Event: Auto Umwelt Mobil, 07.05.2009-10.05.2009
AutoUmweltMobil-Die erste Messe für saubere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Fahrzeuge!
Den Termin schon jetzt vormerken! Besuchen Sie den Messestand der Raiffeisen-Leasing!

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Aufhorchen lässt eine Meldung des ORF, wonach der weltgrößte Autohersteller Toyota massiv in die Bioethanolproduktion und Forschung investieren wird. Das bedeutet einen massiven Schub für die Entwicklung von Bioethanol der 2. Generation.
Lesen Sie mehr in der beigefügten ORF Meldung.
Weiters habe ich eine Diplomarbeit zum Thema Ethanol von Jan Bristie an der Hochschule Nürtingen-Geislingen gefunden, die einen ganz guten Überblick über den aktuellen Stand der Ethanoldiskussion und Verwendung gibt.
Die Verwendung von Ethanol als Kraftstoff, insbesondere in Dieselmotoren!
Herr Schröckenstein, Geschäftsführer der Agrana, hat das Team der Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement am 31. Juli 2008 zu einer Besichtigung in das mit Ende Mai 2008 gestartete Bioethanolwerk in Pischelsdorf geladen.
Nach dem Motto: „Vor allem im Fuhrparkmanagement ist es gut zu wissen wo der Treibstoff herkommt”.
Klar ist spätestens seit der Studie des Grazer Joanneum Research Centers, dass die Treibhausgasreduktion gegenüber einem Liter Benzin rund 50% beträgt. Dabei ist auch Anbau, Düngung, Ernte, Transport, Verarbeitung sowie die Verbrennung im Motor berücksichtigt. Somit wird die von der EU vorgesehene Mindesteinsparung von Biokraftstopffen mit 35 % deutlich übertroffen und ein Umstieg auf mit E85-betriebene Kfz ein gangbarer Weg zur Ökologisierung von Fuhrparkflotten.
Ein grosser Teil der Ethanol-Produktion wird für die Beimischung zu Benzin (lt. Der EU-Richtlinie 2003/30/EG) verwendet. Damit soll die Abhängigkeit von Erdöl reduziert werden und Schadstoff- und Kohlendioxid-Emissionen verringert werden. Der Zielwert für die Beimischung ist 5,75% und soll per Mitte 2010 erreicht werden, wozu die Agrana einen wesentlichen Beitrag liefern wird. 
Spätestens seit der hauseigene Fuhrpark der Raiffeisen-Leasing auf Öko-Autos (u.a. E85-betriebene Kfz) umgestellt wurde, ist es für alle Mitarbeiter von Interesse woher der Treibstoff E85 kommt und welche Eigenschaften er hat. Diese wurden bei der Führung durch Dipl. Ing. Melanie Auer ausgiebig erläutert und die technischen Hintergründe erklärt. Besonders beeindruckt hat uns die Schaltzentrale (diese hat Ähnlichkeit mit der eines Atomkraftwerks) und die riesigen Behälter in denen der Rohstoff gelagert wird mit dem dann die Ethanolanlage versorgt wird.
Bereits Ende Mai veranstaltete der ÖAMTC gemeinsam mit der TU Wien ein viel beachtetes Expertenforum zum Thema Ethanolproduktion in Pischelsdorf.
Dabei wurden Forschungsergebnisse von Joanneum Research und TU Wien sowie die Meinung der österreichischen Landwirtschaftskammer präsentiert.
Die wichtigsten Ergebnisse:
Joanneum Research: Untersuchungsmethode: Lebenszyklusanalyse
* Pischelsdorf produziert pro Jahr ca 190.000 to Bioethanol und ca 170.000 to Futtermittel
* Die Treibhausgasreduktion im Verkehrssektor beträgt bis zu 380.000 to /pa
* 47 bis 51% weniger Treibhausgasemmissionen als Benzin
* Reduktion von bis zu 100.000 to Rohöläquivalent pa
Das produzierte Futtermittel ist ein Eiweisfuttermittel, das in der Tierhaltung den Import von Sojaeiweisfuttermittel ersetzt und das auch noch gentechnikfrei.
Studie TU Wien Prof Geringer:
* E 85 nur für dafür gebaute Motoren
* moderne Benzinmotoren vertragen Ethanolbeimischung bis 10%
* bei älteren Benzinmotoren könnte eine Beimischung von 10% ev Probleme erzeugen
Landwirtschaftskammer:
* stark schwankende Getreideproduktion witterungsbedingt, steigende Nachfrage und leere Lager
* bisherige EU-Politik der gestützen Preise verhinderte den Aufbau eigener rentabler Landwirtschaft in den Entwicklungsländern
* massive Rohstoffspekulationen treiben die Preise
* weltweit lediglich 4,5% der Weltgetreideernte geht in Spritproduktion, in der EU sind es nur ca 1,5% oder 4,5 Mio to.Alleine die klimabedingten Schwankungen in der EU machen ca 40-50 Mio to aus.
Landwirtschaftskammer Bioethanol
Ich meine daher, Bioethanolproduktion aus nachhaltigem Rohstoffanbau im regionalen Umfeld ( und damit meine ich auch brache Flächen in Osteuropa) kann seinen Teil zur Treibhausgasreduktion beitragen. Klar herausgekommen ist aber auch, dass das Ziel Ökotreibstoffe der 2. Generation sein sollen.
Aber wo eine 2. Generation einmal sein soll muss zuerst mal die erste Generation funktionieren.
„……. Dazu kommt noch Kritik an der CO² – Bilanz von Bioethanol: Addiert man die CO²-Emmissionen beim Import des Getreides und die schädliche Wirkung beim Düngen mit Lachgas, schneidet Biodiesel in punkto Klimawirkung schlechter ab als Normalbenzin.“
Dieser Satz war allen Ernstes am 28.April 2008! in einem sogenannten Qualitätsmedium zu lesen. 1.April wäre noch verständlich gewesen. Mehrfaches Unverständnis – und das als Botschaft für die Leserschaft kann nur verantwortungsloses Umgehen mit durchaus kontroversell diskutierbaren Treibstoffthemen bedeuten.
In diesem Zusammenhang ist mir ein Vortrag von Mariann Fischer Boel, EU – Kommissarin untergekommen, den Sie im Europäischen Zentrum für Politik gehalten hat.
Ich denke, das ist durchaus lesenswert und zeigt doch fundierte Überlegungen auf, jenseits des politischen Tageskleingeldes bzw Hysterie.
Mariann Fischer Boel, Mitglied der Europäischen Kommission für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung:
Biokraftstoffe: Ein Kraftstoff, der viel zu wertvoll ist, um als Sündenbock abgestempelt zu werden
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