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Tag ‘Grünen’

Land Niederösterreich setzt die richtigen Impulse

veröffentlicht am 22.04.2009 um 14:30 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

In Zeiten der Krise und der aktuellen österreichischen politischen Debatten tut es gut, schöne Beispiele für eine nachhaltige und vor allem vorausschauende Politik zu finden. Das Land Niederösterreich hat mit seinem Konzept der Energieberatung eine Maßnahme gesetzt, die auch die Bewusstseinsveränderung zum Ziel hat. Dort hat man erkannt, dass der erste Schritt zur Veränderung die Schaffung eines Problembewusstseins ist. Die Energieberatung wird gratis angeboten und dem Vernehmen nach höchst professionell und qualitativ hochwertig.

Sogar der Grüne Christoph Chorherr hat auf seinem Blog die Maßnahmen der Niederösterreicher gelobt und auch die Fördermaßnahmen des Landes Niederösterreich anlässlich der Krise hervorgehoben. Genau das richtige Rezept, “um gerade jetzt im Abschwung Impulse zu setzen” meint Chorherr. Für die thermische Sanierung bekommt man bis zu 20 % Zuschuss und installiert man eine Pelletsheizung oder Solaranlage gibts nochmal bis zu 10.000 EUR, also insgesamt bis zu 30.000 EUR Förderung!. 

Dem Lob von Chorherr schließe ich mich an! Das nenne ich zukunftgerichtete Politik. Das würde ich mir auch von der Bundesregierung erwarten. Dort bedeutet aber zukunftgerichtete Politik derzeit, Mieten für Schulgebäude in die Zukunft zu verschieben …

Grüner Konflikt zeigt die Visionslosigkeit

veröffentlicht am 02.02.2009 um 23:38 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 5 Kommentare, keine Trackbacks

Vorneweg: Ich habe intensiv darüber nachgedacht, ob dieser Blog überhaupt dazu geeignet ist, ein sehr aktuelles parteipolitisches Thema aufzugreifen. Ich hoffe am Ende meines Postings kommt zutage, was ich mir dabei gedacht habe.

Der aktuelle Konflikt der Grünen rund um Johannes Voggenhuber’s Kandidatur für die Europawahlen bringt einige sehr unschöne Zusammenhänge hervor. Ich stellte mir rund um diesen Personalkonflikt auch die Frage: Hat irgend eine relevante politische Kraft in diesem Land eine Vision zu Ökothemen? Wie geht das?

Kurz zur parteipolitischen Dimension des Konflikts: An der Oberfläche - so scheint es - wurde da ein innerparteilicher Machtkampf ausgetragen. Viele Internetpostings unterstreichen diese These: Die Grünen, das einzige was stört, ist der Wähler (helge.at), Europa wählen (Peter Drössler), Feinde der Logik (Niko Alm), Basis- oder Funktionärsdemokratie (Christoph Chorherr).

Wie enorm die Wirkung dieser Debatte über das Internet war sieht man - inklusive eindrucksvoller Grafiken - auf “Wissen belastet.” Diese positive Entwicklung des Internets als Kommunikationsmedium lässt mich also als Mit-Autor des Ökoenergie-Blogs hoffen … ;-)

Was hat das nun mit dem Titelthema zu tun?

Auch wenn die Bundesgeschäftsführerin der Grünen Michaela Sburny z.B. meint, dass “es schon die Verantwortung der Grünen Gremien [ist] zu sagen, was der Durchsetzung der Inhalte unserer Vorstellungen am besten dient” [vgl. der Standard Online]  dann verweist sie zwar auf inhaltliche Unterschiede bei der Kandidatenwahl. Ich habe aber - trotz eingehender Recherchen - überhaupt keine inhaltlichen Aussagen rund um die Kandidaten-Debatte gefunden. Auch kein diesbezüglicher Blog-Beitrag beschäftigt sich mit Inhalten. Dies lässt für mich den Schluss zu, dass es sie nicht gibt oder durch die Personaldebatten völlig überdeckt werden. Jedenfalls kommt auch der o.a. Artikel “Die Grünen: Die Kommentare und die Folgen” zu dem Schluss, dass “in den beobachteten […] fast zwei Monaten […] über kein einziges Thema diskutiert wurde“!  

Warum diskutiert man in der Politik nicht über die besseren Ideen sondern immer wieder über Personen?

Die Frage in aller Kürze beantwortet: Ich behaupte, weil es die besseren Ideen nicht gibt. Weil wir - z.B. im Gegensatz zu Schweden - noch immer in Österreich auf der Suche nach einem Visionären Ziel in der Ökologie sind. Weil seit dem Atomausstieg in Österreich kein großes Umweltziel mehr formuliert wurde. Weil wir auch in Europafragen - und die Ökologiefrage ist zumindest auch eine Europafrage - keine Ideen haben. Weder die Grünen, noch eine andere politische Kraft in Österreich. Uns fehlen große Ideen, eine große Vision. Uns fehlt eine breit angelegte Diskussion darüber, wie wir Österreich energieautark machen können. Wie können wir regional verwurzelt und nachhaltig wirtschaften und so unsere Abhängigkeit von russischem Gas und amerikanischen Immobilienblasen reduzieren? Soviele Themen, die wir zu lösen hätten …

Und warum gehen wir’s nicht an? Weil wir in politischen Debatten noch immer viel lieber über Personen streiten, als über Visionen. Ist das typisch Österreichisch oder nur Grün?

Ich würde gerne über die Vision streiten, Österreich bis 2020 energieautark zu machen. Lasst uns damit endlich beginnen. Dieser Blog wird einen Beitrag dazu leisten.

Und wieder steht die Politik!

veröffentlicht am 14.08.2008 um 09:34 von Peter Engert (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

In der Politik geht wieder einmal nichts weiter und es wird versucht, mit Meinungsforschern und Meinungsbildnern griffige Themen für den Wahlkampf zu entwickeln. Ernsthafte Vorschläge zu Öko-Themen sind meiner Meinung nach momentan aber nicht einmal bei den Grünen zu finden. Weder Weitblick, noch eine gezielte strategische Ausrichtung für die Zukunft ist in der österreichischen Politik dokumentiert.
Es ist daher echt ein Glück, dass sich trotzdem viele Unternehmen, Interessierte, Erfinder und umweltbewegte Menschen von dieser politischen Lethargie nicht anstecken lassen, sondern sehr wohl weiter an der Zukunft arbeiten.
Vielleicht haben wir ja Glück und bekommen nach der Wahl eine arbeitsfähige Regierung für Österreich, der wir dann wieder einmal unsere Vorschläge, Konzepte und Inputs für verbesserte Rahmenbedingungen im Bereich der Ökoenergie präsentieren können. Bis dahin werden wir weiter daran arbeiten, gemäß unserem Motto „Besser geht immer!”

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