Glossar
Biogas ist ein Gemisch aus Kohlenstoffdioxid und Methan. Es entsteht bei der anaeroben (sauerstofffreien) Vergärung von organischem Material wie beispielsweise Pflanzenüberresten oder tierischen Exkrementen, und wird in speziellen Biogasanlagen produziert. Der Energiegehalt von Biogas ist direkt vom Methangehalt abhängig. Im Vergleich zu konventionellem Erdgas, das bis zu 99 % Methan enthält, weist Biogas je nach Ausgangsstoff einen Methangehalt zwischen 52 % und 70 % auf.
Biogas wird zur Energieerzeugung als Brennstoff in Blockheizkraftwerken genutzt. Der erzeugte Strom wird größtenteils als Ökostrom ins Netz eingespeist. Die bei der Verbrennung des Biogases anfallende Abwärme wird meist betriebsintern für Beheizungs- oder Trocknungszwecke verwendet. Als Nebenprodukt entsteht bei der Biogasproduktion zudem hochwertiger Dünger.
Bei entsprechender Aufbereitung auf Erdgasqualität ist es möglich, Biogas auch direkt in das bestehende Erdgasnetz einzuspeisen. Dann kann es für die Wärmeerzeugung aber auch als Treibstoff genutzt werden.
Aufgrund der Unabhängigkeit von Sonne und Wind stellt Biogas eine sinnvolle Ergänzung im Energiemix der erneuerbaren Energieträger dar.
Eine Auswahl erfolgreich umgesetzter Biogas-Projekte der Raiffeisen-Leasing finden Sie hier.
Windkraft
Als Windkraft wird die kinetische Energie der strömenden Luftmassen in der Atmosphäre bezeichnet. Sie ist eine indirekte Erscheinungsform der Sonnenenergie und wird mit Hilfe von Windkraftanlagen in elektrische Energie umgewandelt. Aufgrund der Unregelmäßigkeiten des Windes kann die gewonnene elektrische Energie meist nur mit Hilfe der Regelungskapazität eines Speicherkraftwerks für die kontinuierliche Energiebereitstellung genutzt werden.
Um die Windenergie für die Stromerzeugung effizient nutzen zu können, sollten als Standorte für Windkraftanlagen ausschließlich Gebiete (am Land sowie auf See) mit ausreichend hoher Windgeschwindigkeit herangezogen werden. Deshalb muss ein besonderes Augenmerk auf die landschaftlichen Gegebenheiten gelegt werden. Hier kommt es vor allem auf Rauhigkeiten an, welche die Reibung der Luft an der Erdoberfläche beschreiben. Solche Rauhigkeiten sind beispielsweise Bauwerke, Hügellandschaften, Waldstücke und Windgürtel - alles Dinge, die den Windstrom beeinflussen können. Während die Windkraft in Küstenregion normalerweise sehr hoch ist, nimmt sie landeinwärts eher ab.
Da Windkraftanlagen bei der Stromerzeugung fast keine Emissionen erzeugen, leistet die Windenergie einen wertvollen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstoßes und stellt eine sinnvolle Ergänzung der erneuerbaren Energieträger dar.
Einen Überblick über erfolgreich umgesetzte Windkraft-Projekte der Raiffeisen-Leasing finden Sie hier.
Bioöl
Zur Gewinnung von Bioöl werden die Samen von Ölpflanzen, beispielsweise Raps, Sonnenblumen oder Soja, in einer Ölmühle gepresst und anschließend gereinigt. Der bei diesem Vorgang als Nebenprodukt anfallende Presskuchen kann entweder zur Energiegewinnung verbrannt oder als Tierfutter eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit zur Erzeugung von Bioöl besteht durch die Nutzung von Altspeiseölen aus der Industrie.
Da Pflanzenöl einen ähnlich hohen Heizwert wie Heizöl aufweisen kann, gleichzeitig aber vergleichsweise geringere Emissionswerte besitzt, wird es oft als Brennstoff in Blockheizkraftwerken genutzt. Dabei wird das Bioöl in einer Aufbereitungsanlage motorenfähig gemacht und in stationären Schwerölmotoren verbrannt. Der dabei entstehende Strom wird direkt in das Energienetz eingespeist. Da die Abwärme des Motors an Fernwärmenetze oder Gewerbeparks abgegeben werden kann, erzielt ein derartiges Blockheizkraftwerk einen sehr hohen Gesamtwirkungsgrad.
Da zur Erzeugung von Bioöl vorrangig biologische, nachwachsende Rohstoffe herangezogen werden, wird bei der Verbrennung nicht mehr CO2 abgeben, als die Pflanzen zuvor während des Wachstums aus der Atmosphäre entnommen haben.
Eine Auswahl erfolgreich umgesetzter Bioöl-Projekte der Raiffeisen-Leasing finden Sie hier.
Biotreibstoffe
Biotreibstoffe lassen sich durch Gärung aus den verschiedensten organischen Basisstoffen, wie pflanzlichen Abfällen aus der Landwirtschaft oder aus gezielt angebauten Energiepflanzen herstellen.
Biogas entsteht bei der anaeroben Vergärung von Biomasse. Bei entsprechender Aufbereitung zu Erdgasqualität kann Biogas auch als Treibstoff eingesetzt werden.
Pflanzenöl wird aus den Samen von Ölpflanzen gewonnen. Es kann sowohl direkt oder nach Veresterung zu Biodiesel als Kraftstoff genutzt werden.
Für die Bioethanol-Produktion werden neben stärkehaltigen Pflanzen, wie Weizen, Roggen und Mais, in Europa vor allem auch Zuckerrohr und -rüben verwendet. Wie herkömmlicher Alkohol wird auch Bioethanol durch Fermentation aus Zuckern gewonnen. Bei der anschließenden Destillation wird aus dem bestehenden Ethanol-Wasser Gemisch reiner Alkohol gewonnen – Bioethanol. Bioethanol kann normalem Benzin beigemischt oder direkt als Treibstoff verwendet werden.
Da die pflanzlichen Rohstoffe, die die Grundlage für die Produktion von Biotreibstoffen darstellen, fast überall angebaut werden können bzw. etwa in der Waldwirtschaft als Abfallprodukte anfallen, ist eine entsprechend hohe Versorgungssicherheit gegeben. Vor allem für Länder, die über keine eigenen Erdölvorräte verfügen, sind sie daher sehr interessant.
Biotreibstoffe reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Weitere Informationen rund um das Thema Biotreibstoffe sowie zu den Aktivitäten der Raiffeisen-Leasing in diesem Bereich finden Sie hier.
Biomasse
Als Biomasse wird die gesamte durch Pflanzen und Tiere erzeugte organische Substanz bezeichnet. Grundsätzlich wird zwischen fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse unterschieden. In Österreich wird vorwiegend (rund 70 %) die feste Form genutzt. Dazu zählen neben holzartigen Produkten wie Industrierestholz, Hackgut oder Holzpellets auch Stroh, Schilf und andere halmgutartige Energiepflanzen.
Die in der Biomasse biochemisch gebundene Sonnenenergie wird als erneuerbarer Energieträger für die Gewinnung von elektrischer Energie genutzt. Bei der Verbrennung von Holz, Pflanzen oder organischen Abfällen wird diese gespeicherte Energie wieder freigesetzt. Dabei wird nur jene Menge an CO2 ausgestoßen, die von den Pflanzen zuvor mittels Photosynthese aus der Atmosphäre entzogen wurde. Dadurch entsteht ein geschlossener Kreislauf, der den CO2-Gehalt der Atmosphäre insgesamt nicht erhöht. Die Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung ermöglicht also eine ausgeglichene CO2-Bilanz.
Als heimischer Rohstoff bietet Biomasse zudem die Chance, die Unabhängigkeit gegenüber Energieimporten zu erhöhen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung und somit den Standort Österreich zu fördern.
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Photovoltaik
Als Photovoltaik wird die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrischen Strom bezeichnet. In den, meist aus Silizium bestehenden Solarzellen, werden unter Zufuhr von Licht oder Wärme positive und negative Ladungsträger freigesetzt. Durch diesen, Photoeffekt genannten Prozess wird Gleichstrom erzeugt. Falls die Sonnenenergie ins öffentliche Netz eingespeist werden soll, muss diese mit Hilfe eines Wechselrichters in Wechselspannung umgewandelt werden.
Photovoltaik bietet auch die Möglichkeit, verbraucherunabhängig vom Stromnetz, beispielsweise Motoren direkt anzutreiben oder Akkus aufzuladen.
Die Vorteile der Photovoltaik sind die einfache technische Struktur derartiger Anlagen und der sich nicht aufwändig gestaltende Betrieb. Aufgrund der Beschaffenheit der Technologie ist es möglich den energetischen Ertrag relativ genau vorherzusehen.
Die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen ist von den Errichtungskosten, den globalen Einstrahlwerten am jeweiligen Standort, der verwendeten Technik und der gültigen Einspeisevergütungen abhängig.
Eine Auswahl erfolgreich umgesetzter Photovoltaik-Projekte der Raiffeisen-Leasing finden Sie hier.
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gefunden werden: finde ich nicht so schelcht, gute ideen. lg
Cornelia Daniel: coole Idee! Die "Last-Mile" Thematik ist in ...








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