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Tag ‘Auto’

Über Energie und Effizienz

veröffentlicht am 12.07.2010 um 23:12 von Jörg Bönisch (Raiffeisen-Leasing) icon 2 Kommentare, keine Trackbacks

Die Fragen, mit denen ich mich in letzter Zeit ein wenig auseinander gesetzt habe sind: “Was ist eigentlich Energie-Effizienz, was bedeutet es, dass ein Benziner 20% Wirkungsgrad hat, was passiert mit den anderen 80%?”

Ein wenig ausgeholt, ein physikalischer Grundsatz: Energie kann nicht vernichtet, sondern nur umgewandelt werden bzw. Energie kann durch Umwandlung freigesetzt werden. Das bedeutet, dass eine gewisse Menge Energie im Treibstoff gespeichert sein muss, die man durch Verbrennung in mechanische Energie umwandeln möchte. Wenn man ein wenig googelt findet man Energiewerte für Benzin von ca. 8,6 kWh je Liter, bei Diesel sind es ca. 9,8 kWh.

Wieviel Energie benötigt man, wenn man ein Auto bewegen will?

Diese Frage ist von einigen Faktoren abhängig: vom Gewicht, vom Rollwiderstand, von der Frontfläche und vom Luftwiderstand (cw-Wert) des Fahrzeugs. Außerdem ist das Ganze abhängig von der Geschwindigkeit, also ein durchaus komplexer Zusammenhang. Im Internet habe ich dazu einen Rechner gefunden: auto.pege.org Spielt man ein wenig damit, findet man heraus, dass 20% Wirkungsgrad realistisch schwierig zu erreichen sind.
Nun gut, nicht mal 20% der im Benzin gespeicherten Energie werden also in mechanische Energie umgewandelt. Die restlichen 80% verpuffen als Wärme in der Atmosphäre.

Aber wieviel ist das eigentlich?

Wenn man mit 15-25.000 km pro Jahr und einem Verbrauch zwischen 6 und 12 Liter Benzin oder Diesel rechnet, heizt man die Umwelt mit ca 15.000 kWh auf. Das entspricht dem Heizbedarf eines durchschnittlichen Einfamilienhauses, an Niedrigenergiehäuser möchte ich da gar nicht denken.

Ich rechne das einmal Milchmädchenmäßig hoch:
In Österreich fahren heute ca. 5,9 Millionen Fahrzeuge, also: 5,9 Mio. Fahrzeuge mal 15.000 kWh = 88,5 TWh Heizleistung. (1 TWh [TerraWattStunde] = 1.000.000 kWh)
Ich finde das erschreckend viel.
Im Vergleich dazu strahlt die Sonne im Jahresschnitt auf die Fläche von Östereich mit einer Energie von ca. 300 TWh. 80 EWh. Durch das Fahren mit fossilen Treibstoffen heizen wir die Umwelt zusätzlich auf.

Ein anderer Vergleich: Der Stromverbrauch Österreichs betrug im Jahr 2008 63,454 TWh. (www.umweltbundesamt.at)

Quellen:
www.statistik.at

www.desertec.org
de.wikipedia.org
de.wikipedia.org
auto.pege.org

Öl reicht nur noch 29 Jahre (Update 02.04.2010)

veröffentlicht am 02.04.2010 um 20:28 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Entwicklung der Rohölpreise (Quelle: www.tecson.de)28. Mai 2009: Bislang unbeobachtet von der medialen Öffentlichkeit ist der neuerliche Anstieg des Ölpreises. Eine sehr übersichtliche Grafik zeigt die Entwicklung der Rohölpreise auf dem Weltmarkt. Und da geht es - ähnlich wie in den vergangenen Jahren steil bergauf. Der Ölpreis hat somit derzeit wieder den höchsten Wert seit 6 Monaten erreicht. Noch liegt der Preis unter den Vergleichswerten von 2007 und 2008. Sieht man sich aber die Steigung an, dann wird man im Juli bereits die Preise von 2007 übertroffen haben. Und da war bekanntlich von Wirtschaftskrise noch keine Spur. Wieder ein deutliches Indiz dafür, sich rasch vom Öl unabhängiger zu machen. Denn: Es wird nicht lange dauern, bis sich der steigende Ölpreis an der Zapfsäule bemerkbar macht.

11.06.2009 (Update zum Blogeintrag): Nun Anfang Juni 2009 stehen wir bei einem neuen 8-Monatshoch beim Ölpreis. Beim Klick auf die Grafik wird jeweils der aktuelle Ölpreisstand angezeigt. Georg Günsberg liefert in seinem Blogbeitrag “Die vergessene Energiekrise” noch weitere sehr interessante Hintergrundinformationen.

22.06.2009 (Update): Ich habe mir gerade wieder die Ölpreisentwicklung der letzten Tage - heute lag er bei 68 USD - angesehen. Ich bin kein Chartanalyst, aber ich sage jetzt einfach mal den Ölpreis für die nächsten drei Wochen voraus: Mitte Juli wird er die 80 USD Marke überschreiten - so wie ich die Entwicklung interpretiere …

20.10.2009 (Update): Nun ist meine Prognose vom Juni nicht eingetroffen - noch nicht. Im Juli ging es dann doch wieder steil bergab mit dem Ölpreis. Jetzt im Oktober ist er allerdings wieder auf einem Jahreshoch: 78 USD bedeuten eine Verdoppelung seit Jahresanfang. Wenn’s also so weiter geht, sind wir per Jahresende wieder knapp unter 100 USD. Gut für die Alternativenergieentwicklung würde ich sagen. Eine fundiertere Analyse des aktuellen Ölpreises gibt es auf Spiegel Online.

02.04.2010 (Update): Wieder einmal blicke ich auf den Ölpreis. Diesmal anlässlich einer neuen Studie, welche die Ölvorräte um rund 1/3 geringer ansetzt als bisher. Mit anderen Worten: Das Öl reicht nicht mehr 43 sondern nur mehr 29 Jahre. Der Preis entwickelt sich indes auch munter weiter. Einen aktuellen Blick auf den Ölpreis von 84,20 USD gibt es auf Tecson.de.

QUANT NLV SOLAR, ein Solar-Auto?

veröffentlicht am 02.04.2010 um 17:19 von Jörg Bönisch (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Beim Surfen im Internet stolperte ich über einen futuristischen Prototypen, der schon das 2te Mal im Genfer Autosalon ausgestellt wurde: QUANT NLV SOLAR.

QUANT NLV SOLAR

Das Fahrzeug, an dessen Entwicklung die schwedische Edelsportwagenschmiede Koenigsegg beteiligt war und nunmehr von der Schweizer Photovoltaik-Firma NLV Solar AG weiterentwickelt wird, fällt mit seinen 600kW (800PS), einer Beschleunigung von 0-100 in 2,8 Sekunden und einer Spitzengeschwindigkeit von 377km/h, definitiv in den Bereich der Super-Sportler. Abgesehen davon, dass dieses Auto demnach recht teuer sein wird, birgt es doch einige sehr interessante Konzepte:

  • Der Monotube-Fahrgastraum aus Carbonfasern bietet 4 Passagieren Platz und Sicherheit.
  • Zur Reichweitenerhöhung ist die gesamte Karosserie mit einer semitransparenten Dünnschicht-Solarzelle aus Pyrit überzogen.
  • Für die Energiespeicherung kann man zwei verschiedene Systeme wählen:
    • konventioneller Akku (Metall-Luft)
    • Redox-Flow-Zelle
  • Allradantrieb mit vier rekuperationsfähigen 150kW Motoren.

NLV-Solar will noch dieses Jahr den Prototyp zertifizieren lassen und 2012 in Serienproduktion gehen.

Der Monotube …
ist eine Abwandlung des aus der Formel-1 bekannten Monocoque, wird also aus einem einzigen Stück hergestellt und bietet daher größtmöglichen Schutz.

Die Pyrit-Schicht:
Pyrit, oder auch Katzengold (FeS2) ist das weltweit am Häufigsten, natürlich vorkommende Sulfidgestein. Diese Solarzelle soll theoretisch einen Wirkungsgrad von 38% erreichen. Allerdings fehlen laut www.spiegel.de wissenschaftliche Nachweise.

Redox-Flow-Zelle:
Eine Redox-Flow-Zelle ist sowohl mit dem Akkumulator als auch mit der Brennstoffzelle verwandt. Der interessanteste Aspekt dieser Technolgie ist, dass der Akku „nachgetankt” werden kann. Der Elektrolyt besteht aus einem flüssigen Lösungsmittel in dem Salze aus u.a. Titan, Eisen, oder Schwefel gelöst sind. Diese Flüssigkeit könnte an speziellen Tankstellen einfach ausgetauscht und dort regeneriert werden. Eingesetzt werden diese Zellen bereits als Reservequelle für Mobilfunk-Basisstationen oder als Pufferbatterie für Windkraftanlagen.

Rekuperation …
ist das Rückgewinnen der Energie beim Bremsen oder Bergabfahren.

Elektromobilität: Das Rennen hat begonnen

veröffentlicht am 22.10.2009 um 16:17 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

FAZ vom 22.10.2009Allein die Tatsache, dass die Autoren dieses Blogs sich dem Thema annehmen, sollte eigentlich Beweis genug sein, dass es nun losgeht mit dem Thema Elektromobilität. Scherz beiseite: Ich blättere heute die FAZ durch und finde eine ganze Seite zum Thema Ökoautos “Das Rennen um die Null-Emissionen hat begonnen”, die aktuelle Print-Ausgabe des Magazins economy titelt mit Ökoautos. Um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen. Blog-Kollege Claudius Stögner weist zurecht auf die ersten Misserfolge beim Thema Elektromobilität hin. Aber: 1996 war auch für LCD Monitore für das breite Publikum zu früh und ein IPhone konnte sich damals auch niemand vorstellen.

Warum es gerade jetzt losgehen soll?

Nun ja: Erste große Misserfolge sind gemacht - ich halte dies für einen echten Innovationsschub für eine notwendige Voraussetzung! Wir haben ein großes - ein sehr großes - Umweltproblem, vor dem auch die größten Ignoranten (China, USA, Indien) die Augen nicht mehr verschließen können. Wir haben einen US-Präsidenten der Umweltschutz auf seiner Agenda hat und wir haben eine veritable Wirtschaftskrise, die neue Konzepte fordert. Kurzum: Wir haben alles was wir für einen Innovationsschub brauchen. Im Sinne von TED würde ich sagen: Ideas worth spreading are here, now let’s go to make them work!

Einstellungen müssen sich ändern!

Beim Thema geht es aber um mehr, als um Technologie. Es geht darum, Menschen in den nächsten Jahren davon zu überzeugen, dass Mobilität ein Umdenken erfordert. Weg vom Besitzdenken beim eigenen Auto hin zum Mobilitätsdenken: Wie komme ich möglichst bequem, umweltfreundlich und billig von A nach B. Wir arbeiten daran gemeinsam mit unseren Partnern unter der gemeinsame Marke “Mobility House”.

Die Zeit ist reif, alle wesentlichen Player dieser Welt sind auf dieses Ziel fokussiert. Die Pläne kommen nun aus den Schubladen. In den nächsten 2 Jahren werden uns zahlreiche Innovationen bevorstehen - ähnlich wie der Übergang vom Röhrenfernseher zum Flachbildschirm, da hat auch keiner gedacht, dass eine 60 Jahre alte Technologie so rasch abgelöst wird. Oder haben Sie etwa noch einen Röhrenschirm zuhause? Na, dann wirds aber Zeit!

Alle die da nicht mitziehen und den Trend der Zeit nicht erkennen, werden bald so alt aussehen, wie Quelle im Vergleich zu Amazon. Das Rennen rund um das Thema Elektromobilität hat begonnen - wir sind dabei und zwar an forderster Front!

Linktipp: Podcast zum Thema Elektromobilität (mp3)

So günstig ist Öffi fahren in Wien

veröffentlicht am 13.05.2009 um 22:52 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 3 Kommentare, keine Trackbacks

Schreiben der Wiener LinienHeute flatterte ein Schreiben der Wiener Linien ins Haus. Üblicherweise sind derartige Briefe mit Preiserhöhungsankündigungen verbunden. Nicht so heute. Die Wiener Linien kündigen für Jahreskartenbesitzer - ich zähle mich zu ihnen - keine Preiserhöhung mit 1.7.2009 an. Was mich aber noch viel mehr gefreut hat, waren die im Brief angeführten Informationen.

Mit der Jahreskarte kann man um EUR 1,23 pro Tag 934 km Netz der Wiener Linien nutzen. Mit dem Auto käme man um dasselbe Geld gerade mal 2,6 km weit - das ist von der Urania zum Stadtpark und zurück! Das hat mich als begeisterten Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel wirklich gefreut. Ich meine nämlich, dass ich nicht nur sehr ökologisch sondern auch sehr kostengünstig fortbewege.

Ich habe dann mal die Rechnung auf meine Lebensumstände angewendet: Mein Weg in die Arbeit beträgt 8,4 km (hin und zurück). Würde ich mit einem Auto - das ich nicht besitze - fahren, kostet mich das EUR 0,47 pro Kilometer (EUR 1,23/2,6 km lt. Wiener Linien) . Als Jahreskartenbesitzer kostet mich mein Arbeitsweg EUR 0,15 pro Kilometer - das ist ein Drittel (!) der Autokosten. Mit dieser Rechnung sind übrigens alle meine weiteren Fahrten in Wien gratis, wenn ich z.B. Einkaufen auf die Mariahilferstraße fahre. Dort gebe ich das so ersparte allerdings auch wieder relativ rasch aus …

Österreichische Firma entwickelt zukunftsweisende Solartankstelle

veröffentlicht am 24.02.2009 um 21:08 von Reinhard Würger (Raiffeisen-Leasing) icon 6 Kommentare, keine Trackbacks

Die in Brunn am Gebirge/Eisenstadt ansässige Fa. Cellstrom GmbH hat die eigentlich seit 1945 bereits bekannte Technologie weiterentwickelt.Die revolutionäre Batterie basiert auf der Vanadium Redox Durchfluss Technologie und kann mit Solarenergie, aber auch konventionellen Stromquellen geladen werden.

Das Neue an der Technologie ist die lange Lebensdauer, die Robustheit gegen Tiefentladung und die hohe Energiedichte.

Wie könnte man diese Technologie zur Mobilität einsetzen? Nach meiner Information vertragen die in Elektroautos verwendeten Batterien eine recht hohe Energieaufnahme.Diese ist jedoch durch die derzeitigen “Steckdosen” mit zB 16 Amp begrenzt, sodass man 6-8 Stunden für eine Ladezyklus benötigt.Das hemmt natürlich den Aktionsradius, weil man üblicherweise nach 100 bis 150 km wieder an die Steckdose muss.

Das von Cellstrom entwickelte System würde eine Schnellladung ermöglichen ( Voraussetzung das Elektroauto ist dafür gerüstet). Die Idee ist, das System durch Solar-oder Windstrom laufend zu laden und als Puffer zu verwenden. Die Abgabe der Energie/das Betanken könnte somit auf einen Bruchteil der herkömmlichen Zeit reduziert werden. Zum Beispiel mal während eines gemütlichen Kaffees auf der Autobahnraststätte oder mal beim Einkaufen im Einkaufszentrum .

Ganz davon abgesehen könnte das System auch dazu beitragen, Elektroautos nicht nur als Fortbewegungsmittel im Nahverkehrsbereich zu sehen.

Dieses Gedankengut wäre zumindest eine Alternative zum Pilotversuch des laufenden Batteriewechsels des Projektes von Shai Agassi.

http://www.cellstrom.at/index.php?id=22

Fahrgemeinschaften einfach finden

veröffentlicht am 03.11.2008 um 13:12 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Heute morgen habe ich mich auf dem Weg zur Arbeit wieder einmal über diese vielen Alleinfahrer in den Autos gewundert. In 90 % der PKW’s die man so auf den Kreuzungen beobachtet, sitzt nur ein Fahrer. 1.000 kg Blech um 80 kg zu bewegen - und nur wenigen auf dieser Welt kommt dies eigenartig vor.  Wenn man bedenkt, dass ein Radfahrer z.B. seine durchschnittlichen 80 kg mit nur 10 kg Ausrüstung bewegt …

Nun ja: Im Büro angekommen bin ich dann auf eine tolle Initiative gestoßen: Compano ist eine Webseite auf der man Fahrplätze vermitteln kann. Das kostenlose Service bringt Leute mit einem Fahrzeug und solche, die auf das Auto verzichten, zusammen. Wie ich finde ein tolles - neben Carsharing - ein tolles weiteres Service für intelligente Mobilität.

Fuhrparkmanagement und Öko

veröffentlicht am 10.09.2008 um 12:11 von Gerhard Strasser (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

ÖkoautosDie letzten beiden Jahre sind wir im Rahmen des Fuhrparkmanagements (FPM) auf unsere Kunden und Interessenten aktiv mit dem Öko-Auto-Thema zugegangen. Dabei wurde mal mehr mal weniger das Interesse der Gesprächspartner geweckt. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet: Die Leiter einiger grosser Flotten sind bereits an uns herangetreten mit der Bitte um Unterstützung hinsichtlich CO2-Einsparungen, alternative Treibstoffe, Empfehlungen und Massnahmen für Anschaffung (Car Policy) und den Betrieb der Flotte. Diese können zum Beispiel in einem Workshop gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet werden und in unternehmensinternen Richtlinien münden. Auch die Erfahrungen der Öko-Autos im Raiffeisen-Leasing eigenen Fuhrpark können an Interessenten weitergegeben werden, das ideale Auto für den jeweiligen Anwendungsbereich kann dann so mit dem Kunden gemeinsam gefunden werden. Es macht auch Spass aus dem Nähkästchen zu plaudern und sich Öko-Auto-mässig auszutauschen! Öko verbindet.

Carsharing ist eine echte Alternative

veröffentlicht am 10.09.2008 um 11:56 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Seit fast 10 Jahren gehöre ich zu den Carsharern in Wien. Aus einer Not heraus geboren - damals war ich gerade mit dem Studium fertig geworden und konnte mir kein Auto leisten - gehörte ich zu den ersten Carsharing Kunden von denzeldrive.

2000 habe ich dann aufgrund meiner Berufslaufbahn einen Dienstwagen erhalten und ich bin soviel es ging damit gefahren. Ich habe wenig darüber nachgedacht, ob es Sinn macht diese oder jene Strecke mit dem Auto zu fahren, es war ja einfach da und noch dazu sehr bequem. Mit dem Jobwechsel war auch das Dienstauto weg und ich begann wieder umzudenken. Ein eigenes Auto hätte ich mir mittlerweile leisten können, aber dann erinnerte ich mich an die Stunden der Parkplatzsuche, die Stunden im Stau und den Stress auf der Autobahn. Ich entschloss mich auf das eigene Auto endgültig zu verzichten.

Heute nutze ich die möglichen Verkehrsmittel so gut wie möglich: Bei Schlechtwetter die Öffis, bei Schönwetter das Fahrrad, bei längeren Strecken die Bahn. Ich gehöre auch zu den häufigeren Taxifahrgästen, weil ich mir diesen Luxus dann auch leiste. Der ist aber weit vom Luxus eines eigenen Autos kostenmäßig entfernt: Im Schnitt zehn Mal pro Monat Taxi fahren sind rd. 100 EUR. Dazu kommen noch rd. 50 EUR für die Öffis. Und etwa fünf Mal im Jahr geht es gar nicht anders und ich brauche ein Auto. Dann nehme ich mir ein Mietauto oder nutze eben das Carsharing.

Carsharing rechnet sich unter 12.000 km im Jahr!

Der VCÖ hat in einer aktuellen Studie nachgewiesen, dass ein eigenes Auto sich finanziell erst ab einer gewissen Grenze rechnet. Zumindest für jene, die weniger als 12.000 km im Jahr fahren. Der VCÖ zeigt, dass bei 10.000 Jahreskilometer der eigene VW-Polo monatlich 574 Euro kostet, Carsharing hingegen nur 488 Euro. Bei weniger Kilometer wird’s natürlich für Carsharer noch günstiger.

Um sich nicht in die Tasche zu lügen, sollte man allerdings bei der persönlichen Vergleichskalkulation nicht von den aktuellen Autokilometern ausgehen, sondern von einer “optimierten” Variante: Überlegen Sie sich ehrlich, wieviele Kilometer Sie wirklich mit dem Auto tatsächlich zurück müssen. Bei mir sind es rd. 2.000 km im Jahr - inkl. Urlaubskilometer.

Wenn Sie aber nicht nachrechnen wollen, bleibt aber immer noch die Möglichkeit, die nächsten nicht unbedingt notwendigen Autokilometer vielleicht doch mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen. Das kostet nämlich überhaupt nichts - nicht einmal eine Vergleichsrechnung.
 

Autofahren mit Strom: Kommt der Durchbruch?

veröffentlicht am 09.09.2008 um 10:16 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Detroit Electric Elise Sports (Quelle: jalopnik.com)Wie die ZIB2 in ihrer Ausgabe vom 8. September 2008 berichtet stehen große Innovationen im Bereich der Elektronmotoren an. In den USA soll im nächsten Jahr der akkubetriebene Detroit Electric Elise Sports auf den Markt kommen. Der 200 PS starke Antrieb bringt es auf eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden.  Die Reichweite beträgt über 300 Kilometer, die Wiederaufladezeit des Akkus rund 6,5 Stunden. Das sind beeindruckende Werte für einen akkubetriebenen Elektromotor.

Auch in Österreich wird auf diesem Gebiet geforscht. Arsenal Research entwickelt leistungsfähigere Lithium-Ionen Akkus. Und: In Österreich wurde nun auch das erste elektrisch betriebene Sportmotorrad entwickelt. Schöne Aussichten: Anstatt mit lautem Motorgeräusch wird man vielleicht in einigen Jahren elektrisch durch die Gegend surren.

Zusammen mit den Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energiequellen könnten in diesem Bereich die Mobilitätsprozesse deutlich ökologisiert werden.

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