veröffentlicht am 07.04.2010 um 09:06 von Jörg Bönisch (Raiffeisen-Leasing)
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert die Entwicklung und Evaluierung von Smart-Grids (”das Internet der Energie”) in Deutschland. Insgesamt werden fünf Projekte unterstützt: e-mobility, E-Tour Allgäu, GRID-Surfer, MEREGIOmobil und Smart-Wheels.
Alle Projekte befassen sich mit Themen rund um Elektromobilität, intelligente Energieverteilung, v2g (vehicle-to-grid, das Elektroauto als Zwischenspeicher), der Umweltverträglichkeit von Ökostrom und der Entwicklung von einheitlichen Abrechnungssystemen sowie Geschäftsmodellen.
Weitere Infos:
http://www.firmenpresse.de/pressinfo91121.html
http://www.im.uni-karlsruhe.de/Default.aspx?PageId=597〈=de
http://meregiomobil.forschung.kit.edu/
veröffentlicht am 05.08.2009 um 09:52 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing)
Deutlicher kann man es gar nicht zeigen. Der jüngste Ansturm auf die Fördermittel für Fotovoltaik legte die Server lahm, wie der Standard berichtete. Aber auch wenn man sich die Zahlen des Klima- und Energiefonds, der mit der Mittelvergabe beauftragt ist, ansieht, zeigt sich drastisch wie sehr am Bedarf und vor allem am Innovationswillen der Bevölkerung vorbeigefördert wird. In allen Bundesländern außer Wien gibt es eine vielfache Überzeichnung! Wie leicht wäre es, Menschen in Österreich dazu zu bewegen in eine innovative Technologie zu investieren?

Auch wenn man z.B. mit der im Frühjahr beschlossenen Verschrottungsprämie einen Vergleich zieht, zeigt sich ein entlarvendes Bild der rückwärtsgewandten Förderpolitik in Österreich: 45 Mio. EUR standen dafür zur Verfügung. Für die Investition in eine zukunftsorientierte Branche, die jedenfalls unmittelbar zur Senkung des CO2-Ausstoßes beiträgt, wurden jetzt gerade einmal 18 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Sollte das nicht zu denken geben?
Auf scharfe Kritik stößt diese Vorgehenweise auch seitens der Photovoltaik Austria. Dort wurde mittlerweile auch eine Beschwerdestelle eingerichtet. Wie ebenfalls in einer Chronologie zum 4. August 2009 angemerkt wird, wären aufgrund des enormen Interesses aus der Steiermark und Niederösterreich am ersten Fördertag alleine für diese zwei Bundeländer innerhalb von 8 Stunden 50 Mio. EUR benötigt worden …
Was ist der Grund für diese Zurückhaltung?
Nachtrag vom 06.08.2009: Auch Peter Drössler setzt sich in seinem Blog unter dem Titel “Zu wenig Energie“ mit dem Thema auseinander.
veröffentlicht am 22.04.2009 um 14:30 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing)
In Zeiten der Krise und der aktuellen österreichischen politischen Debatten tut es gut, schöne Beispiele für eine nachhaltige und vor allem vorausschauende Politik zu finden. Das Land Niederösterreich hat mit seinem Konzept der Energieberatung eine Maßnahme gesetzt, die auch die Bewusstseinsveränderung zum Ziel hat. Dort hat man erkannt, dass der erste Schritt zur Veränderung die Schaffung eines Problembewusstseins ist. Die Energieberatung wird gratis angeboten und dem Vernehmen nach höchst professionell und qualitativ hochwertig.
Sogar der Grüne Christoph Chorherr hat auf seinem Blog die Maßnahmen der Niederösterreicher gelobt und auch die Fördermaßnahmen des Landes Niederösterreich anlässlich der Krise hervorgehoben. Genau das richtige Rezept, “um gerade jetzt im Abschwung Impulse zu setzen” meint Chorherr. Für die thermische Sanierung bekommt man bis zu 20 % Zuschuss und installiert man eine Pelletsheizung oder Solaranlage gibts nochmal bis zu 10.000 EUR, also insgesamt bis zu 30.000 EUR Förderung!.
Dem Lob von Chorherr schließe ich mich an! Das nenne ich zukunftgerichtete Politik. Das würde ich mir auch von der Bundesregierung erwarten. Dort bedeutet aber zukunftgerichtete Politik derzeit, Mieten für Schulgebäude in die Zukunft zu verschieben …
veröffentlicht am 20.04.2009 um 10:35 von Peter Engert (Raiffeisen-Leasing)
Beginnen wir bei bei Wohnbauförderung: Wer sich mit Fördermaßnahmen im Wohnbau beschäftigt, bemerkt, dass es unglaublich viele verschiedenartige Förderungen gibt, die wiederum auf Einzelmaßnahmen abzielen und nie die Gesamtheit des ökologisch sinnvollen Bauens berücksichtigen.Derzeit wird die thermische Sanierung in einer Form gefördert, die die Ökologie nicht umfassend berücksichtigt. So hat es meines Erachtens keinen Sinn, Dämmung in Form von Problemstoffen auf Fassaden aufzubringen, die die Sondermülldeponien der übernächsten Generation belasten werden. Und es macht auch keinen Sinn, große Warmwasserkessel zu fördern, ohne zu berücksichtigen, wie das Wasser erwärmt wird.
Natürlich ist klar, dass aufgrund der aktuellen Krise rasche Maßnahmen von Regierungsseite erfolgen mußten, um die Wirtschaft anzukurbeln. Aber wir müssen trotzdem beginnen, nachhaltiger zu denken. Heute ein Haus zu bauen sollte daher - sowohl technisch als auch ökologisch - state of the art erfolgen. Und es sollte natürlich alle Maßnahmen von der Wärmedämmung durch massivere Ziegel, Regenwasser als Brauchwasser, ökologisch sinnvolle Heizungssysteme (Pellets, Erdwärme) oder die in Österreich derzeit noch stiefmütterlich behandelte Photovoltaik und Solarenergie berücksichtigen.
Wir werden daher versuchen, ein Umdenken herbeizuführen und uns in entsprechenden Arbeitskreisen und Foren engagieren, um einen wichtigen Schritt im Rahmen der Eigenheimschaffung und Sanierung zu machen.
veröffentlicht am 10.01.2009 um 20:36 von Reinhard Würger (Raiffeisen-Leasing)
Eigentlich will ich mich mit Lob für die Politik nicht allzuweit hinauslehnen.
Aber- das was in Niederösterreich bei der ÖVP Klausur für die Förderung des Energiesparens beschlossen wurde, verdient Anerkennung und ist jedenfalls ein guter Schritt in die richtige Richtung.
So werden private Investitionen in das Energiesparen von Gebäuden mit bis zu 30% oder max 12.000.- Euro gefördert. 40 Mio werden dafür aufgewendet, was natürlich rd 120 Mio Bauinvestitionen auslöst. Viel wichtiger ist aber die dadurch ausgelöste Energie - und CO² Einsparung .
Auch die energieeffiziente Sanierung von Gemeindegebäuden wird mit rd 25 Mio gefördert werden. Multiplikatoreffekt siehe oben. Das ist ein Bereich, in dem Raiffeisen Leasing schon seit Jahren erfolgreich tätig ist . Das Thema wurde von unserem CEO Peter Engert immer forciert .
Auch an Unternehmen hat man bei der Energieeinsparung gedacht und will dafür einen kleinen Beitrag von 2-3 Mio zur Verfügung stellen.
Ich habe schon immer behauptet, in Österreich geht ohne Förderung oder gesetztlichen Zwang nichts. Sehr erfreulich, dass man sich um den Landeshauptmann Pröll herum entschlossen hat, einen wichtigen Impuls auf Förderbasis für das Energiesparen zu setzten.Das tut sicher der Umwelt gut.
Niederösterreich zeigts vor! Jetzt seien die anderen Bundesländer-wo ich noch nichts in diese Richtung höre- gefordert.Und so ganz nebenbei, eventuell könnte sich ja der Neffe mal was vom Onkel abschaun!
veröffentlicht am 07.05.2008 um 17:33 von Peter Engert (Raiffeisen-Leasing)
Die Raiffeisen-Leasing hat endlich einen Blog! Wir wollen nämlich mit der Zeit gehen und die vielen spannenden Themen rund um die Ökoenergie auch über dieses immer beliebtere Medium kommunizieren. Warum wir das machen? Ganz einfach, die Raiffeisen-Leasing hat sich bereits seit dem Jahr 2000 - als eines der ersten Leasingunternehmen im deutschsprachigen Raum - um die Entwicklung und Finanzierung von Ökoenergieprojekten bemüht und zählt in diesem Segment zu den größten Investoren in Österreich. Aber Ökologie hat für uns nicht nur eine, sondern viele Perspektiven und der Spannungsbogen reicht von der Produktion über die Verwendung, den Einsatz von Sanierungen bis hin zur Mobilität. Die Palette, die wir anbieten, reicht von Projekten im Bereich der Windkraft über Bioöl-, Biogas-, Biomasse- sowie Photovoltaikanlagen bis hin zur Wasserkraft und Geothermie. Darüber hinaus engagiert sich die Raiffeisen-Leasing im Inland aber auch für den verstärkten Einsatz ökologischer Antriebe bei Fahrzeugen. Hier bieten wir unseren Kunden ein tolles Angebot: Nämlich die Gewährung eines Direktzuschusses von EUR 300,- bei Abschluss eines Leasingvertrages für ein Öko-Auto.
Aus all diesen Aktivitäten heraus beschäftigen wir uns auch seit längerer Zeit mit dem Thema Nachhaltigkeit, weil wir von unserer Verantwortung für die Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt überzeugt sind. Aber selbstverständlich machen wir all dies nicht uneigennützig - wir sind schließlich kein NGO. Sondern wir wollen natürlich Geld verdienen, um letztlich damit den Erfolg des Unternehmens, sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Eigentümer, aufrechtzuerhalten. Und wir sind überzeugt davon, dass das eine das andere nicht ausschließen muss! Gelebtes nachhaltiges Wirtschaften ist heute unumgänglich.
Die Ökologie als Teil der Nachhaltigkeit - dieses Megathema wird uns noch lange beschäftigen! Um dauerhaft erfolgreich zu sein, ist es wichtig, schon heute die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen!