(Un)Intelligente urbane Mobilität
Die letzten Wochen bin ich wieder vermehrt mit dem Fahrrad unterwegs. Ich gebe es zu – ich bin derzeit noch ein Schönwetter-Radfahrer. In der kalten Jahreszeit und bei Schlechtwetter bin ich mit den Öffis unterwegs. Beim aktuellen durch die Stadt radeln fallen mir zwei Dinge auf: Zum einen nimmt die Anzahl der Radfahrer erfreulicherweise zu. Gestern z.B. bin ich mit zwei Arbeitskollegen, die ebenfalls mit dem Rad unterwegs sind, bei der Ampel gestanden. Beide waren vor ein paar Jahren noch ausschließlich Autobenutzer und das zeigt mir, dass da ein Wandel auch in meiner unmittelbaren Umgebung eingesetzt hat.

Zum anderen fällt mir aber auch auf, wieviel Platz der Autoverkehr in Anspruch nimmt. Ich konnte dann gestern dazu auch ein Foto schießen, das zeigt, dass der Platzverbrauch von einem Auto im Vergleich zu den Fahrrädern doch erheblich ist. Das ist – wenn man es genau betrachtet – ziemlich unintelligent von uns Menschen. Wieder wurde mir bewusst, dass eine Debatte über Mobilität in urbanen Räumen auch eine Debatte über die Verteilung von öffentlichem Raum ist. Vor ein paar Wochen war das auch Thema bei einem Kamingespräch mit der Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die auch auf diesen Umstand hingewiesen hat. Öffentliche Flächen in den Städten sind begrenzt und wir müssen uns darüber unterhalten, wie wir in Zukunft diese Flächen verwenden wollen. Ich meine, es ist besser, diese Flächen in der Stadt für Grünanlagen und platzsparende Fortbewegungsmittel (dazu zähle ich den Öffentlichen Personennahverkehr und das Fahrrad) zu nutzen und nicht ständig mehr Straßenraum für Autos zur Verfügung zu stellen. Jetzt gerade wird wieder großflächig am Landstraßer Gürtel eine bis zu 60 Meter breite Autoschneise um 101 Mio. EUR für den neuen Hauptbahnhof gebaut. Aber für eine leistungsfähige Zugverbindung zwischen dem neuen Hauptbahnhof und dem Flughafen Schwechat fehlt aber offensichtlich der politische Wille. Zumal die dafür erforderlichen 130 Mio. sogar von der EU gefördert würden. Das ist unintelligente urbane Mobilität.








28. Mai 2009: Bislang unbeobachtet von der medialen Öffentlichkeit ist der neuerliche Anstieg des Ölpreises. Eine sehr übersichtliche Grafik zeigt die
Heute flatterte ein Schreiben der 
Sagen Sie uns Ihre Meinung!
Teilen Sie uns mit was Sie denken und treten Sie in anregendeDiskussionen mit den andren Bloglesern.