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Tag ‘Klimawandel’

The Story of Stuff reloaded

veröffentlicht am 08.04.2010 um 01:14 von Cornelia Daniel icon keine Kommentare, keine Trackbacks

The Story of Stuff ist zwar schon ein alter Hut für Insider, ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass es einige noch nicht kennen. Deshalb nehme ich die Veröffentlichung der äußert gelungenen 3. Episode “The Story of Bottled Water” zum Anlass auf die ganze Serie hinzuweisen.

The Story of Stuff

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Annie Leonard, die sympathische Protagonistin in den Videos macht grob gesagt seit vielen Jahren nichts anderes als zu erforschen wo das ganze Zeug (stuff), das wir täglich um uns scharen eigentlich herkommt bzw. hingeht und hat es in einfache Komikvideos verpackt. Die Downloadzahlen auf YouTube sprechen eine deutliche Sprache und wer die Art und Weise der Präsentation kennt, weiß wie viel Spaß es macht Annie zuzuhören wenn sie sprichwörtlich von Gott und der Welt erzählt. Vieles weiß oder hat man schon mal gehört, Sie bringt es jedoch in einen echten Zusammenhang.

Den Durchbruch brachte 2007 das erste allgemeine Video, welches erklärt wie unsere Welt so funktioniert. Augenöffnend sind vor allem die Erklärungen zu den giftigen Inhaltsstoffen, die in vielen Produkten enthalten sind, sowie die Erläuterungen was sogenannte Trends aus uns machen.

Seit 2007 hat sich vieles getan und das Schöne ist, dass wir  auf dem Weg sind Lösungen für die angeführten Probleme zu finden. Cradle2Cradle greift das Problem der toxischen Inhaltsstoffe bereits an der Wurzel an und immer mehr Menschen “erwachen” und entkommen dem ständigen hinterherlaufen nach Trends und besinnen sich auf  Qualität vor Quantität. Yvon Chouinard würde wieder sagen: “The more you know, the less you need”.

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Wir hinterlassen ein Chaos

veröffentlicht am 20.10.2009 um 23:04 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

“Wir hinterlassen Menschen ein Chaos, die überhaupt nichts dafür können und gar nichts davon haben.”

Dieser Satz stammt von Antonia Wenisch vom Österreichischen Ökologieinstitut im ORF Report vom 20. Oktober 2009 im Zusammenhang mit der Organisation des Widerstands Österreichs gegen die weiteren Mochovce-Ausbaupläne. Ich finde dieser Satz drückt in knapper Form die Überheblichkeit unserer Generation gegenüber nachfolgenden Generationen aus. Die, die wir heute maßgeblich unsere Welt gestalten - sei es indem wir Schlüsselpositionen innehaben oder als Konsumenten - tragen große Verantwortung. Der Satz steht im Zusammenhang mit der völlig unverantwortlichen Last, strahlenden Atommüll über 200.000 Jahre sicher zu verwahren.

Bereits auf der UNO Umweltkonferenz 1992 hat die damals 13-jährige Severn Suzuki in einem eindrucksvollen Appell auf die Verantwortung der Erwachsenen für die künftigen Generationen hingewiesen. Die mittlerweile 30-jährige ist bis heute in der Umweltbewegung tätig. Ihre damalige Rede hat nichts von ihrer Aktualität verloren.

Wenn man sich heute das Video und die lichten Reihen der damaligen Zuhörer ansieht, gibt es zumindest Hoffnung, dass die Videos ihrer Rede auf Youtube (1, 2) mittlerweile von über 3,2 Mio. Menschen gesehen werden konnten. Der Appell ist immer noch gültig: Es müssen Taten gesetzt werden und zwar von jedem einzelnen von uns. Es geht darum, endlich die Verantwortung für nachfolgende Generationen zu übernehmen, kein Chaos zu hinterlassen.

WWF: 2014 muss die Klimawende erfolgen

veröffentlicht am 20.10.2009 um 14:22 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Wir haben noch 5 Jahre um eine nachhaltige Energiewende zu schaffen, meint der WWF in einer Studie “Modell Deutschland”.  „Wir benötigen ein nachhaltiges Wachstum im Bereich der sauberen und effizienten Industrie von mehr als 20 Prozent jährlich über mehrere Jahrzehnte.“ Die Schwerpunkte müssen dabei in allen Bereichen gesetzt werden, vor allem aber bei erneuerbaren Energien, der Steigerung der Energieeffizienz sowie einer nachhaltige Land- und Forstwirtschaft. Das berichtet u.a. auch das Online Wissensmagazin scinexx.

Dazu passt auch die Meldung derzufolge die Erderwärmung so rasant abläuft, wie nie zuvor in der Erdgeschichte. In den letzten 200.000 Jahren hat es keine vergleichbare Temperaturentwicklung gegeben, berichtet Spiegel Online über die Ergebnisse von Bohrkernmessungen aus der Arktis.

HOME: Ein Pflichtfilm für 20 % der Weltbevölkerung

veröffentlicht am 15.06.2009 um 10:41 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 2 Kommentare, keine Trackbacks

HOME auf YoutubeHOME ist ein beeindruckender abendfüllender Film, der in den letzten Tagen über 500.000 Mal auf Youtube angesehen wurde. Der Film soll anschließend in die Kinos kommen. Er zeigt in eindrucksvollen und drastischen Bildern wie ausbeuterisch der Mensch - auch das von mir gebloggte Beispiel der Ölsande in Kanada kommt vor - in den letzten Jahrzehnten mit dieser Welt umgegangen ist. Viele sagen, es bleibt nicht mehr viel Zeit, uns zu ändern. Dann sind Prozesse nicht mehr aufzuhalten …

Der Film stellt trotzdem kein pessimistischen Werk dar, sondern appelliert: “It’s too late to be a pessimist” und fordert uns, jeden einzelnen wohlgemerkt, auf “nicht auf das zu schauen, war wir bereits verloren haben, sondern darauf, was wir noch haben.” Und das gilt es zu retten. “Stop drilling into the earth and start looking up in the sky” ist ein Appell nicht weiter auf Öl zu setzen, sondern die unerschöpfliche Energie der Sonne endlich zu nutzen. (siehe dazu auch meinen Blogbeitrag 200 Billiarden EUR Gratisenergie.) 

Fakten: Wegschauen hilft nicht!
Neben den eindrucksvollen Bildern bringt der Film auch 12 Fakten, die drastischer das Ungleichgewicht, die Ungerechtigkeit und die dringende Handlungsnotwendigkeit nicht aufzeigen könnten.

12 Fakten, bei denen man nicht mehr wegsehen kann:

1. 20 % der Weltbevölkerung brauchen 80 % der Ressourcen!

2. Die weltweiten Militärausgaben sind 12mal höher als die Entwicklungshilfe!

3. 5.000 Menschen sterben täglich an verschmutzem Trinkwasser!

4. Eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser!

5. 50 % des Weltgetreides wird für Tierfutter und Biotreibstoffe verwendet!

6. 40 % des Ackerlandes weist Langzeitschäden auf!

7. 13 Millionen Hektar Wald verschwinden jährlich!

8. 1/4 der Säugetiere, 12 % der Vögel, 1/3 der Amphibien sind vom Aussterben bedroht! Und: Die Arten dieser Welt sterben 1.000mal schneller als die natürliche Rate  aus.

9. 3/4 der Fischgründe sind leergefisch oder stark gefährdet!

10. Die Durchschnittstemperatur der letzten 15 Jahre ist die höchste jemals gemessene.

11. Die Eisschichten sind 40 % dünner, als vor 40 Jahren.

12. 2050 gibt es mindestens 200 Millionen Klimaflüchtlinge.

Jeder von uns ist gefordert!
Und Du, Sie und ich, weil wir diese Zeilen lesen können, gehören zu diesen 20 % der Weltbevölkerung, die 80 % der Ressourcen brauchen. Und deshalb ist es unsere Pflicht hinzusehen und zu handeln. Für diese Welt, für uns selbst und für unsere Kinder. Denn wir haben nur diese eine, unsere Heimat. Eben HOME.

Klimawandel - aber ich geh nicht hin …

veröffentlicht am 29.04.2009 um 05:53 von Reinhard Würger (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

So oder ähnlich könnte man die Einstellung von Frau und Herr Österreicher beschreiben.

Eine brandneue Studie der Motivforschung Karmasin im Auftrag des Klima+energiefonds zeigt auf, dass das  Thema Klimawandel noch nicht wirklich bei den Österreichern/-innen angekommen ist. Man identifiziert damit zwar entpersonifizierte Ursachen - die Industrie, der Autoverkehr, die USA, China etc. - aber das eigene Verhalten ist nicht Teil der Gedankenwelt.

Aber ICH hab doch damit nichts zu tun! Oder?

Erschreckend ist daher das Wissen um die eigenen Möglichkeiten selbst dagegen etwas tun zu können. Energiesparen wird nicht mit dem Klimawandel in Zusammenhang gebracht, sondern bestenfalls als Möglichkeit sich etwas fürs eigene Geldbörsel zu sparen.

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