Ein Windkanal im Dachstuhl?!!

(c) Windhaus.at

Güssing, das “gallische Energiedorf” im Burgenland kann mit einem weiteren Projekt auf sich aufmerksam machen. Im Kurier (Artikel leider nicht online) habe ich das Windhaus von Peter Schaberl entdeckt. Hier die Kurzbeschreibung der Innovation:

“Die Nutzung umgewandelter Windturbulenzen in lineare Winde zum Antrieb eines Windrades im Dachraum eines Nebengebäudes. “

Wer sich ein wenig mit Windenergie beschäftigt dürfte nach diesem Satz bereits neugierig werden, für Windneulinge sei Folgendes erklärt:

1. Kleinwindkraftanlagen haben große Probleme in niedrigeren Höhen, da nicht nur weniger Windstärke herrscht, sondern die lineare Strömung durch Häuser, Bäume, usw. durcheinandergewirbelt wird und so den Windertrag schmälert. Hier ein gutes Bild dazu. Ein wichtiger Teil des Windhauses ist nun laut Website, dass diese Turbulenzen durch einen Windkanal  im Dachstuhl in lineare Strömungen umgewandelt werden und so zu einer besseren Windausbeute führen. (weiterlesen …)

Ökoinnovationen beim Staatspreis für Innovation – oder doch nicht?

Letzte Woche war ich beim Österreichischen Staatspreis für Innovation und einiges dort hat mich so bewegt, dass dies nun ein Blogbeitrag wert ist. Ich muss gestehen, dass ich mich vorab nicht wirklich über die Nominierten erkundigt habe. So ließ ich mich also gemeinsam mit einer Geschäftspartnerin von den vielen Nominierungen berieseln und war überrascht, wie hoch der Anteil an Ökoinnovationen unter den teilnehmenden und nominierten Unternehmen war. Ganze 9 von 24 teilnehmenden Unternehmen können dem Bereich Ökoinnovation zugeordnet werden; sogar etwas mehr, wenn man die fadenscheinigen Ökoinnovationen dazurechnet, dazu aber später…

Das Ambiente in der Orangerie war wunderschön und die neuartigen Projektionsmöglichkeiten haben den wirklich witzigen Moderator Josef Broukal in einem futuristischen Licht erstrahlen lassen. Meine Begeisterung war groß als auch der Waldviertler Möbelstoffhersteller Backhausen nominiert wurde. Das Unternehmen hat sich seit 2 Jahren auf Cradle2Cradle Stoffe spezialisiert und wird nun den weltweiten Textilmarkt mit Stoffen, die zu 100% wieder in den Produktionsprozess zurückgelangen, gehörig aufmischen (Returnity). Generell waren unter den Innovationen wie gesagt auffallend viele in Richtung Ressourceneffizienz und Ökoinnovation orientiert, doch dann kam die Nominierung von Bosch

(weiterlesen …)