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Tag ‘Gaspreis’

Event:Universitätslehrgang „Renewable Energy in Central & Eastern Europe

veröffentlicht am 05.03.2009 um 18:51 von Katharina Stögner icon keine Kommentare, keine Trackbacks

renewable-energy-talk_2009.pdf

Continuing Education Center - TU Wien

Renewable Energy Talk” an der TU Wien - Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich „Erneuerbare Energie” - AbsolventInnen stellen ihre Master Thesen vor!

Datum: Freitag, 06.03.2009, 14.00 Uhr
Ort: Technische Universität Wien, Festsaal und Boecklsaal

Programm:
• Begrüßung durch Vizerektor Prof. Hans Kaiser
• Überblick über die Master Thesen durch Prof. Helmut Drobir (Lehrgangsleiter)
• Gastvortrag von Mag.(FH) Bakk. Oksana Pavliska (Agro Service Austria)
• Vorstellung der Master Thesen
• Fragen und Diskussion

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenlos. Wir ersuchen um Anmeldung unter newenergy@tuwien.ac.at.

Für Rückfragen und Detailfragen kontaktieren Sie die Vienna University of Technology.

Gas- und Finanzkrise: Wie die Dinge zusammenhängen

veröffentlicht am 09.01.2009 um 13:52 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

In der Zeit im Bild vom 8.1.2009 hat der ORF-Moskau-Korrespondent Georg Dox einen für mich in dieser Deutlichkeit noch nicht wahrgenommenen Zusammenhang auf den Punkt gebracht: Russland will sich mit diesem harten Vorgehen in der Gaskrise auch für die Verluste aus der Finanzkrise schadlos halten. “Russland sieht sich und seine Bevölkerung als Opfer der vom Westen verursachten Finanzkrise” und “wird nun versuchen, aus ihren  Ressourcen soviel wie möglich herauszuholen”, meint Georg Dox.

Dieses russische Verhalten macht natürlich Sinn und es ist zu befürchten, dass - wie auch Dox meint - dies erst der Anfang von dem ist, was uns seitens des russischen Bären noch bevorsteht. Russland wird ein zunehmend selbstbewusster und damit auch schwierigerer Parnter, der seine Bedeutung in der Weltpolitik weiter ausbauen wird. Für Europa heisst dies nun gerade eben Gaskrise. Dies ist der Vorgeschmack auf kommendes. Auch hier erfüllt sich leider, was viele schon seit längerem sagen: Europa wird noch teuer für seine Ressourcenabhängigkeit zahlen. Die Finanzkrise hat hier den Prozess offensichtlich nochmals deutlich beschleunigt. Aber wie gesagt: das ist wohl erst der Anfang.

Wenn uns dann nicht mehr einfällt, wie z.B. die Nuklearenergie zu fördern um die Gasabhängigkeit zu reduzieren,  dann sollten wir unsere Experten mal einer gründlichen Auslese unterziehen.  Georg Günsberg hat dazu einen Beitrag unter dem Titel “Die falsche Nuklear statt Gas-Rechnung” auf seinem Blog verfasst - wirklich lesenswert.

Tag 2 ohne russische Gaslieferung: Was nun, Europa?

veröffentlicht am 08.01.2009 um 08:56 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Photovoltaic statt Gas (Fotomontage: Raiffeisen-Leasing)Nachdem dieser Tage, Wochen - ja Monate - die schlechten Nachrichten irgendwie zum Tagwerk gehören, denkt man vielleicht etwas intensiver über die Dinge nach. Jahreswechsel war auch gerade, da reflektiert man auch mal ein wenig mehr.

Ich hab dazu in meinen Ökoenergie-Blog Beiträgen drei Monate zurückgeblättert: Im Oktober 2008 hatte ich den Beitrag “Fossile Energie: Droht uns die nächste Krise?” anlässlich einer Veranstaltung “Kein Öl, kein Gas, gute Nacht Europa!” gebloggt. Ich konnte ja nicht ahnen, wie rasch einem so eine Frage einholen würde. ORF ON fragt ebenfalls heute “Abhängigkeit von Russland: Aus Gaskrise 2006 nichts gelernt?

Hans Kronberger von der Photovoltaic Austria bezeichnete Europa aufgrund seiner enormen Abhängigkeit als “Gas-Junkie“. Nun zeigt sich am Tag 2 die steigende Nervosität Europas. Hektische Diplomatie, Finanzunterstützung an die Ukraine wird überlegt, unsere osteuropäischen Nachbarstaaten kämpfen mit der Kälte in den Wohnungen. Noch haben wir in Österreich genug Gas in der “Schublade”. Die nächsten drei Monate sollte es noch reichen … Ein gewisser Vergleich mit Suchtverhalten drängt sich da schon auf - und mir damit die Frage: Wann werden wir in Europa endlich - und wir in Österreich könnten gleich damit beginnen - unsere Energiepolitik radikal umstellen? Wo sind die Visionen für einen radikalen Umstieg auf erneuerbare Energie in allen Lebensbereichen? Einmal mehr hoffe ich auf die bewusstseinsstärkende Wirkung einer Krise und hoffe, dass wir sie endlich als Chance begreifen.

P.S.: So sehr Europa in einigen anderen Krisenbereichen auf die Sogwirkung und Kraft des President Elect Barack Obama hofft, wird es seine Gasabhängigkeit alleine in Griff bekommen müssen - da kann uns kein amerikanischer Präsident der Welt helfen …

Preissteigerung bei Erdgas ist enorm

veröffentlicht am 16.10.2008 um 09:11 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 2 Kommentare, keine Trackbacks

Irgendwie fahre ich manchmal zugegebenermaßen eine persönliche Vogel-Strauß-Politik. Man liest seit Monaten über die Preissteigerungen im Energiebereich. Als Nicht-Autobesitzer ging zumindest die Benzinpreissteigerung bislang persönlich unbetroffen an mir vorüber.

Tarifinfo (Foto: Günter Strobl)Gestern allerdings ist die “Preisinformation zu Strom und Erdgas - Tarif ab 15.11.2008″ der Wien Energie ins Haus geflattert. Und da musste ich mich tatsächlich gleich mal hinsetzen: Die sehr übersichtliche Darstellung zeigt in bunten Farben eine düstere Wahrheit: Mein Gaspreis - und natürlich nicht nur meiner - ist um 23 % (von 5,8525 Cent auf 7,1904 Cent/kWh) gesteigen. Für den geneigten Leser mag dies nichts Neues sein, für mich - rational betrachtet - eigentlich auch nicht. Was neu für mich ist, ist die persönliche Betroffenheit. Mindestens 150,- EUR mehr im Jahr für den durchschnittlichen Wiener Haushalt sind eine Menge Geld. Meine persönliche Reaktion dazu wird sein: Einsparen und einen Pullover mehr im Winter in der Wohnung anziehen, die Raumtemperatur wird nämlich ab sofort um 1,5 Grad abgesenkt. Mir ist nämlich ohnehin heiß geworden. Basta. Falls mir dazu sonst noch was einfällt, lasse ich es Sie wissen.

Fossile Energie: Droht uns die nächste Krise?

veröffentlicht am 08.10.2008 um 11:42 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 4 Kommentare, keine Trackbacks

Dieser Blog-Eintrag ist mir nicht leicht gefallen: Ich war gestern bei einem Vortrag von Dr. Hans Kronberger, Präsident der Photovoltaic Austria, zum Thema “Kein Öl, kein Gas, gute Nacht Europa!“. Der Biomasseverband hat in der Akademie der Wissenschaften dazu eingeladen. Jetzt sind wir gerade mitten in einer der größten Finanzkrisen, die die Welt je gesehen hat - von einer Bewältigung derselben dürften wir noch weiter entfernt sein - und ich hocke in einem Vortrag über die nächste Gefahr: Eine Energiekrise ungeahnten Ausmaßes bedroht Europa in den kommenden Jahren.

Photovoltaic statt Gas (Fotomontage: Raiffeisen-Leasing)So zumindest zeichnet der Vortragende Hans Kronberger das Bild: Die Gasreserven werden zunehmend knapp. Die EU wird im Jahr 2020 - so Kronberger - 25 % des benötigten Erdgases nicht bekommen! Die Preise werden drastisch steigen. Kronberger erzählt von Aktivitäten der russischen Gazprom, die sich die Gasvorkommen von Lybien und Algerien sichern, letztlich um die Gasversorgung Europas unter ihre vollständige Kontrolle zu bekommen. Diese Aktivitäten, die sich im wesentlichen in den letzten 24 Monaten abgespielt haben, würden von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Das ist nur eine Facette einer düsteren und vor allem dramatischen Entwicklung am fossilen Energiesektor. Er spitzt es zu und bezeichnet Europa als “Gas-Junkie”, das demnächst in der vollständigen energietechnischen Abhängigkeit Russlands steht.

Die EU ist in dieser Frage zerstritten und ohne Perspektive, meint Kronberger und fordert eine Initiative Österreichs, sich auf den Weg zur energietechnischen Unabhängigkeit zu begeben. Er bricht eine Lanze für die Photovoltaic und meint, dass spätestens 2015 der Durchbruch beim Preis für Solarenergie erfolgen wird. Wahrscheinlich schon früher, wenn man sich die letzten Preissteigerungen ansieht. Aber so lange sollen und dürfen wir nicht warten. Wir müssen jetzt beginnen, Photovoltaic zu nutzen, die Technik sei ausgereift. Österreich kann beweisen, dass Energieunabhängigkeit umsetzbar ist.

Warum mir dieser Blog-Eintrag nicht leicht gefallen ist. Weil ich grundsätzlich ein Optimist bin, der gestrige Vortrag mich aber doch einigermaßen depremiert hat. Ist es tatsächlich so schlimm? Wird Kronberger einer jener sein, von denen man in 10 Jahren sagen wird, er hätte damals schon darauf hingewiesen? Sind solche Vorträge und Informationen bloße Schwarzmalerei und Öko-Radikalismus? Wieviel Zeit bleibt noch für die Energiewende in Europa? Und: Wie bewältigen wir eine derartige Energiekrise, wo wir doch gerade mitten in der Finanzkrise stecken?

Eines fällt mir jetzt beim Schreiben schon ein: Ein umfassendes Investitions- und Förderprogramm der öffentlichen Hand für Ökoenergieprojekte! Der Staat ist - angesichts der Finanzkrise ohnehin gefordert zu investieren - jetzt geht es vor allem darum in die richtigen, zukunftsweisenden Projekte zu investieren! Fordern wir die Energiewende, jetzt!

Bericht auf Photovoltaic Austria

Antwort zum Kommentar von Ingo Oberortner:

Zum Thema “Photovoltaic ist noch zu teuer bzw. was kann man tun, damit es auch für Private erschwinglich wird” hat eine Frau aus dem Publikum der Veranstaltung gemeint, dass man beim Auto oder beim Urlaub derartige Wirtschaftslichkeitsfragen nicht oder kaum gestellt werden. Sie plädierte dafür, dass man sich auch schon jetzt Sonnenenergietechnologie leisten sollte. Ihr jedenfalls mache es Spaß, wenn sie täglich sieht wie ihr Elektroauto mit Solarenergie aufgetankt wird. Außerdem - so ließ mich der Vortrag auch schließen, sind alle gestrigen Wirtschaftlichkeitberechnungen Makulatur: Die fossilen Energiepreise werden derart steigen, dass sich eben schon sehr bald (weit vor 15 Jahren) die Alternativenergieträger rechnen. Außerdem: Man halte sich immer vor Augen: Die Sonne, der Wind selbst bleiben immer gratis!

Mein Fazit daraus: Wären wir nur überall so kritisch bei der Wirtschaftlichkeit gewesen, dann hätten wir wahrscheinlich die Probleme gar nicht, die wir heute haben.

Fossile Energieträger werden immer teurer!

veröffentlicht am 17.06.2008 um 14:36 von Peter Engert (Raiffeisen-Leasing) icon 4 Kommentare, keine Trackbacks

Wenn man in letzter Zeit die Publikationen der Arbeiterkammer gelesen hat, konnte man feststellen, dass in diesen immer wieder darauf hingewiesen wird, dass Ökoenergie die Lebenshaltungskosten verteuert. Über den steigenden Ölpreis gibt es hingegen nichts zu lesen. Und ich frage mich, wann wird man in der AK merken, dass sich auch die Gaspreise deutlich verteuern werden?

Ich glaube, es ist wirklich an der Zeit, volle Kraft in die Erforschung und Entwicklung von Alternativen zu den fossilen Energieträgern zu stecken! Und ich appelliere an alle Institutionen in Österreich, ihre - oft an den Haaren herbei gezogenen - Gegenargumente aufzugeben. Stattdessen sollten wir alle gemeinsam Anstrengungen unternehmen, um Lösungen zu finden bzw. die Energieeffizienz deutlich zu steigern. Die Zwischenfälle in der letzten Zeit in diversen Atomkraftwerken haben außerdem gezeigt, dass die Atomenergie nach wie vor eine sehr gefährliche Alternative darstellt. Und sie besitzt definitiv keine nachhaltige Zukunft als „grüne Energiequelle”!

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