• hintergrund anzeigen
top

Tag ‘Google’

Eine Google-Abfrage verbraucht NICHT 60 Watt pro Stunde (bin mir fast sicher)

veröffentlicht am 20.03.2009 um 00:43 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Ich höre sehr gerne auf meinem ipod die Podcasts des Philosophischen Radios von WDR5. Die Sendung beschäftigt sich mit allen möglichen Themen der Philosophie - sie ist wirklich empfehlenswert.

In der Sendung “Biokapital” vom 23.01.2009 behauptet der Gast Andreas Weber an der Stelle 36:00 (mp3-Audio 27 MB-File) “dass für eine Google Suche soviel Energie fließt, wie für eine 60 Watt Birne eine Stunde lang nötig ist.” Mich hat diese Information beeindruckt und inspiriert, einen Blog-Artikel dazu zu schreiben. Ich hab in mehreren Gesprächen mit KollegInnen allerdings gemerkt, dass alle über dieses immense Ausmaß des Energieverbrauchs verwundert waren und so bin auch ich skeptisch geworden. Und habe begonnen zu recherchieren.

Googled man “google abfrage 60 watt” bekommt man als erstes Ergebnis “Google-Abfrage” kostet so viel Energie wie eine Elf-Watt-Sparbirne“. Die “ShortNews” Webseite auf der man landet ist wenig aussagekräftig und datiert den Artikel mit 07.07.2007, 13.25 Uhr. Immerhin wird auf eine Quelle verwiesen und man landet auf einem Artikel “Klimaschutz und Internet” vom 06.07.2007 19.57 Uhr. Auch dort bezieht man sich auf eine nicht näher bezeichnete Untersuchung. Quelle: Das deutsche Nachrichtenmagazin spiegel.de. Dieses titelt “Einmal googeln entspricht einer Stunde Licht“. Spiegel bezieht sich auf eine bestimmte Presseaussendung der STRATO AG, die ich allerdings nicht mehr finden kann. Was ich allerdings finde, ist ein blog-Beitrag “Schadet Googeln der Umwelt?” der es als PR-Gag der STRATO AG entlarvt. Wobei die Links allesamt nicht mehr auf die Originalpresseaussendung verweisen dürften - ich finde nirgends einen Hinweis darauf, dass STRATO AG das behauptet hat.

mehr

Googles Beitrag zum weltweiten Umweltschutz

veröffentlicht am 03.02.2009 um 11:11 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Googles Geschichte ist ja schon allein deshalb beeindruckend, weil diese Firma in 10 Jahren die Welt wohl mehr beeinflusst hat, wie kaum ein anderes Unternehmen. “Googlen” drang in den Alltagssprachgebrauch ein, Google schaffte mit Google-Earth ein neues Bild von der Welt, arbeitet seit einigen Jahren an “Street-View”, Suchen ohne Google ist für 65 % aller Internetnutzer kaum vorstellbar. Die Innovationskraft dieses Unternehmens ist und bleibt beeindruckend. Nun stellt es ihr über zwei Jahre entwickeltes Projekt Google Ocean vor und setzt damit erneut einen Meilenstein im Internet.

Wow - kann man dazu nur sagen - auch wenn ich bei Multimilliarden-Konzernen, dazu gehört Google mittlerweile, stets auch skeptisch bleibe (z.B. wie Google mit den Daten seiner Nutzer umgeht). Trotzdem muss man anerkennen, dass Google mit Google Ocean (korrekterweise heisst es Google Earth 5.0) mehr zur Bewusstseinsbildung über die Weltmeere und hier natürlich auch über die Ökologischen Aspekte beiträgt, als irgend eine andere Organisation, es in so kurzer Zeit schaffen würde. Google Ocean wird endlich großflächig und weltweit die Probleme und Herausforderungen von über 60 % unserer Planetenoberfläche thematisieren helfen.

Google Ocean bietet nämlich auch “zahlreiche Informationen etwa über das Great Barrier Reef, zu den Wanderrouten vieler Großfische sowie über die Auswirkungen der Überfischung.” wie ORF futurezone berichtet. 

Thematisieren ist ein erster wichtiger Schritt zu Lösungen für weltweiten Umweltschutz.

top