veröffentlicht am 27.01.2009 um 22:57 von Peter Drössler (Public Relations, Content Creation)
Für weniger als 1% des globalen BIP sei es möglich, die weltweite Erwärmung unter 2 Grad zu halten. Oder anders ausgedrückt um - im Vergleich zu den Mitteln, die die Finanzkrise gerade kostet - erstaunlich geringe 530 Milliarden Euro weltweit könnten die Co2-Emissionen bis 2020 um 30% reduziert werden (im Vergleich zu einem Szenario ohne solche Investitionen). Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie von McKinsey, die gestern präsentiert wurde.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen in der Politik die Ergebnisse zu Herzen nehmen, bevor sie das für die Umsetzung benötigte Geld für sinnlose Verschrottungsprämien verjubeln.
veröffentlicht am 23.04.2008 um 22:05 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing)
Nun hat mein heutiger Fernsehabend eine sehr unerfreuliche Entwicklung genommen: Im ORF Weltjournal sehe ich die unglaublichen Aktivitäten in der kanadischen Provinz Alberta. Dort befindet sich eines der größten Ölsandvorkommen. Der hohe Ölpreis macht nun einmal mehr eine bisher relativ unwirtschaftliche Energiegewinnung “wirtschaftlich”. Der dort - aber nicht nur dort - betriebene Ökowahnsinn ist wirklich kaum noch zu überbieten. Die Ausmaße sind gigantisch, das sieht man bereits mit einem Blick auf dieses Gebiet durch Google Maps.
Es erinnert mich an die Zeiten von Seveso oder Contergan. Ein massiver Eingriff in ein System, das nicht beherrschbar ist und dessen Auswirkungen auf das Ökosystem und damit auch auf kommende Generationen kaum abschätzbar sind. Einmal mehr sind es die USA, die - diesmal in Kanada - ihre Energieinteresse im Ausland befriedigen. Ich muss gestehen, dazu fällt mir jetzt mal nichts mehr ein - so sprachlos bin ich. Kanada auch: die haben sich von ihren Klimaschutzzielen auch schon verabschiedet, weil die Ölsandausbeute dermaßen unökologisch ist.
veröffentlicht am 13.04.2008 um 22:09 von Gottfried Heneis (Raiffeisen-Leasing)
Als Betriebswirt hört man zu diesem Thema sehr oft das Argument, die Kosten sind für die Industrie, den Konsumenten, den Staat …….. zu hoch. Die meisten diskutierten Maßnahmen sind zu teuer und bringen einen Nachteil am Markt. Produktionsstandorte müssen verlegt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Ökostromkosten sind die Preistreiber beim Strompreis und erneuerbare Energie insgesamt ist im Vergleich zum Nutzen nur ein Teuerungsfaktor.
Diese Argumentation könnte endlos fortgesetzt werden, wenn man den Vertretern der großen österreichischen Interessensvertretungen (Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund) zuhört.
Auf Regierungsebene wird sogar argumentiert, dass es gar keiner besonderen Maßnahmen bedarf um die Klimaschutz-Ziele der EU zu erreichen.
Bei dieser Ignoranz hilft aus meiner Sicht nur ein tatsächlicher Wertewandel, d.h. zunächst muss in den Köpfen ein Umdenken passieren, damit nicht die Kosten einer nachhaltigen Klimaveränderung ein Vielfaches der jetzt angeprangerten Kosten für Ökoenergie und Effizienzprogramme betragen.
Passiert dieser Wertewandel oder müssen wir auch hiefür auf eine Regelung der EU warten?