E-Mobility-Interministerielle Steuerungsgruppe erarbeitet Rahmenbedingungen

Schon Ende 2010 hat die Bundesregierung in Österreich eine interministerielle Steuerungsgruppe für die Einführung der Elektromobilität in Österreich eingesetzt.Die Steuerungsgruppe besteht aus höchstrangigen Vertretern der drei Ministerien Verkehr, Wirtschaft und Umwelt(Lebensministerium).

Dies ist insofern extrem begrüßenswert, weil einerseits staatliche/politische Rahmenbedingungen rasch erarbeitet werden und andererseits ein koordiniertes Vorgehen dreier- doch recht unterschiedlicher -Ministerien mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Augabenstellungen gewährleistet ist.

Dieses Gremium hat die Aufgabe, die Erarbeitung von politischen Rahmenbedingungen für eine beschleunigte Einführung von Elektromobilität in Österreich  zu erarbeiten und der Politik zur Umsetzung vorzubereiten. Das Ziel ist ein nationaler Aktionsplan Elektromobilität als Handlungs- und Gestaltungsrahmen für die Politik und Ministerien. damit richtige , notwendige und sinnvolle Rahmenbedingungen gesetzt werden.

Da geht es um Wirtschaftsfragen der Zulieferindustrie genauso, wie um Ladestationen, notwendige Infrastruktur oder Voraussetzungen bzw unterstützende Maßnahmen , damit Gewerbebetriebe oder Private schneller e-mobil werden.

Dazu wurden insgesamt 10 Arbeitskreise eingerichtet, die bis Ende Juni Vorschläge und Rahmenbedingungen sammeln bzw erarbeiten sollen.Da sind u.a Vertreter der Wirtschaft, der Autofahrerclubs, der Kammern aber auch Forschungeinrichtungen vertreten.

Auch Raiffeisen Leasing wurde eingeladen mizuarbeiten.Darüber hinaus darf ich in einem Arbeitskreis die Austria Mobile Power vertreten.

Ich denke, daß ich aufgrund der bisherigen Erfahrungen doch einiges einbringen kann, möchte aber besonders Ihnen-den Lesern dieses Blogs -die Möglichkeit geben, Vorschläge zu machen und sich so aktiv an der Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen für die Einführung der E Mobility in Östereich zu beteiligen.

Ich bin überzeugt, daß da einige vernünftige Vorschläge und Anregungen schlummern, die ich dann für die E Mobility Community mit einbringen könnte.

Also nur zu, Ihre Ideen sind gefragt!

Wie schnell die Entwicklung gehen kann

Nachdem ich vor rd zwei Jahren in Innsbruck einen  Vortrag des ehemaligen Technikchefs von VW gehört hatte, der fast eine Stunde lang erklärt hat, daß die Elektromobilität nie im Leben was wird, immer viel zu teuer sein wird und übrigens VW stark auf die Steigerung der Effizienz des Motors setzt, hab ich ehrlich gesagt VW/Audi für das Thema E Mobility für die nächsten Jahre abgehackt.

Umso erstaunlicher hat uns AUDI Vorstand Michael Dick vor einigen Wochen eröffnet, daß Audi schon recht bald mit Serien – E Autos am Markt erscheinen wird.

http://www.raiffeisen-leasing.at/kg_e-klar.html?&L=buekwyeafdk

Jetzt gibt es erstmals einen Überblick über die unmittelbare Modellzukunft bei VW / AUDI.

Ausblick

Ist ja nicht gerade ein unwesentliches Detail, wenn der Marktführer in Österreich auch auf E Mobility setzt- endlich.

Think im Selbsttest – Tag 1

Tag 1

Wohoo! I am E-mobile. Tag 1 des Selbsttests mit einem Elektroauto ist vorüber und nebst kleinen Hindernissen ist der erste Tag gut überstanden und der kleine Think steht ladenderweise in der Garage im Waldviertel.

Heute morgen durfte ich den Think in Wien abholen und bin dann gleich mal ins Waldviertel zum Haus meiner Eltern gefahren, da nur dort die Stromversorgung über Nacht gesichert werden kann (er muss ja schließlich 5-8 Stunden angesteckt sein). Ich dachte am ersten Abend bin ich lieber auf der sicheren Seite. Es waren  ca. 95 km und trotz Regen und widrigen Fahrbahnumständen bin ich anstandslos angekommen. Dann überkam mich jedoch der Übermut und ich wollte mit meinem Vater in der Gegend noch eine Spritztour machen. Der Ladestand war noch bei 20% und ich dachte, die 3km hin und zurück wird er wohl noch schaffen. Hin wars auch wirklich kein Problem, aber als wir die Rückfahrt antreten wollen, war der Think dann leider nicht mehr zu bewegen. Ich nehme an die plötzlich eingetretenen winterlichen Temparaturen haben der Batterie zu schaffen gemacht.

Da wir Gott sei Dank gerade auf einem Parkplatz bei einem Gasthaus waren und wir den Wirt kannten, haben wir das Auto, gemeinsam mit braven Männern vom Bundesheer ein paar Meter geschoben und kurz angesteckt. Nach 20 min Laden und einem ungewollten Einkehrschwung gings wieder zurück in die Garage, wo die Steckdose bereits wartete. Apropos Steckdose, mir fällt auf, dass die meisten Leute verwundert sind, dass man das Auto wirklich an eine ganz normale Steckdose anstecken kann, das zeigt wie hoch der Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung noch ist.

Ich habe mich auch online umgesehen, wo in der Gegend Stromtankstellen eingetragen sind. In Horn gibt es anscheinend keine Einzige, nur in umliegenden Dörfern. Mir fehlt auch wirklich noch eine Smart Phone App mit Google Map Verknüpfung. Vielleicht könnt sich diesem Thema jemand annehmen? Die Kelag ist mit ihrem e-tankstellen-finder ja schon recht weit (es gibt auch eine mobile Version fürs iPhone), aber das Entwicklungspotential ist noch riesengross. (weiterlesen …)

Über den Grossglockner, Wetten und Kutschen

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Die letzten beiden Tage konnte der Grossglockner ein wenig aufatmen, einige der zahlreichen Fahrzeuge, die die Grossglockner Hochalpenstrasse erklommen haben, verursachten weder Geräusche, noch stinkige Abgase. Die 1. Internationale Leistungsschau Elektromobilität Grossglockner lud zum Leistungstest und zur Ausstellung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.  So machte sich am ersten Tag eine Kolonne an Elektrofahrzeugen von Fusch weg auf den Berg. Es war nicht klar, ob es alle schaffen würden und der Fiat 500 sowie einige Piaggio Fahrzeuge haben es nur knapp nicht geschafft,  aber deshalb hieß es eben auch Leistungstest – wär ja sonst langweilig gewesen. Eine chronologische Erzählung der Ereignisse möchte ich Ihnen ersparen, deshalb hier meine Highlights:

Selbsterfahrung im Th!nk

Nach einigen Kehren als Beifahrerin durfte ich dann selbst ans Steuer des Th!nk City. Obwohl ich Automatikschaltungen nicht wirklich gewohnt war, war die Umstellung kein Problem. Wir hatten immer ein Auge auf den Ladezustand, da aber auch beim Hochfahren hin und wieder Abschnitte bergab zu absolvieren sind, schaltete ich einfach in den Eco-Modus, wo gleichzeitig gebremst wird und dadurch wieder Strom zurückgespeist wird. Tolle Sache finde ich. Witzig ist aber, dass man den Umgang mit der Energie wieder lernt, man muss einfach nachdenken ob die Heizung bzw. Klima  eingeschaltet werden kann, oder die Nebelschlussleuchte im Moment wirklich nötig ist. Da wir alle absolut das Gefühl dafür verloren haben, was nun tatsächlich Energie verbraucht, ist dies eine gute Schule.

Wetten dass… sind alles Kutschen mit Ottomotor?

Als ich mir die Vielfalt an E-Autos so ansah, kam mir wieder der Vergleich mit den Kutschen in den Sinn. Sie wissen ja, als der Ottomotor erfunden wurde, wurden anfangs die Kutschen damit ausgestattet und alle fanden es völlig normal – heute lacht man darüber. Die Kutschen von heute sind der Tesla im Lotus-Gewand, VW mit dem E-Golf (wow, die haben sich besonders angestrengt  ;-) und die vielen kleinen Smarts, die zumindest dem irrsinnigen herumschleppen von tonnenweise Stahl den Kampf angesagt haben. Jedenfalls habe ich nach der Pressekonferenz auch Raiffeisen Leasing Geschäftsführer Peter Engert auf dieses Thema angesprochen und wir haben darüber philosophiert wie denn das E-Auto der Zukunft aussehen wird. Ich hab mal in den Raum geworfen ob die Autos der Zukunft noch 4 Räder haben müssen, woraufhin er sogar € 100,- mit mir wetten wollte, dass sich an der Anzahl der Räder sicher nichts ändern würde. Wir konnten uns letztendlich leider auf keinen Zeitraum einigen in der die Wette laufen sollte, 20, 50, 100 Jahre? Bei letzterem hätten wir dann wohl beide ein Problem ;-). Ich bin mir jedenfalls sicher: Wir sehen hier noch die Kutschen des Erdölzeitalters.

150 km/h Bauartgeschwindigkeit Pflicht ??

Bei den zahlreichen Gesprächen kam auch immer wieder das Thema der Gesetzgebung auf den Tisch. Anscheinend sind viele Gesetze in Österreich noch nicht auf dem neuesten Stand der Technik. Die einprägsamste Absurdität war für mich, dass anscheinend nur Autos zugelassen werden dürfen, die 150 km/h Bauartgeschwindigkeit aufweisen können, was für viele E-Auto Hersteller ein Problem darstellt. Wieso das denn bitte? Weil man auf  Autobahnen nur 130 km/h fahren darf?? Ein zweites Problem ist anscheinend, dass in viele Autogaragen ein “Ladeverbot” herrscht, da frühere (viel frühere) Automodelle beim Laden giftige Gase abgesondert haben. Jedenfalls sind das meiner Meinung wichtige Kleinigkeiten, die thematisiert werden müssen. Dies zu ändern kann ja nicht so schwierig sein.

 Lärm als schlagenstes Argument für E-Mobilität

Überraschend war für mich, mit welchem Enthusiasmus LH Dörfler für Elektromobilität plädiert hat. Ok, er ist Politiker und kann zu jedem Thema ausschweifende Reden halten, aber in diesem Fall nahm ichs ihm sogar ab. Er nimmt auch den Punkt der Lärmverschmutzung sehr ernst und hat sich sogar schon seinen eigenen Slogan zugelegt.”Mit Strom nach Rom” oder so. Das schreit eigentlich nach einer E-Sternfahrt von Kärnten nach Italien. Vielleicht sogar mit den coolen Motocross Maschinen von Zero Motorcycles? Wär mal was anderes!

Hotzenblitz fehlte

Etwas enttäuschend: Das einzige u.a. in Österreich produzierte Elektroauto fehlte bei der Leistungsschau. Ich durfte den Gründer von Hotzenblitz  (Wikipedia) Thomas Albiez einige Tage vor der Glocknerbefahrung bei der IdeenAlm kennenlernen und war deshalb besonders gut gebrieft. Ich sag nur – da tut sich was! Den spannenden Dialog  zwischen ihm und Hannes Offenbacher, werde ich hier natürlich auch veröffentlichen.

Hier noch einige Links.

Elektromobil fahren macht Spaß

G. Strobl mit dem Think unterwegsHeute hatte ich erstmals die Gelegenheit mit dem Elektroauto Think zu fahren. Ein Termin führte mich auf den Wiener Kahlenberg und so konnte ich auch gleich eine kleine Bergwertung in meinen Fahrtest einbauen. Die Fahrt durch Wien macht Spaß und dafür gibt es mehrere Gründe: Zunächst hat der Think eine für einen Kleinstwagen gute Beschleunigung und ein gutes Fahrverhalten für den Stadtverkehr. Am Beginn ist es ungewöhnlich, kein klassisches Motorgeräusch zu hören, das gibt sich aber bald. Vorsicht ist trotzdem geboten, Radfahrer und Fußgänger könnten einen überhören und so ist gerade im Stadtverkehr besondere Umsicht erforderlich. Die Fahrt auf den Kahlenberg erfolgte zügig und mit schon fast sportlichen Beschleunigungswerten. Nach anfänglichem Testen der Beschleunigung ging ich aber rasch über, den Blick auf die Batterieladeanzeige zu richten. Diese zeigt, wieviel Strom man durch das aktuelle Fahrverhalten aus der Batterie zieht und so tendierte ich bald, mehr zu gleiten als zu hetzen. Eine zu starke Betätigung des “Gaspedals” lässt man nach einigen Versuchen zugunsten einer ökonomischen Fahrweise dann doch sein. Für mich war daher bald die Herausforderung, möglichst sparsam unterwegs zu sein. So zeigte die “Stromtankuhr” nach 37 Kilometer noch 80 % Ladestand, was hochgerechnet für rund 160 Kilometer gereicht hätte. Das entspricht auch den Herstellerangaben.

Fazit: Ich halte den Think für ein absolut taugliches Stadtfahrzeug. Es macht Spaß, er ist zweckmäßig – ein Zweisitzer mit großer Ladefläche – und man hat ein gutes Gewissen, zwischen den ganzen Stinkern im Stau Null CO2 zu emittieren. Eine ernsthafte Überlegung ist er jedenfalls Wert für all jene, die hauptsächlich in der Stadt fahren möchten.

E-Mobility auf der Messe Wels

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Energiesparmesse mit ACT-Sonderschau
ACT-Sonderschau “Elektrische Mobilität” von 05-07-03-2010 auf der Energiesparmesse Wels 2010.

Mag. Reinhard Würger hat über E-Mobility allgemein, ebenso wie über die damit zusammenhängenden Aktivitäten der Raiffeisen-Leasing und von The Moblility House referiert.

Die Besucher haben sich äußerst interessiert gezeigt und die E-Fahrzeuge mit großer Begeisterung getestet.

Es bewegt sich was: …..!!!!

Umweltminister Berlakovich ist E(h)-Mobil!

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THINK 

Heute, am 17.03.2010, hat Herr Minister Berlakovich den ersten Elektrodienstwagen des Lebensministeriums, übernommen.  Die erste Dienstfahrt mit dem Think (E-Mobil) hat gleich direkt zum Parlament in den Nationalrat geführt. Peter Engert (Sprecher der Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing) und August Hirschbichler (Geschäftsführer der Salzburg AG) haben den Think als Vertreter von The Mobility House an den Umweltminister übergeben.

Dazu passend fand ich heute diese Teletextnachricht und Info auf ORF.at:

Umweltfreundliche Autos parken gratis! 

Autos mit Hybrid- und Gasmotoren sowie Elektrofahrzeuge sollen in Innsbruck gratis parken dürfen. Umweltstadtrat Walter Peer hat am Montag diese österreichweit einzigartige Maßnahme angekündigt. Noch im März soll diese Verordnung im Gemeinderat beschlossen werden.

Leider wird die Maßnahme bis 30.06.2012 befristet und leider an paar Kilometer zu weit westlich! Doch was weiss man schon woher der Wind weht und wer weiss was ein Westwind mit sich bringen kann? In diesem Sinne hoffe ich auf einen kräftigen Westwind und viele ähnliche Verordnungen  auf dem Weg durch unser Land.  

E-Mobility in Österreich

Am Sonntag lief im ORF ein toller Beitrag über die Einführung von Elektroautos in Österreich. Darin werden gerade von gewerblichen Kunden, die seit ca einem Jahr Elektromobilität im Rahmen des Projektes VLOTTE der Vorarlberger Kraftwerke ( VKW) nutzen, sehr positive Erfahrungen  gezogen. E-mobility ist tatsächlich bereits heute praktisch anwend- und umsetzbar.

Als Partner des Projektes VLOTTE führt Raiffeisen Leasing die Finanzierung und das Fuhrparkmanagement durch. Wir freuen uns darüber, dass wir unseren Teil zum Gelingen dieses Projektes beitragen dürfen.

Wen`s interessiert, und ich hoffe Viele, der möge sich den Beitrag ansehen.

  

http://tvthek.orf.at/programs/1296-Oesterreich-Bild-am-Sonntag/episodes/1119185-Oesterreich-Bild-aus-dem-Landesstudio-Vorarlberg

Ich darf aber gleich mal ankündigen, dass es auch in anderen Regionen jetzt 2010 mit der E- mobility losgehen wird. Bekannt ist das vor Allem aus Salzburg, wo die ElectroDrive Salzburg, ein Partnerunternehmen von The Mobility House, die Ausschreibung des Klima und Energiefonds für Modellregionen 2010 gewonnen hat. Dort fahren bereits über 150 Kunden seit April 2 rädrig elektrisch und ab Frühjahr 2010 auch mit 4 Rädern.

Mehr darf ich momentan noch nicht sagen, aber bleiben Sie mal gespannt, ich verrate Ihnen schon bald neue ElectroDrive Partner und Autos, die wir 2010 auf die Strasse bringen werden.

  

Noch ein Thema habe ich, bei dem ich um Ihre Mithilfe ersuche. Schreiben Sie mir einfach Ihre Erfahrung und Meinung darüber, was bei der Einführung anderer  Alternativantriebe nicht so gut /gut gelaufen ist und was  bei der Einführung der E-mobility jedenfalls besser /auch gemacht/berücksichtigt werden sollte.

Interessant wären Stellungnahmen zu folgenden Antrieben/Treibstoffen:

Pflanzenöl/Rapsöl

Biodiesel

Superethanol/E 85

Gas-/ Biogas , CNG

Hybridautos

Elekrtromobilität

Ich denke, die Zukunft wird einen Mix aus verschiedenen Antriebsformen bringen. Klar ist, die alternativen Antriebsformen wie oben angeführt müssen forciert werden. Schön wäre, wenn wir Alle, die wir uns diesem Zukunftsthema verschrieben haben, voneinander lernen würden.

GRACE: Das coole e-bike

grace.jpgIn der Nähe von Hannover in Deutschland wird GRACE produziert. Ein E-motorbike, das in der oberen Preisklasse angesiedelt ist. Um die 6.000 EUR kostet ein derartiges Bike, das allerdings auch eigens für den Benutzer produziert wird. Alu-Rahmen, Lithium-Ionen Batterien, bis zu 45 km/h flott dank des 1,3 kW Elektromotors im Hinterrad. Das Bike gibt es in verschiedenen Formen und Farben. Das Video zeigt jedenfalls schon ein wenig von dem Spaß den man damit haben kann.Homepage des Herstellers

Renault-Nissan CEO Carlos Ghosn: ‘Now Is the Time for the Electric Car’

miev_165.jpgDer Vorstandsvorsitzende von Renault-Nissan Carlos Ghosn hat in einem Vortrag an der Wharton School (University of Pennsylvania) ein klares Bekenntnis zum Elektroauto abgelegt. Der Renault-Nissan Konzern wird im Jahr 2010 neue Modelle am US-Markt präsentieren. In diesem Blog wurden bereits auch einige kritische Artikel formuliert, die die Frage stellen, warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für Elektrofahrzeuge sein soll. Diverse Blogger weisen zu Recht darauf hin, dass das Elektroauto ja keine Innovation unserer Zeit ist und sich bis jetzt nicht am Markt durchsetzen konnte. Carlos Ghosn gibt in seinem Vortrag vier Gründe an, warum genau jetzt der richtige Zeitpunkt für die Elektromobilität ist:

  • Technischer Fortschritt
  • Ölpreis
  • Regulatorische Auflagen
  • Globale Wohlstandszunahme

Technischer Fortschritt

Es stehen für die Fahrzeuge erstmals leistungsstarke Batterien- bzw. Akkusysteme zur Verfügung.  Die Innovationskraft hat in den letzten Jahren einen Quantensprung erlebt und die Innovationen werden weitergehen.

Ölpreis

Trotz Wirtschaftskrise haben wir im Jahr 2009 einen durchschnittlichen Ölpreis von $ 68 pro Barrel. Obwohl die Wachstumsprognosen für 2010 für die meisten Regionen bescheiden sind, ist davon auszugehen, dass sich der Ölpreis mittelfristig wieder bei $150 bis $200 Dollar pro Barrel einpendeln wird.  Die Erhöhung wird natürlich die Diskussion über die Öl-Abhängigkeit der einzelnen Volkswirtschaften nähren.

Regulatorische Auflagen

Ghosn rechnet damit, dass die Umweltauflagen für die Unternehmen vor allem in der Automobilindustrie weiterhin steigen werden. Es sei daher notwendig, sich bereits jetzt mit diesen Zukunftstechnologien zu beschäftigen. 

Globale Wohlstandszunahme

Der Vorsitzende der Renault-Nissan Gruppe geht davon aus, dass wir vor allen in den Entwicklungsländern sehr hohe Wachstumsraten in der Wirtschaftsleistung sehen werden. Dadurch wird sich auch der Wohlstand in diesen Gesellschaften erhöhen. Dies wird laut Goshn zu einem Anstieg des globalen Fahrzeugbestandes von 700 Millionen auf 1,5 Milliarden Fahrzeuge führen. Im Hinblick auf die umweltpolitischen Herausforderungen auf globaler Ebene (z.B. Kyoto Ziele) wird diese Erhöhung nur durch CO2 neutrale Fahrzeuge wie Elektrofahrzeuge machbar sein.

Ich denke, dass Carlos Ghosn sehr eindrucksvoll die Chancen der Elektromobilität skizziert hat. Es liegt nun an den einzelnen Regierungen und der Gesellschaft dafür Sorge zu tragen, dass auch die entsprechende Infrastruktur für diese Antriebsform zur Verfügung steht und das vorhandene Potenzial abgerufen werden kann.