Google Insights meets Solar

Nach den etwas “schweren” Artikel der letzten Zeit habe ich heute eine kleine Spielerei und vielleicht ein nettes Marketingtool für so manchen Leser. Kürzlich habe ich das (für mich) neue “Google Insights” entdeckt. Mit diesem Tool kann man sogenannte Suchvolumenmuster über bestimmte Regionen, Kategorien, Zeiträume und Webdienste hinweg vergleichen. Ich hab natürlich gleich die Begriffe Photovoltaik und Solar gesucht und wollte wissen, wo die Begriffe in Österreich am häufigsten vorgekommen sind. So konnte ich einiges über unser Land lernen.

Kabellose Ladestation für Elektroautos

Das Spin-off „EVATRAN“ (Ein Spin-off ist eine Abspaltung einer Geschäftseinheit aus einem Unternehmen in ein neues Unternehmen um Entwicklungsergebnisse extern zu vermarkten) des amerikanischen Unternehmens „MTC Transformers“ (Magnetic Technologies Corporation) entwickelte eine kabellose Ladestation für Elektroautos.

Die Technologie:

Geladen wird das Elektroauto mittels magnetischer Induktion. Über eine Spule in der am Boden befindlichen Ladeplatte wird ein magnetisches Feld erzeugt. In der Ladeeinheit im Auto wird über eine zweite Spule dieses magnetische Feld wieder in Strom umgewandelt. Ladevorgänge mittels Induktion gibt es zum Teil schon bei Handys, elektrischen Zahnbürsten und Rasierapparaten, Laptops, etc. Im Automobilbereich sind sie noch fast nicht existent, weil die der Effizienzgrad oft noch zu gering ist. Der Effizienzgrad liegt meist bei 50 – 70 Prozent. Die von „Evatrans“ verwendeten Prototypen befinden sich bei knapp unter 80%. In der Serienproduktion sollen die Ladestationen dann zumindest bei 90% liegen.

Solarpotenzialseiten in Österreich

(c) Stadt Wien, UmweltgutBei der letzten Tagung der PV-Austria lernte ich die Firma Laserdata kennen. Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit Einstrahlungsdaten und so war es spannend mit Leuten zu sprechen, die hinter den so wichtigen Bildern stehen. Da nur sehr wenige Menschen überhaupt wissen, dass es diese Solarkataster  gibt, und schon gar nicht, welche Orte bereits  abgedeckt sind, möchte ich eine Liste der Solarpotenzialseiten erstellen, die derzeit in Österreich zu finden sind. Ich freue mich natürlich über Hinweise zu Katastern, die hier nicht enthalten sind.

Katasterübersicht Österreich

Solarpotenzialkataster der Stadt Wien

Einfach Adresse eingeben und die m2 bebaubarere Fläche ansehen. Das “sehr gut geeignet” bedeutet mehr als 1.100 kWh/m2 Globalstrahlung und  “gut geeignet” bedeutet zwischen 900 kWh/m2. Ich würde mir hier wünschen, dass auch die Dachneigung noch ablesbar ist,  aber vielleicht wird ja bereits daran gearbeitet. Jedenfalls rate ich jedem, mal rein zu klicken. Als Faustregel gilt, dass für 1 kWp ca. 7-10 m2 Dachfläche gebraucht werden. Wens ganz genau interessiert, hier eine Präsentation darüber, wie die Daten erhoben wurden.

Solarkataster St. Pölten

St. Pölten befindet sich offenbar gerade mitten in einer Solaroffensive. Die Farbwahl für die Auswahl der bestgeeignetsten Flächen finde ich mit Grün und Gelb etwas unglücklich, da sich international die Farbe Rot bereits als Standard für die höchste Sonneneinstrahlung durchgesetzt hat. Wirklich gut finde ich, dass alle Haushalte, die ein sehr gut geeignetes Dach haben, darüber informiert werden.  Dieses Bewusstsein für den höheren Wert einer nach Süden ausgerichteten Dachfläche zu schaffen, halte ich für sehr wichtig.

Solarpotentlialanalyse Gleisdorf

Bei dieser Analyse handelt es sich zwar lediglich um ein pdf wo das Solarpotential ermittelt wurde, es wurde jedoch im Rahmen eines Energienutzungsplanes erstellt, wo das Erneuerbare Potential der gesamten Gemeinde erarbeitet wurde. Ein wichtiger Schritt, den sich auch andere Gemeinden  zum Vorbild nehmen können.

Solardachkataster der Stadt Graz

Die sehr guten und guten Flächen sind mit Rot bzw. Gelb gekennzeichnet. Gut finde ich, dass die Denkmalgeschützten Flächen in der Innenstadt  ebenfalls bereits eingezeichnet sind. (weiterlesen …)

Eine Google-Abfrage verbraucht NICHT 60 Watt pro Stunde (bin mir fast sicher)

Ich höre sehr gerne auf meinem ipod die Podcasts des Philosophischen Radios von WDR5. Die Sendung beschäftigt sich mit allen möglichen Themen der Philosophie – sie ist wirklich empfehlenswert.

In der Sendung “Biokapital” vom 23.01.2009 behauptet der Gast Andreas Weber an der Stelle 36:00 (mp3-Audio 27 MB-File) “dass für eine Google Suche soviel Energie fließt, wie für eine 60 Watt Birne eine Stunde lang nötig ist.” Mich hat diese Information beeindruckt und inspiriert, einen Blog-Artikel dazu zu schreiben. Ich hab in mehreren Gesprächen mit KollegInnen allerdings gemerkt, dass alle über dieses immense Ausmaß des Energieverbrauchs verwundert waren und so bin auch ich skeptisch geworden. Und habe begonnen zu recherchieren.

Googled man “google abfrage 60 watt” bekommt man als erstes Ergebnis “Google-Abfrage” kostet so viel Energie wie eine Elf-Watt-Sparbirne“. Die “ShortNews” Webseite auf der man landet ist wenig aussagekräftig und datiert den Artikel mit 07.07.2007, 13.25 Uhr. Immerhin wird auf eine Quelle verwiesen und man landet auf einem Artikel “Klimaschutz und Internet” vom 06.07.2007 19.57 Uhr. Auch dort bezieht man sich auf eine nicht näher bezeichnete Untersuchung. Quelle: Das deutsche Nachrichtenmagazin spiegel.de. Dieses titelt “Einmal googeln entspricht einer Stunde Licht“. Spiegel bezieht sich auf eine bestimmte Presseaussendung der STRATO AG, die ich allerdings nicht mehr finden kann. Was ich allerdings finde, ist ein blog-Beitrag “Schadet Googeln der Umwelt?” der es als PR-Gag der STRATO AG entlarvt. Wobei die Links allesamt nicht mehr auf die Originalpresseaussendung verweisen dürften – ich finde nirgends einen Hinweis darauf, dass STRATO AG das behauptet hat.

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Googles Beitrag zum weltweiten Umweltschutz

Googles Geschichte ist ja schon allein deshalb beeindruckend, weil diese Firma in 10 Jahren die Welt wohl mehr beeinflusst hat, wie kaum ein anderes Unternehmen. “Googlen” drang in den Alltagssprachgebrauch ein, Google schaffte mit Google-Earth ein neues Bild von der Welt, arbeitet seit einigen Jahren an “Street-View”, Suchen ohne Google ist für 65 % aller Internetnutzer kaum vorstellbar. Die Innovationskraft dieses Unternehmens ist und bleibt beeindruckend. Nun stellt es ihr über zwei Jahre entwickeltes Projekt Google Ocean vor und setzt damit erneut einen Meilenstein im Internet.

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