Sustainovation back in Town

(c) Mehrblick, Foto: Oleks Hnatenko

Heute möchte ich euch diese Konferenz ans Herz legen, denn auch 2011 eröffnet das Wiener IdeenStudio Mehrblick einen besonderen Raum und lädt zur IdeenKonferenz Sustainovation. Der zentrale Gedanke bleibt der gleiche wie letztes Jahr – nämlich, dass die Herausforderung einer zukunftsfähigen Gesellschaft nach neuen Innovationen verlangt – UND nach den entsprechenden Menschen, welche diese am Markt und in der Gesellschaft auch erfolgreich durchsetzen. Da nur noch wenige der 130 Plätze frei sind, rate ich zu einer schnellen Anmeldung. Die Sessions können sich bereits sehen lassen. Unglaublich vielfältig! Hier noch nähere Infos:

Temporärer Campus der Zukunftsfähigkeit

„Sustainovation wird zum temporären Campus der Zukunftsfähigkeit, dessen Teilnehmer vor allem eines eint: Ihre innere Haltung und eine schöpferische Lust an Innovation.“, so Hannes Offenbacher, Geschäftsführender Gesellschafter von Mehrblick.

Für jeden Teilnehmer ist  die Einreichung für eine der 30 Sessions möglich. Gesucht werden Präsentationen für die 3 parallelen Räume (1) Idee – Vision, (2) Erfolge – Best Practice und (3) Erkenntnisse – Wissen. Die Veranstalter erstellen aus allen Bewerbungen das endgültige Programm. Auch ohne eigene Session ist vor Ort genügend Raum und Zeit für Austausch und das Entwickeln von Ideen. (weiterlesen …)

Ein Windkanal im Dachstuhl?!!

(c) Windhaus.at

Güssing, das “gallische Energiedorf” im Burgenland kann mit einem weiteren Projekt auf sich aufmerksam machen. Im Kurier (Artikel leider nicht online) habe ich das Windhaus von Peter Schaberl entdeckt. Hier die Kurzbeschreibung der Innovation:

“Die Nutzung umgewandelter Windturbulenzen in lineare Winde zum Antrieb eines Windrades im Dachraum eines Nebengebäudes. “

Wer sich ein wenig mit Windenergie beschäftigt dürfte nach diesem Satz bereits neugierig werden, für Windneulinge sei Folgendes erklärt:

1. Kleinwindkraftanlagen haben große Probleme in niedrigeren Höhen, da nicht nur weniger Windstärke herrscht, sondern die lineare Strömung durch Häuser, Bäume, usw. durcheinandergewirbelt wird und so den Windertrag schmälert. Hier ein gutes Bild dazu. Ein wichtiger Teil des Windhauses ist nun laut Website, dass diese Turbulenzen durch einen Windkanal  im Dachstuhl in lineare Strömungen umgewandelt werden und so zu einer besseren Windausbeute führen. (weiterlesen …)

Blogparade: Gesellschaftsfreundliche Produkte als Innovationsmotor

Blogparade Innovation

Dies ist ein Artikel im Rahmen der Blogparade  zum Thema Zukunft-Innovation! Danke an  die 3M-Plattform und Blögger für den Denkanstoss!

Was zeichnet ein innovatives Unternehmen nun aus?

Diese Frage wurde vor wenigen Jahren bei meinem Studium an der WU noch mit folgendem Satz beantwortet:

“Sie müssen die Bedürfnisse der Kunden erkennen und diese Produkte dann auf den Markt bringen.”

Eben diese Lehre rechtfertigt zahlreiche Marktstudien, welche “erstaunliche” Ergebnisse liefern wie zB. dass der Kunde anscheinend ein noch schnelleres Auto, billigere Produkte und weißere Zähne haben möchte” Das Resultat dieser Vorgehensweise ist seit vielen Jahren ein grauenhaftes “Mehr vom Selben“. Zahnpasta für weissere Zähne, grössere und flachere Fernseher, Autos mit minimal weniger Spritverbrauch… usw. Allesamt lediglich inkrementelle Innovationen.

Die Massenprodukte sind dadurch objektiv nicht mehr unterscheidbar und so kann nur teures Marketing das eine Waschmittel. vom anderen unterscheidbar machen. Dass die Versprechungen in der Werbung nicht mehr der Wahrheit entsprechen, ist sowieso egal. Hauptsache die richtige “Message” kommt beim Kunden an und bewegt ihn zum Kauf.

Dem möchte ich folgendes Zitat von Henry Ford entgegenstellen:

“Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.(weiterlesen …)

Kites Über- und Unterwasser als Energielieferanten

(c) Minesto 2007Vermutlich inspiriert von Skysails, dem Unternehmen welches Tankerschiffen mit aufgebauten Kites eine nicht unerhebliche Energieersparnis beschert, ist nun die nächste Kiteidee in der Umsetzung – Diesmal auf dem Meeresgrund!

Im Ecogeek Blog wurde diese Woche über die von Minesto, einem Spin-off der Saab Group entwickelte Deep Green-Technology berichtet. Dabei sind Unterwasserkites am Meeresboden angebunden, welche kontinuierlich Energie aus der Kraft der Gezeiten produzieren. Eine einzige Deep Green Turbine könnte bis zu 500 Kilowatt Strom produzieren.

Die Drachen haben eine Spannweite von 12 Metern und müssen mindestens 20 Meter unter der Wasseroberfläche angebracht werden, damit es keine Probleme mit vorbeifahrenden Schiffen gibt. Minesto sieht den Vorteil der Energiequelle,  dass das System leichter und vor allem günstiger als Tiefsee Offshore Systeme zu installieren sind. Auch in den operativen Kosten liegt das System anscheinend Offshore-Windanlagen und anderen Gezeitensystemen weit voraus.

Den Kostenbeweis muss Minestro klarerweise noch erbringen (derzeit wird eine Anlage in Nordirland getestet), aber ein riesiges Potential ist vorhanden. Hier noch mehr technische Details.

(c) SkysaildStephan Wrage hat mit Skysails anscheinend eine Ideenbox geöffnet und nun basteln viele andere an Möglichkeiten Kites zur Energiegewinnung einzusetzen. Wie wärs mit einem kleinen Drachen auf dem Dach? Oder einem kleinen Generator den man den Kindern beim Drachenfliegen mitgibt? Klingt natürlich utopisch, aber die Möglichkeiten sind grenzenlos! Fantasie ist gefragt und ich bin sicher, dass noch einige Projekte in diese Richtung kommen werden.

Weitere Links

Ökoinnovationen beim Staatspreis für Innovation – oder doch nicht?

Letzte Woche war ich beim Österreichischen Staatspreis für Innovation und einiges dort hat mich so bewegt, dass dies nun ein Blogbeitrag wert ist. Ich muss gestehen, dass ich mich vorab nicht wirklich über die Nominierten erkundigt habe. So ließ ich mich also gemeinsam mit einer Geschäftspartnerin von den vielen Nominierungen berieseln und war überrascht, wie hoch der Anteil an Ökoinnovationen unter den teilnehmenden und nominierten Unternehmen war. Ganze 9 von 24 teilnehmenden Unternehmen können dem Bereich Ökoinnovation zugeordnet werden; sogar etwas mehr, wenn man die fadenscheinigen Ökoinnovationen dazurechnet, dazu aber später…

Das Ambiente in der Orangerie war wunderschön und die neuartigen Projektionsmöglichkeiten haben den wirklich witzigen Moderator Josef Broukal in einem futuristischen Licht erstrahlen lassen. Meine Begeisterung war groß als auch der Waldviertler Möbelstoffhersteller Backhausen nominiert wurde. Das Unternehmen hat sich seit 2 Jahren auf Cradle2Cradle Stoffe spezialisiert und wird nun den weltweiten Textilmarkt mit Stoffen, die zu 100% wieder in den Produktionsprozess zurückgelangen, gehörig aufmischen (Returnity). Generell waren unter den Innovationen wie gesagt auffallend viele in Richtung Ressourceneffizienz und Ökoinnovation orientiert, doch dann kam die Nominierung von Bosch

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Spitzenidee! Nach Carsharing kommt “Car2go”

ulm.jpgWie ORF ON soeben berichtet, ist eine neue Idee – letztlich die Weiterführung des Carsharing Konzepts – in Deutschland bereits in Erprobung. Bei “car2go” gibt es keine fixen Standplätze mehr für das Auto, sondern die verfügbaren Fahrzeuge werden einfach mit dem Handy gefunden. Eigentlich wieder einer jener Ideen, die bereits vorhandene Technologien gut kombinieren. In diesem Fall Mobiltelefon mit smart4two-Fahrzeugen und Geo-Informationssystemen. In Ulm wird diese innovative Idee bereits erprobt. Eine Spitzenidee! Der nächste Schritt kann wohl dann nur sein, das ganze noch mit Elektrofahrzeugen zu realisieren.

Solar bench: Parkbank 2.0

www.coroflot.comUnter 2.0 wird ja neuerdings Innovatives im Internet bezeichnet. Hier stelle ich mal ein Konzept vor, dass eine wirklich gute Idee für die Realität darstellt. Eine solarbetriebene Sitzbank, die neben Stromanschluss für Laptops auch einen WLAN Zugang standardmäßig anbietet. Das ganze ist natürlich gegenüber äußerlichen Witterungseinflüssen resistent – Regen und Wind können der Parkbank nichts anhaben. Eine tolle Idee, die in Großstädten nicht nur technologisch sondern auch vom Design her ein innovatives Bild hergäbe. Welche österreichische Stadt traut sich, so ein Projekt anzugehen?