Ausstieg aus der Atomenergie zahlt sich aus

Was ich an Amerikanern immer so beeindruckend finde ist der Umstand, dass sie Dinge sehr einfach darstellen können. Diesmal hat mir Peter Drössler ein Video über Facebook weiterempfohlen in dem sehr schön erklärt wird, warum es ökonomisch keinen Sinn macht, Atomenergie weiter als Energiequelle zu nutzen. Mehr noch: kluges und nachhaltiges Wirtschaften mit erneuerbarer Energie kann sogar den Ausstieg aus der Atomkraft finanzieren.

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Das Wendejahr 2010: Solarenergie billiger als Atomenergie

NCW-SolarReportWie heise.de berichtet, soll gemäß einer US-amerikanischen Studie die Solarenergie nun erstmals billiger geworden sein als Atomenergie. Die Studie aus North Carolina umfasst einen Zeitraum von Ende der Neunziger Jahre und interpoliert eine Kostenentwicklung der beiden Technologien bis ins Jahr 2020. Die Studie will damit nachweisen, dass die Neuerrichtung von Atomkraftwerken jedenfalls teuerer sein wird als die Nutzung von Solarenergie – selbst bereits bei heutigem Technologiestand. Hinzu kommt, dass die Atomkraft ohnehin nie abschätzbare zukünftige Risikokosten beeinhaltet hat, die sich einer vernünftigen Bewertung ohnehin immer entzogen haben (vgl. Tschernobyl).

Eine weitere gute Nachricht wie ich finde: Diese Studie könnte vielleicht dazu beitragen, neuerlich aufkommende Atomenergievisionen in das Reich des Absurden zu verbannen.

Atomenergie hat leider eine lange Zukunft

atommuell.jpg439 Atomkraftwerke weltweit prodzieren Atommüll, der für die nächsten 6.000 (!) Generationen sicher aufbewahrt werden müsste. Selbst die optimistischsten Techniker halten dies für unmöglich und deshalb sucht man weltweit nach absolut sicheren Endlagerstätten, die den Müll 250.000 Jahre verwahren – also selbst dann noch, wenn sich niemand auf dieser Erde mehr daran erinnert, was da von uns Menschen im 20. und 21. Jahrhundert produziert wurde. Derzeit gibt es kein einziges Endlager auf diesem Planeten. Statt dessen werden die strahlenden Abfälle irgendwo gelagert – z.B. in Sewersk in Sibirien wie der Tagesanzeiger berichtet. Auch dort hat Atomenergie jedoch eine lange ungeklärte Zukunft.

Wenn wir also auf eine nachhaltige Energiewirtschaft setzen und z.B. auch das Thema Elektromobilität von der Energiebilanz her zukunftssicher gestalten wollen, müssen wir auch dieses Problem lösen und zwar europa- und weltweit!

Quelle: 3sat auslandsjournal

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