E-Mobility-Interministerielle Steuerungsgruppe erarbeitet Rahmenbedingungen

Schon Ende 2010 hat die Bundesregierung in Österreich eine interministerielle Steuerungsgruppe für die Einführung der Elektromobilität in Österreich eingesetzt.Die Steuerungsgruppe besteht aus höchstrangigen Vertretern der drei Ministerien Verkehr, Wirtschaft und Umwelt(Lebensministerium).

Dies ist insofern extrem begrüßenswert, weil einerseits staatliche/politische Rahmenbedingungen rasch erarbeitet werden und andererseits ein koordiniertes Vorgehen dreier- doch recht unterschiedlicher -Ministerien mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Augabenstellungen gewährleistet ist.

Wie schnell die Entwicklung gehen kann

Nachdem ich vor rd zwei Jahren in Innsbruck einen  Vortrag des ehemaligen Technikchefs von VW gehört hatte, der fast eine Stunde lang erklärt hat, daß die Elektromobilität nie im Leben was wird, immer viel zu teuer sein wird und übrigens VW stark auf die Steigerung der Effizienz des Motors setzt, hab ich ehrlich gesagt VW/Audi für das Thema E Mobility für die nächsten Jahre abgehackt.

Umso erstaunlicher hat uns AUDI Vorstand Michael Dick vor einigen Wochen eröffnet, daß Audi schon recht bald mit Serien – E Autos am Markt erscheinen wird.

Think im Selbsttest – Tag 1

Tag 1

Wohoo! I am E-mobile. Tag 1 des Selbsttests mit einem Elektroauto ist vorüber und nebst kleinen Hindernissen ist der erste Tag gut überstanden und der kleine Think steht ladenderweise in der Garage im Waldviertel.

Heute morgen durfte ich den Think in Wien abholen und bin dann gleich mal ins Waldviertel zum Haus meiner Eltern gefahren, da nur dort die Stromversorgung über Nacht gesichert werden kann (er muss ja schließlich 5-8 Stunden angesteckt sein). Ich dachte am ersten Abend bin ich lieber auf der sicheren Seite. Es waren  ca. 95 km und trotz Regen und widrigen Fahrbahnumständen bin ich anstandslos angekommen. Dann überkam mich jedoch der Übermut und ich wollte mit meinem Vater in der Gegend noch eine Spritztour machen. Der Ladestand war noch bei 20% und ich dachte, die 3km hin und zurück wird er wohl noch schaffen. Hin wars auch wirklich kein Problem, aber als wir die Rückfahrt antreten wollen, war der Think dann leider nicht mehr zu bewegen. Ich nehme an die plötzlich eingetretenen winterlichen Temparaturen haben der Batterie zu schaffen gemacht.

Da wir Gott sei Dank gerade auf einem Parkplatz bei einem Gasthaus waren und wir den Wirt kannten, haben wir das Auto, gemeinsam mit braven Männern vom Bundesheer ein paar Meter geschoben und kurz angesteckt. Nach 20 min Laden und einem ungewollten Einkehrschwung gings wieder zurück in die Garage, wo die Steckdose bereits wartete. Apropos Steckdose, mir fällt auf, dass die meisten Leute verwundert sind, dass man das Auto wirklich an eine ganz normale Steckdose anstecken kann, das zeigt wie hoch der Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung noch ist.

Ich habe mich auch online umgesehen, wo in der Gegend Stromtankstellen eingetragen sind. In Horn gibt es anscheinend keine Einzige, nur in umliegenden Dörfern. Mir fehlt auch wirklich noch eine Smart Phone App mit Google Map Verknüpfung. Vielleicht könnt sich diesem Thema jemand annehmen? Die Kelag ist mit ihrem e-tankstellen-finder ja schon recht weit (es gibt auch eine mobile Version fürs iPhone), aber das Entwicklungspotential ist noch riesengross. (weiterlesen …)

Über den Grossglockner, Wetten und Kutschen

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Die letzten beiden Tage konnte der Grossglockner ein wenig aufatmen, einige der zahlreichen Fahrzeuge, die die Grossglockner Hochalpenstrasse erklommen haben, verursachten weder Geräusche, noch stinkige Abgase. Die 1. Internationale Leistungsschau Elektromobilität Grossglockner lud zum Leistungstest und zur Ausstellung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.  So machte sich am ersten Tag eine Kolonne an Elektrofahrzeugen von Fusch weg auf den Berg. Es war nicht klar, ob es alle schaffen würden und der Fiat 500 sowie einige Piaggio Fahrzeuge haben es nur knapp nicht geschafft,  aber deshalb hieß es eben auch Leistungstest – wär ja sonst langweilig gewesen. Eine chronologische Erzählung der Ereignisse möchte ich Ihnen ersparen, deshalb hier meine Highlights:

Elektromobil fahren macht Spaß

G. Strobl mit dem Think unterwegsHeute hatte ich erstmals die Gelegenheit mit dem Elektroauto Think zu fahren. Ein Termin führte mich auf den Wiener Kahlenberg und so konnte ich auch gleich eine kleine Bergwertung in meinen Fahrtest einbauen. Die Fahrt durch Wien macht Spaß und dafür gibt es mehrere Gründe: Zunächst hat der Think eine für einen Kleinstwagen gute Beschleunigung und ein gutes Fahrverhalten für den Stadtverkehr. Am Beginn ist es ungewöhnlich, kein klassisches Motorgeräusch zu hören, das gibt sich aber bald. Vorsicht ist trotzdem geboten, Radfahrer und Fußgänger könnten einen überhören und so ist gerade im Stadtverkehr besondere Umsicht erforderlich. Die Fahrt auf den Kahlenberg erfolgte zügig und mit schon fast sportlichen Beschleunigungswerten. Nach anfänglichem Testen der Beschleunigung ging ich aber rasch über, den Blick auf die Batterieladeanzeige zu richten. Diese zeigt, wieviel Strom man durch das aktuelle Fahrverhalten aus der Batterie zieht und so tendierte ich bald, mehr zu gleiten als zu hetzen. Eine zu starke Betätigung des “Gaspedals” lässt man nach einigen Versuchen zugunsten einer ökonomischen Fahrweise dann doch sein. Für mich war daher bald die Herausforderung, möglichst sparsam unterwegs zu sein. So zeigte die “Stromtankuhr” nach 37 Kilometer noch 80 % Ladestand, was hochgerechnet für rund 160 Kilometer gereicht hätte. Das entspricht auch den Herstellerangaben.