegeben wurde.
  • Das Burgenland liegt an 2. Stelle, was vermutlich der Vorbildregion Güssing zu verdanken ist. Es zeigt wieder auf, wie viel wirksamer positive Vorbilder als jede Förderung sind.
  • Wien und Salzburg liegen an letzter Stelle. Wien ist relativ leicht erklärbar. Durch die urbanen Strukturen war das Thema Solar bislang in Städten nicht relevant, bei Salzburg hab ich jedoch keine Erklärung, außer dass beide seit Jahren von der SPÖ regiert werden. Bitte das als völlig wertfrei aufzufassen, das ist lediglich eine Beobachtung.
  • Von April bis August 2010 war das mit Abstand höchste Suchaufkommen nach “Solar” in den meisten österreichischen Bundesländern. Damals dürften viele Länder Förderaktionen ausgeschrieben haben. Auch hier ist Salzburg aber weniger relevant.

Wer hat den Begriff Photovoltaik am öftesten gegoogelt?

Nun nehmen wir natürlich auch noch den Begriff Photovoltaik unter die Lupe. Hier kann man wieder selbst mitmachen.

Suchanfrage: Photovoltaik auf Google Insights

 

  • Beim Suchbegriff “Photovoltaik” sind wieder das Burgenland und Oberösterreich ganz vorne. Diesmal aber in umgekehrter Reihenfolge. Danach kommen Steiermark und Niederösterreich.
  • Auffällig ist, dass dieses mal der Abstand zwischen dem 1. und 2. Platz deutlich größer ist. Man könnte jetzt vermuten, dass außer im Burgenland dieses Wort in den anderen Bundesländern noch nicht so bekannt ist und die Bürger im Burgenland durch Güssing einfach schon viel stärker sensibilisiert sind.
  • Wie auch bei “Solar” sind Wien und Salzburg wieder an letzter Stelle.
  • Die Betrachtung im Zeitverlauf zeigt, dass die ersten Häufungen von Suchanfragen erst Anfang 2009 aufgetreten sind. Man sieht also wie unglaublich jung das Thema in Österreich ist.
  • Beim Zeitverlauf wird das Burgenland nicht miteinbezogen, also ist auch hier wieder Vorsicht geboten.

Gesellschaftlich ist Photovoltaik in Österreich erst 2,5 Jahre jung

Ich finde vor allem die Zeitreihenanalyse sehr spannend, weil man enorm gut sieht, wann und wo sich Ideen oder eben Begriffe in der Gesellschaft verbreiten. Ich habe dieselben Suchbegriffe auch in Deutschland eingegeben und dort gab es 2004 bereits eine starke Häufung der Suche nach “Photovoltaik”. Kein Wunder, damals wurde das EEG in Deutschland dahingehend novelliert, dass PV-Anlagen wirtschaftlich interessant wurden. Erst fünf Jahre später haben auch in Österreich mehr Menschen nach dem Begriff gesucht. Gesellschaftlich ist diese Technologie also erst 2,5 Jahre “hier” und jetzt fängt das Kind auch tatsächlich an zu laufen. Ich freu mich aufs Helfen beim Erwachsen werden, wenn ich mir den großen Bruder anschaue, der jetzt mit 7 Jahren schon so reif geworden ist ;-)

 

Testbericht #1 AM110 Platinum Charger

A-Solar Charger im Test Quelle: A-Solar

Wie angekündigt habe ich eine Testreihe für solare Gadgets gestartet. Mein erstes Opfer (im wahrsten Sinne des Wortes) war der AM 110 Platinum Charger von A-Solar.

Ich hatte das Gerät freundlicherweise von A-Solar gratis zu Verfügung gestellt bekommen und es kam pünktlich vor meinem Urlaub an. Noch dazu war das in den einzigen beiden Wochen, wo es wirklich sonnig war. Die perfekte Zeit also für einen Solarcharger – sollte man meinen… ich wurde leider vom Gegenteil überzeugt.

Die Spannung macht die Musik

Am See angekommen packte ich das Gerät aus und steckte es gleich mal an mein 3GS. Man verwendet dafür das Original Apple-Kabel. Auf der Packung stand “precharged”, was bedeutet, dass das Gerät einmal mit normalem Strom aufgeladen wurde. Hier kommt vielleicht das erste Aha-Erlebnis. Aufgeladen? Ja – fast alle Solarladegeräte sind mit einer kleinen Batterie ausgestattet und können auch über USB aufgeladen werden. In einer perfekten Welt würde ich mir ein Solarladegerät  so vorstellen, dass ich das Ding in die Sonne lege, mein Handy anstecke und der Strom direkt fließt. Diese perfekte Welt gibt es leider noch nicht, weil die Fläche von den kleinen Ladegeräten dafür anscheinend zu klein ist und der Strom erstmal kumuliert werden muss um dann eine ausreichend hohe Spannung zu haben, damit das Handy geladen werden kann. Das Thema Spannung ist ein zentraler Punkt beim Kauf eines Solarladegerätes. Leider lernt man normalerweise nur wenig über Ampere und Volt, deshalb ist das etwas schwer zu verstehen. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen durch den Test etwas Spannungslehre zu studieren und werde Sie dann an meinen Erkenntnissen teilhaben lassen.  Jetzt aber zurück zum Test.

Piepsen als Begleiterscheinung beim Laden

Der Beginn der Ladung verlief anfangs problemlos. In nur 20 Minuten waren schon 20% Ladung geschafft. Dann gings leider los mit den Problemen. Nach einer Weile verringerte sich der Ladewert wieder und es sah so aus, als würde das iPhone plötzlich das Ladegerät aufladen. Außerdem fing es an wie wild zu piepsen, bis es dann den Ladevorgang von selbst beendete.  Jedenfalls musste ich davon ausgehen, dass die Batterie des Ladegeräts erstmal leer war. Halb so schlimm, ich kann es ja wieder aufladen – es war ja supersonnig. Schaut man dann in die Bedienungsanleitung sieht man jedoch, dass das Laden durch die Sonne 11-14 Stunden dauert!!  Jedenfalls habe ich es die nächsten Tage immer 3-6 Stunden in die Sonne gelegt. Einmal habe ich es sogar geschafft, dass ein grünes Licht bei der Aufladeanzeige aufleuchtete. Gebraucht hab ich es aber erst ein paar Tage später und da hat es sich zwischenzeitlich wohl wieder ein wenig entladen. Das Ergebnis: Nach 3% Ladung ging das piepsen wieder los und die Ladung war vorbei. Das wiederholte ich dann noch ein paar mal, leider immer mit demselben Ergebnis.

Fazit

Die Erfahrungen mit dem AN 110 Platinum Charger waren nicht wirklich zufriedenstellend. Vielleicht lag es daran dass ich ein iPhone verwendet habe und Apple sicher irgendwelche Schutzmaßnahmen integriert hat, die nicht Apple-Geräte erkennt und abstößt. . Mit einem Preis zwischen € 30,- und € 50,- ist es definitiv zu teuer, da es wohl eher lediglich als externes Ladegerät verwendet werden kann und da gibt es deutlich günstigere. Die Bedienungsanleitung ist auch etwas dürftig. Eine Detailbeschreibung der Anzeige habe ich zum Beispiel vergeblich gesucht.

Spezifikationen

Hier noch die Spezifikationen, die bei jedem Gerät dabei stehen. Ich werde in einem abschließenden Artikel, die einzelnen Punkte erklären und hinweisen, welche der V/A Angaben wirklich entscheidend für den Kauf sind. Das kann ich aber erst, wenn ich ein Gerät gefunden habe, das funktioniert ;-)

  • Solarpanel: 120mA @ 5.5V
  • Kapazität: 3,7V/ 1800mAh
  • Grösse: 13x7x2cm
  • Gewicht: 120g
  • Ausgang: USB, 1000mA @ 5V
  • Eingang: Micro USB, 400mA @ 5V
  • Handy Ladezeit: 2-3 hours
  • Sonnenlicht Ladezeit: 12-15 Stunden
  • USB Ladezeit: 3-5 Stunden

 

Solargadgets im Test

Solarhubschrauber von Sol-Expert

Begonnen hat alles auf einer Messe mit diesem kleinen Hubschrauber von Sol-Expert. Der fein verarbeitete Solarhubschrauber hat viel Aufmerksamkeit bekommen. Mich hat er vor allem deshalb beeindruckt, weil es scheint, als wären hier zur Abwechslung mal richtig gute Zellen verwendet worden und nicht einfach Abfall, wie bei vielen anderen Geräten.

Damals beschloss ich, mir einige Solargadgets zu besorgen und die Testergebnisse hier zu veröffentlichen. Mittlerweile haben sich schon ein paar Geräte  angesammelt. Ich beginne bei den Tests mit Handyladegeräten, da es für mich als notorische Aufladevergesserin einen echten Nutzen darstellen würde, wenn ich immer und überall ein Ladegerät an der Hand hätte. Ich habe außerdem von vielen Leuten gehört, dass “das alles” ja gar nicht funktioniert.

Im Moment teste ich Geräte von A-Solar und Sunseaenergy.  Die Berichte werden in den nächsten Wochen online gehen.

Falls Sie Ideen haben, welche Ladegeräte ich noch ausprobieren könnte, oder Sie immer schon wissen wollten, ob ein bestimmtes Produkt etwas taugt, schreiben Sie bitte einen kurzen Kommentar, damit ich es in den laufenden Test vielleicht noch integrieren kann.

Kollektor oder Modul? – Bildanleitung für Journalisten

Solarthermiekollektor und Photovoltaikmodul auf einem Dach | Quelle: BSW Solar

Es ist ja tatsächlich nicht so einfach als Außenstehender, aber trotzdem ärgere ich mich, wenn bei Medienfotos die Themen Photovoltaik und Solarthermie nicht auseinander gehalten werden. Sehr oft sind bei Berichten über Solarthermie Photovoltaikmodule abgebildet und manchmal auch Solarkollektoren bei Berichten über Photovoltatik. Ersteres viel häufiger, weil die Bilddatenbanken voll sind mit PV-Bildern und gute Thermiebilder nur schwer zu finden sind. Hier ein besonderes Schmankerl aus dem Kurier. (Im unteren Teil geht aus ausschließlich um Solarthermie; es werden aber PV-Fotos verwendet. Außerdem ist von SolarZELLEN die Rede, die überhaupt nur bei PV zum Einsatz kommen.) Das wäre fast etwas für Kobuk!

Wie sollen sich also die Bürger auskennen, wenn es die etablierten Medien schon nicht schaffen, die richtigen Bilder zu transportieren. Nachdem ich mir vor kurzem ein großes Ziel gesetzt habe und erreichen möchte, dass jeder Österreicher und jede Österreicherin den Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik kennt und erkennt, gibt’s heute eine erste Bildeinführung. Vielleicht verirrt sich ja der eine oder andere Journalist bei der Suche nach Fotos auf diese Seite und kann dann das richtige Bild auswählen. Im Grunde ist es recht einfach.

Zuerst die Basics

SolarthermieKOLLEKTOREN erzeugen warmes/heisses Wasser. Sie sammeln die WÄRME aus der Sonne im Wasser oder anderen Flüssigkeiten. Daher heisst es auch Kollektor und wird NUR im Zusammenhang mit Solarthermie verwendet. Es gibt Flachkollektoren und Röhrenkollektoren.

PhotovoltaikMODULE wandeln das LICHT der Sonne in elektrischen Strom um. Sie bestehen aus Solarzellen.

Die Bilder, die ich in der folgenden Bildanleitung verwende, sind aus verschiedenen Bilddatenbanken. Wenn man auf das Bild klickt, kommt man zum Originalbild.

Die Solarthermie-Familie

Flachkollektoren – “Die mit den Rohren”

Solarthermie Flachkollektor | Quelle: sxc.hu

Bild Nummer eins zeigt einen klassischen Flachkollektor. Man sieht hier deutlich, dass keine Zellen im Spiel sind und lediglich über ein beschichtetes Blech das Wasser erwärmt wird.  Ebenfalls ersichtlich ist, dass die Kollektoren mit Röhren zusammengeschlossen sind, wo das Wasser weiterfließen kann. (weiterlesen …)

Sonnenchallenge Ergebnisse

Alle Teilnehmer der 16h Sonnenchallenge

Die spontane Sonnenchallenge zu Sommerbeginn hat funktioniert. In wenigen Stunden war die Aktion auf sämtlichen Kanälen verbreitet und sogar in einem Emailverteiler wurde zum Mitmachen aufgerufen. Danke an alle Beteiligten für die Mithilfe. Die Ausbeute von sieben eingetragenen Anlagen und wertvolle Kommentare zeigen mir, dass eine solche Aktion – etwas länger vorbereitet – durchaus Potential hätte Breitenwirkung zu erzeugen. Die Ergebnisse finde ich auch spannend weil ganz gut sichtbar wird, was eine solche Anlage leistet. Ich möchte die Ergebnisse trotzdem teilweise erläutern und werde absichtlich einige grundlegende Dinge dazu erklären. Profis also bitte gleich mal wegschauen, aber ich möchte dazu beitragen die “Black Box Energie” etwas aufzuhellen.

Zur Erklärung der einzelnen Spalten:

Nennleistung der Anlage:

Hier sollte die Anlagengrössee eingetragen werden. Neben sehr kleinen Anlagen (2,6kWp), die für die Versorgung eines Haushalts reichen, wurden auch grössere Anlagen eingetragen (29,7kWp). Erstaunt war ich über die Anlage in Grafenwörth über 60kWp. Ich weiß, die Deutschen lachen jetzt wieder, aber für Österreich ist das echt groß!

Weil es hier auch einige PV-Beginner Leser gibt, werde ich auch nochmal dieses ominöse kWp erklären:

In der Photovoltaik wird die maximal mögliche Leistung eines Solargenerators bei Standardtestbedingungen als Peak-Leistung definiert, sie wird in Watt gemessen und als Wp (Watt, Peak) angegeben. Als Standardbedingung wird eine optimale Sonneneinstrahlung von 1000 Watt pro Quadratmeter angesetzt. (1000 W/qm Einstrahlung bei 25°C und 1,5 Air Mass) (Quelle: Solarserver)

Wenn Testbedingungen gegeben sind (was fast nicht möglich ist), sollte eine 1kWp Anlage 1000 Watt zu einem gegebenen Zeitpunkt leisten. Leider gibt es keinen Eintrag für 12 Uhr. Bei der ersten Anlage sieht man aber recht schön, dass um 14:00 eben fast dieser Wert erreicht wurde: 29,7 kWp und 27030W oder 27,03kW um 14:30. Bei manch anderen Anlagen wird dieser Wert nicht erreicht, was aber verschiedenste Gründe haben kann (Uhrzeit, Ausrichtung, Wolken, Neigung…). (weiterlesen …)

16 h Sonnenchallence – Wie viel schafft die Sonne heute?

Ich habe soeben eine Challenge auf www.dachgold.eu gestartet:

Heute ist der 21. Juni. Der längste Tag des Jahres. Im Radio wurden vorhin verkündet: 16 h Sonne!! Das brachte mich auf eine Idee: Wie wäre es, zu sehen, wie viel Strom die Anlagen der deutschsprachigen Länder heute produzieren werden. Ich starte deshalb eine spontane Challenge und rufe alle Anlageninhaber in Österreich, Deutschland und der Schweiz auf, die heutige Leistung ihrer Anlage hier einzutragen. Die Idee ist wirklich vor ca. 5 Minuten entstanden und ich bin gespannt wie viele dieser Aufruf erreichen wird, und wie viele mitmachen werden. Ich freue mich natürlich auch über Blogger, die ebenfalls aufrufen.

Mitmachen ist ganz einfach:

Einfach hier im Spreadsheet eintragen und zwar sowohl die Leistung der Anlage zu genau diesem Zeitpunkt und abends die Tagesleistung. Ich hoffe ihr habt alle eure Online-Überwachungssysteme auf die ihr zugreifen könnt.

Ziel der Aktion ist eine Sichtbarmachung von Sonnenstrom. Es gibt noch immer viel zu viele Menschen, für die das Thema nicht greifbar ist. Dabei ist es so einfach: Die Sonne scheint: Der Strom fließt!

Bild: Fotolia (c) Daniel Schoenen