Biomasse
Als Biomasse wird die gesamte durch Pflanzen und Tiere erzeugte organische Substanz bezeichnet. Grundsätzlich wird zwischen fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse unterschieden. In Österreich wird vorwiegend (rund 70 %) die feste Form genutzt. Dazu zählen neben holzartigen Produkten wie Industrierestholz, Hackgut oder Holzpellets auch Stroh, Schilf und andere halmgutartige Energiepflanzen.
Die in der Biomasse biochemisch gebundene Sonnenenergie wird als erneuerbarer Energieträger für die Gewinnung von elektrischer Energie genutzt. Bei der Verbrennung von Holz, Pflanzen oder organischen Abfällen wird diese gespeicherte Energie wieder freigesetzt. Dabei wird nur die Menge an CO2 ausgestoßen, die von den Pflanzen zuvor mittels Photosynthese aus der Atmosphäre entzogen wurde. Dadurch entsteht ein geschlossener Kreislauf, der den CO2-Gehalt der Atmosphäre insgesamt nicht erhöht. Die Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung ermöglicht also eine ausgeglichene CO2-Bilanz.
Als heimischer Rohstoff bietet Biomasse zudem die Chance, die Unabhängigkeit gegenüber Energieimporten zu erhöhen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung und somit den Standort Österreich zu fördern.
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