Erdöl gar nicht erst fördern: Yasuni-ITT Initiative

Quelle: Yasuni-ITT InitiativeMit offenen Karten ist eine Sendung auf ARTE, die sich auf der Basis von Landkarten mit verschiedensten Themen auseinander setzt. Am Samstag, 23.10.2010 ging es um die Wälder der Erde und dabei auch um die Yasuni-ITT Initiative. Diese dazu dient, enorme Erdölvorkommen in Ecuador für immer unter der Erde zu belassen. Gleichzeitig sollen damit ein Nationalpark und die dort lebenden indogenen Völker gerettet werden. Die Grundidee lautet: Die internationale Gemeinschaft zahlt rund die Hälfte der durch die Ausbeutung der Erdölfelder erzielbaren Einnahmen an Ecuador. Im Gegenzug schützen diese die Natur und vor allem die Wälder. CO2 wird also auf doppelte Weise reduziert: Durch Förderung alternativer Energien und die Erhaltung der Wälder, die dadurch weiter CO2 absorbieren können. Außerdem wird zusätzliches CO2 durch Verhinderung der Erdölförderung vermieden. Das Projekt ist auch ein Vorzeigeprojekt für andere Regionen auf der Welt. Wikipedia bietet einen guten Überblick über die Eckpfeiler des Yasuni-ITT Projekts.

Ökobusinessplan Auszeichnungen helfen ein Gefühl für CO² zu entwickeln.

Trophäe ÖkobusinessplanIn der Volkshalle des Wiener Rathauses wurden am Dienstag, 17. März 2009 erneut die Umweltpreise der Stadt Wien vergeben. Die Preisträger des heurigen Jahres waren Kraft Foods Österreich GmbH, T-Systems Austria GesmbH, Boutiquehotel Stadthalle und das Halbleiterunternehmen NXP Semiconductors Austria GmbH.

Im Rahmen der Rathausgala wurde auch die Raiffeisen-Leasing – bereits zum zweiten Mal - mit dem Ökobusinessplanpreis ausgezeichnet. Das Umweltprogramm der Stadt Wien fördert dabei die ökologische Entwicklung von Unternehmen. Raiffeisen-Leasing konnte z.B. gegenüber dem Vorjahr gemäß dem Kommissionsbericht “tolle Einsparungen im Bereich Energie und Abfall” erzielen. Insgesamt gelang es den CO² Ausstoß je Mitarbeiter von 3,2 auf 2,9 Tonnen je Mitarbeiter zu reduzieren. Ein erster Schritt in die richtige Richtung – wiewohl es da noch viel zu tun gibt. Betrachtet man nämlich den österreichischen CO²-Durchschnitt von 7,9 Tonnen (2007) “bleiben” jedem Mitarbeiter der Raiffeisen-Leasing noch 5 Tonnen für “Privatverbrauch”. Das ist natürlich eine Durchschnittsbetrachtung. Trotzdem: Mit der firmenweisen CO²-Betrachtung, die durch das Ökobusinessplanprogramm in unserem Unternehmen initiiert wurde, bekommt man erstmals auch ein Gefühl für die Kennzahl CO² und auch dafür, wo man ökologischer handeln kann. Aber wie gesagt: es gibt noch viel zu tun – auch für uns. Soviel sei schon verraten: Wir denken schon über Projekte nach, die unseren firmeninduzierten CO² Ausstoß bedeutend senken würden. Mehr darüber an dieser Stelle, sobald es spruchreif ist.

Erneuerbare Energie als Wachstumsindustrie

Bis zum Jahr 2013 werden die Hersteller von Windturbinen die europäischen Automobilerzeuger als größten Kunden der Stahlindustrie abgelöst haben. Das prophezeit der luxemburgische Europaabgeordnete Claude Turmes, Berichterstatter für den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des europäischen Parlaments. Vergangene Woche hat dieser Ausschuss mit großer Mehrheit einen Gesetzestext verabschiedet, der den Weg für große Investitionen in erneuerbare Energien bereiten soll. Bisherige Ziele für den Anteil erneuerbare Energien sollen zwar nicht verändert, doch durch Zwischenziele ergänzt werden. Für Zielverfehlungen sollen Mitgliedsstaaten bis zu 110 Euro je MWh Strafe zahlen, Übererfüllung soll bis zu 40 Euro je MWh Prämie einbringen.

(weiterlesen …)

Biokraftstoffe:können wir jetzt endlich ohne Hysterie diskutieren?

„……. Dazu kommt noch Kritik an der CO² – Bilanz von Bioethanol: Addiert man die CO²-Emmissionen beim Import des Getreides und die schädliche Wirkung beim Düngen mit Lachgas, schneidet Biodiesel in punkto Klimawirkung schlechter ab als Normalbenzin.“ 

Dieser Satz war allen Ernstes am 28.April 2008! in einem sogenannten Qualitätsmedium zu lesen. 1.April wäre noch verständlich gewesen. Mehrfaches Unverständnis – und das als Botschaft für die Leserschaft kann nur verantwortungsloses Umgehen mit durchaus kontroversell diskutierbaren Treibstoffthemen bedeuten.

In diesem Zusammenhang ist mir ein Vortrag von Mariann Fischer Boel, EU – Kommissarin untergekommen, den Sie im Europäischen Zentrum für Politik gehalten hat.

Ich denke, das ist durchaus lesenswert und zeigt doch  fundierte Überlegungen auf, jenseits des politischen Tageskleingeldes bzw Hysterie.

Mariann Fischer Boel, Mitglied der Europäischen Kommission für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung:

Biokraftstoffe: Ein Kraftstoff, der viel zu wertvoll ist, um als Sündenbock abgestempelt zu werden