Ist Gas die Speicherlösung der Zukunft?

Gasdieb in China (National Geographic News)

 

Der letzte Beitrag zur Blogserie Speichertechnologien ist bereits eine Weile her. Nachdem nun das Thema Methanspeicherung wieder etwas in die Öffentlichkeit gerückt wurde (Artikel im Wirtschaftsblatt), ist das ein guter Zeitpunkt um auf dieses Thema einzugehen. Ich finde es übrigens sehr interessant, dass sich die Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) mit diesem Thema beschäftigt. Eindeutiger kann man wohl nicht sagen, dass die Ölära zu Ende geht. Das Bild sagt überdies auch einiges über die Energiezukunft aus.

Gas als Überbleibsel der fossilen Ära

Gas wird  bereits seit einiger Zeit als die einzig komplementäre (noch) fossile Energieform zu Erneuerbaren gehandelt. Auch der Energieexperte Claude Turmes vom Europäischen Parlament hat dies bei seiner Rede in Wien bei Konfliktfeld Energiepolitik zugeben müssen. Die Argumente sind einleuchtend: Kohle- und Atomkraftwerke haben schlichtweg eine zu lange Anlaufzeit, um die Fluktuationen im zukünftigen Energiemarkt ausgleichen zu können. Gaskraftwerke können einfach ein- und wieder ausgeschalten werden. Diese News sind nicht erfreulich, wenn das Gas aus Russland oder sonstwo herkommt, jedoch durchaus sinnvoll, wenn das Gas aus Überschüssen von Wind und Sonne hergestellt wird.

Natur speichert Energie auf diese Weise

Das Fraunhofer Institut forscht bereits seit einigen Jahren an dieser Technologie. Es ist bekannt, dass aus überschüssigem Strom Wasserstoff hergestellt werden kann. Um jedoch vorhandene Infrastruktur für die Verteilung nutzen zu können, muss dieser Wasserstoff in Methan umgewandelt werden.  Michael Sternler vom Kasseler Fraunhofer Institut erklärt das Verfahren in diesem Artikel folgendermaßen:

“Das Ganze ist ein chemischer Prozess, ein chemisches Verfahren, der Sabatier Prozess heißt. Man nimmt Wasserstoff und CO2. Die reagieren zusammen zu Kohlenstoffmonoxid und Wasser. Das Kohlenstoffmonoxid reagiert weiter mit einem anderen Teil vom Wasserstoff zu Methan, zu CH4 und dabei entsteht auch wieder Wasser. Das ist der gleiche Prozess, wie die Natur für lange Zeit Energie speichert.”

Natürlich geht in diesem Prozess ein nicht unbeachtlicher Teil der Energie verloren. Wenn aber in Zukunft zur Mittagszeit ein enormer Energieüberschuss im Netz ist, muss diese Energie entweder in überdimesionalen Glühbirnen verbrannt, oder damit eben Methan erzeugt, bzw. in anderen Speichern gelagert werden.

Speicherlösung für Industrie und Fernverkehr

Für mich klingt die Lösung sehr einleuchtend. Sie steht in meinen Augen auch in keinem Gegensatz zum Einsatz von Batterien und Elektroautos. Die kleinteiligen Strukturen (Häuser, Stadtverkehr) können mit der Kombination aus Elektrofahrzeugen als Speicher und kleinen Stromerzeugungsanlagen bedient werden (PV, Kleinstwasser und Windkraft). Die noch ungelöste Energielücke bei Industrie und Fernverkehr kann mit Methan, also künstlichem Erdgas gelöst werden. Erdgas-LKWs sind bereits Realität und die Unmengen an Strom, die die Industrie zu jeder Tageszeit benötigt, kann aus den Methanspeichern und Pumpspeicherkraftwerken bereitgestellt werden. Nicht zu vergessen, die Energiedichte, also der Platz den eine kWh eines Energieträgers einnimmt, ist bei Methan um das Dreifache kleiner als bei Wasserstoff.

Ach ja, um diversen Angriffen vorzubeugen: Das soll nicht bedeuten, dass ich deshalb für den Ausbau von Gasnetzen bin. In Österreich sind wir diesbezüglich bereits bestens versorgt (Stichwort: Infrastruktur bereits vorhanden) und wie gesagt muss die kleinteilige Versorgung ohnehin regional erfolgen.

Foto: Gasdieb in China | National Geographic News| China Newsphoto/Reuters/Corbis

 

Schlachten wir die heilige Kuh Industriestrom! – Preise haben sich seit 1980 kaum verändert

Es liegt mir eigentlich nichts ferner als Hetzjagden auf die Industrie zu betreiben, doch wenn Machtverhältnisse so ungleich verteilt sind, kann ich nicht anders. Blöderweise stoße ich bei Recherchen für mein Startup immer zufällig auf Ungereimtheiten in der Energiewirtschaft, die sich meinem Hausverstand einfach entziehen. Im letzten Beitrag (Mutig genug für 293 MWp, Herr Mitterlehner) habe ich das Thema Industriepreise kurz erwähnt; aus aktuellem Anlass möchte ich diese Diskussion hier weiterführen.

Das Hinterfragen eines Dogmas

Die grundlegende Frage lautet: Warum ist Industriestrom um so viel billiger als Haushaltsstrom? Also warum ist er in der Industrie weniger kostbar als im Haushalt? Ich nehme mal an, das hat neben der Wettbewerbsfähigkeit auch historische Gründe. Wir kennen das aus dem Metro Markt. Wer grössere Mengen kauft, bekommt einen besseren Preis. Das ist in Ordnung für Güter, die auch im Überfluss vorhanden sind und eben so viel wie möglich verkauft werden soll.   Aber wie sieht das aus heutiger Sicht für Energie aus? Ist es klug, Anreize für den Mehrverbrauch eines Guts zu schaffen, welches in absehbarer Zeit knapper wird? Wenn ich so unglaublich wenig, nicht mal € 0,1/kWh bezahle, warum sollte ich da nur annähernd ans Energiesparen denken oder vielleicht auch noch in Effizienzmaßnahmen investieren?

Gleichberechtigung für Industrie- und Haushaltspreissteigerungen?

Preisvergleich Strom Industrie Haushalte

Und als ob das noch nicht genug wäre, ist Industriestrom nich nur billig, er hat sich seit 1980 fast nicht verändert, im Haushaltsbereich im selben Betrachtungszeitraum (1980-2008) jedoch um 38,2% erhöht!!! (weiterlesen …)

Energie sparen mit Luxushühnern, Ökostrom und Sommertemperatur im Winter

(c) Fotolia Energie sparenEndlich eine Blogparade im Energiebereich zum Thema Energie sparen! Nach den furchtbaren Ereignissen in Japan wird dieses Thema einfach immer wichtiger, deshalb schließe ich mich an. Ich würde mich über weitere österreichische Blogger freuen, jeder der schreibt, bekommt ein Strommessgerät. Ich werde hier bewusst auf das Thema Energiesparen und nicht Geldsparen eingehen. Natürlich ist dies oft ein guter Nebeneffekt, aber die Tipps hier, zielen in erster Linie auf das Einsparen von Energie.

Die klassischen Themen über stromfressende Gerätschaften im Haushalt lasse ich Technikleute beantworten. Hierzu habe ich nur zu sagen, dass der Kühlschrank eines der ersten Geräte sein sollte, welcher A++ Standards entspricht. Er läuft schließlich 24/7. Ich persönlich habe mich vor 2 Jahren für ein A-Gerät entschieden, weil mir damals erstens noch nicht bewusst war, wie groß der Unterschied zwischen A und A++ ist und zweitens weil ich noch nicht wusste, welch grossen Anteil der Kühlschrank am Gesamtverbrauch (15-25%) hat.

1. Energiespartipp: Teuren Ökostrom kaufen

Ja, richtig gelesen! Manchmal muss sich der Mensch eben selbst überlisten. Wenn Energie so billig ist, dass man sie gerne aus dem Fenster rausheizt/schmeisst, muss man sie selber teurer machen, wenn das der Staat schon nicht tut. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Umstieg auf einen etwas teureren Ökostromanbieter (natürlich 100% Anbieter) tendenziell zu einer Senkung des Energieverbrauchs führt. Manchmal in so großem Umfang, dass letztendlich weniger auf der Rechnung steht. Ein solcher Umstieg geht meist mit einer positiven Bewusstseinsentwicklung einher. Energiesparende Lampen werden eingesetzt, das Licht mal abgedreht, wenn man in einem anderen Raum ist und nicht zuletzt, der grösste Hebel: Die Heizung wird optimal eingestellt oder Dämmmaßnahmen getätigt. (weiterlesen …)

ARD Monitor: Die Lüge vom teuren Ökostrom

Ein 9-Minuten-Beitrag im ARD Magazin Monitor deckt anhand einer Studie zum Ökostrom auf, wie die Lobbyarbeit der großen Energiekonzerne funktioniert. Im Hintergrund der Studie steckt das Institute for Energy Research, einer US-amerikanischen  Lobbyagentur, die vorwiegend die Interessen der Ölindustrie vertritt. Und so funktioniert deren Meinungsmache in Deutschland:

 

Blogserie Teil 1: Einspeisetarife für Anfänger

FotoliaWie im letzten Beitrag angekündigt, startet heute die Blogserie zum Thema Einspeisetarife. Ohne große Umschweife geht’s los.

Die Definition laut klima:aktiv:

“Der Einspeisetarif ermöglicht dem Erzeuger von Ökostrom eine gesicherte Abnahme zu einem gesicherten Preis über einen festgelegten Zeitraum.”

Der Staat macht also ein Gesetz, welches das Energieversorgungs- unternehmen (EVU) dazu verpflichtet den in Österreich erzeugten Ökostrom abzunehmen und an den Endkunden zu verkaufen.

In Österreich wurde für die operative Abwicklung des Ökostromgesetzes und Einspeisetarifes ein eigenes Unternehmen gegründet. Die  OeMAG nimmt den Strom zu dem vom Gesetzesgeber vereinbarten Tarif vom Erzeuger ab und kümmert sich um die tägliche Zuweisung des Ökostroms. Bevor ich zum Einspeisetarif im Detail komme, möchte auf diese kurz eingehen, da sie eine wichtige Rolle in der gesamten Energiedebatte spielen.

Woher kommt unser Strom eigentlich?

Das Energieversorgungsunternehmen (EVU) hat verschiedene Möglichkeiten seinen Strom zu beziehen, den es dann an den Endkunden weiterverkauft. Entweder es kauft ihn an der Strombörse oder produziert ihn selbst.  Durch das Ökostromgesetz sind sie außerdem verpflichtet, einen gewissen Anteil an österreichischem Ökostrom zum Verrechnungspreis (Gesetztestext dazu) von der OeMAG abzunehmen. Hier eine Erklärung von E-Control wie das System funktioniert.

Die Einspeisetarife im Detail

Im Anfangsbeitrag habe ich erwähnt, dass ich aus Zwecken der Komplexitätsreduktion in meinen Beiträgen lediglich auf  Sonnenstrom eingehen werde. Alle anderen Tarife können Sie hier nachlesen.

Folgende Einspeisetarife bekommt man mit viel Geduld  in Österreich für Photovoltaik Anlagen ab 5 kWp.  Mit einer 5 kWp Anlage erzeugt man je nach Standort ca. 5000 kWh Strom pro Jahr und versorgt einen 4-5 Personen Haushalt.

Einspeisetarife (Quelle: OeMAG)

Diese Werte klingen sehr vielversprechend und können durchaus mit den hochgelobten Tarifen aus Italien und Deutschland mithalten. Leider gibt es  einige massive Bremsen im System.

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USA startet Stromnetz Revolution

oekostrom_165.jpgPräsident Obama hat nun sein Konzept zur Stärkung der Nutzung von Ökostrom in den USA vorgestellt. Mit einem 3,4 Milliarden Dollar schweren Öko-Fonds will die Regierung Voraussetzungen für die flächendeckende Nutzung von Ökostrom schaffen. Zusammen mit den Investitionen aus der Privatwirtschaft werden nach Angaben des US-Energieministeriums in der nahen Zukunft mehr als acht Milliarden Euro in die Entwicklung schlauer Stromnetze, sogenannter Smart Grids, gesteckt.

Hundert Smart-Grid-Projekte erhalten laut US-Energieministerium Gelder aus dem staatlichen Fonds, 25 große und 75 mittlere Konzepte bekommen Finanzspritzen zwischen 400.000 Dollar und zwei Millionen Dollar. Das Geld soll in den nächsten 60 Tagen ankommen, die Projekte werden in den kommenden 12 bis 18 Monaten umgesetzt.

Unter den Gewinnern, die die Regierung aus rund 400 Bewerbern ausgewählt hat, finden sich Energieunternehmen, Hersteller von Infrastrukturkomponenten und Kommunen in 49 amerikanischen Bundesstaaten. 200 Millionen Dollar erhält etwa der kommunale Versorger Constellation Energy’s Baltimore Gas and Electric, um insgesamt 1,1 Millionen Verbraucher mit schlauen Stromzählern auszustatten.

Insgesamt finanziert der Staatsfonds den Bau und die Auslieferung von 18 Millionen intelligenten Stromzählern, mit deren Hilfe Verbraucher und Unternehmen ihren Energieverbrauch in Echtzeit ablesen können. Die flächendeckende Nutzung solcher Geräte gilt als Grundvoraussetzung für die verstärkte Einbindung von alternativen Energiequellen in die Stromversorgung. Dazu sollen mit Hilfe des Regierungsfonds 200.000 moderne Transformatoren in die Stromnetze eingebunden werden, die auf Beschädigungen der Stromnetze schneller reagieren und so die Gefahr von Blackouts deutlich senken. Präsident Barack Obama will am Dienstag weitere Details zur Umsetzung des Fonds bei einer Rede in Florida bekanntgeben.

Obama hofft auf Hunderttausende neue Jobs

Der Bau moderner Energienetze ist das wohl größte Infrastrukturprojekt aller Zeiten. Gigantische Windparks auf dem Meer und riesige Solarfelder sollen künftig weltweit den Großteil des Stroms produzieren. Verbraucher und Firmen sollen durch Mini-Kraftwerke im eigenen Keller oder durch Solarpanels auf dem Dach selbst Energie produzieren. Waschmaschinen, Trockner oder Kühlschränke sollen miteinander kommunizieren – und immer dann waschen, trocknen oder kühlen, wenn Strom am günstigsten ist (siehe Fotostrecke links).

Das Geschäftsfeld gilt unter Experten als einer der großen Mega-Märkte der kommenden Jahrzehnte. Die Internationale Energieagentur rechnet bis 2030 weltweit mit Investitionen von mehreren Billionen Dollar in Energieerzeugung, Verbrauchsmanagement und die Modernisierung der Stromnetze. Die Umwälzungen, die diese Projekte in Gang setzen, sind gewaltig: Strom- und IT-Märkte bewegen sich aufeinander zu, die Autoindustrie wird mittelfristig folgen. Eine neue Superbranche mit erweiterten Konkurrenzverhältnissen und potentiellen Partnerschaften entsteht – entsprechend haben sich Hunderte von Unternehmen für das Stimulus-Paket der US-Regierung beworben.

Obama selbst erhofft sich von den Investitionen in die schlauen Stromnetze zwei entscheidende Vorteile. Erstens sieht er darin einen Ausweg aus der amerikanischen Jobmisere. Die Arbeitslosigkeit ist in den USA stark gestiegen. Studien zufolge könnten durch den Umbau der zentralen Infrastruktur mittelfristig Hunderttausende neue Jobs entstehen.

Zudem lassen sich durch die Modernisierung der Uralt-Netze Milliarden an Kosten sparen. Der Energie-Informationsdienst Clean Tech Group hat berechnet, dass in den USA bis zu 40 Prozent der erzeugten Energie beim Transport verloren geht – gleichzeitig dürfte der Stromverbrauch nach Schätzungen der amerikanischen Regierung bis 2030 um 40 Prozent steigen. “Unsere aktuellen Stromnetze sind abbruchreif”, sagte Carol Browner, Obamas oberste Energieberaterin, am Dienstag in einer Telefonkonferenz zu Journalisten.

140 Millionen Euro Fördermittel für Smart Grids in Deutschland

Nicht nur in Amerika ist der Boom der schlauen Stromnetze groß. Auch in Ländern wie China wird intensiv an den technischen Bausteinen dafür gearbeitet. Und in Deutschland gehen derzeit unter dem Label E-Energy zahlreiche staatliche geförderte Zukunftsprojekte zum Thema Smart Grid in die heiße Phase. Tausende Haushalte und Hunderte Unternehmen werden bis 2011 in Feldversuche eingebunden.

Quelle: Spiegel.de

Millionenmetropole setzt zu 100% auf Ökostrom

munchen.jpgNa irgendwie bewundere ich doch den Mut zur Vision und die Innovationskraft unserer bayerischen Nachbarn.
Die Stadt München hat es sich zum ehrgeizigen Ziel gemacht, bis 2015 insgesamt 100% des von privaten Haushalten verbrauchten Stroms durch erneuerbare Energien zu decken. Bis 2025 soll dann der ganze Strom Münchens aus erneuerbaren Quellen kommen.
Dazu sollen die Dächer Münchens genauso großflächig mit Solarzellen bestückt werden, wie man in Windkraft aus Offshore-Parks und Wasserkraft aus der Isar setzt.
Das ist aus meiner Sicht ein weiterer mutiger Schritt einer Großstadt in die richtige und notwendige Richtung und ist die konsequente Fortsetzung des umweltbewußten Weges, der mit der Einführung von Verkehrsumweltzonen begonnen wurde.
Haben wir solche Konzepte – außer von den weithin bekannten Regionen wie Güssing und Weiz-Gleisdorf – auch bei uns in Österreich schon von größeren Städten gesehen? Ich kenne leider keines.
Dabei haben es uns doch die beiden genannten Musterbeispiele – mit international beachteten Gesamtkonzepten – deutlich vorgemacht, daß es geht, wenn konsequentes Wollen vorhanden ist.
Wenns in Österreich Städte gibt, die auch auf solch ein Gesamtkonzept aus erneuerbaren Energien setzen, bitte melden und – vor den Vorhang bitte München jedenfalls wurde jetzt als “Energie-Kommune” im Oktober durch die Agentur für erneuerbare Energien ausgezeichnet.

ElectroDrive Austria steckt an

PK 140909 TMH_Hirschbichler_Raffeiner_EngertDie  in Österreich entwickelte Initiative hat in den letzten Monaten massiv an Dynamik gewonnen und ist zu einen bereits international beachteten umfassenden Geschäftsmodell zur Umsetzung von Elektromobilität geworden.

Ich behaupte – in diesem Umfang und Marktreife – europaweit führendem Geschäftsmodell, weil ab sofort umsetzbar. Wir stehen gemeinsam in den letzten Monaten gehörig unter Strom. Salzburg AG, The Advisory House und Raiffeisen-Leasing haben gemeinsam die Firma “The Mobility House” gegründet, die im Rahmen eines Partnerschaftsmodells Elektromobilität bereits jetzt unter dem Markennamen “ElectroDrive Austria” umsetzt.

In faktisch allen österreichischen Bundesländern, in Deutschland und in der Schweiz haben sich bereits über 35 Partner dieser Initiative angeschlossen und sind gerade dabei, noch 2009/ Anfang 2010 weitgehend flächendeckend “ElectroDrive” auf die Strasse zu bringen. Eine weitere Expansion in die angrenzenden Länder wie Benelux und zentraler Donauraum ist gerade im Gespräch.

Bei den Partnern handelt es sich sowohl um grosse Energielieferanten und Städte als auch um kleinere Regionalversorger und regionale Gemeindeinitiativen. Und das ist auch die Stärke des Geschäftsmodells – nämlich, regionale und überregional tätige Energieversorger und Gemeinden rasch in die Lage zu versetzen, ohne viel eigenes Risiko und  teuren Entwicklungsaufwand in Ihrem Gebiet Ihren Kunden (Private, Unternehmen und Kommunen) elektrische Mobilität anzubieten.

Die jeweils angebotenen Fahrzeuge durchlaufen eine genau definierte technische Prüfung und werden auf Kundenfreundlichkeit bzw. Langlebigkeit getestet. So ist u.a. der ÖAMTC Partner des Projektes, der genau solche Prüfungen vornimmt. Die Produkte müssen einem hohen Qualitätslevel entsprechen – klar – wir wollen dem Kunden dauerhaft Mobilität zur Verfügung stellen und im Rahmen der Vermietung  dem Kunden das Qualitätsrisiko abnehmen. Billigware ist nicht unser Anspruch und ist auch nicht das was unsere Partner anbieten wollen. Qualitätsmobilität zu dafür günstigen Leistungspaketen ist unser Anspruch.

Die Idee und das Geschäftsmodell ist – nicht Elektrofahrräder,Scooter oder Elektroautos zu verkaufen oder zu verleasen – sonden wir wollen ganzheitliche Elektromobilität mit ÖKO Strom vermieten. Derzeit können Elektrofahrräder, Segways, Bikeboards und Elektroscooter auf verschiedene Laufzeiten gemietet werden. Das Angebot ist modular aufgebaut und beinhaltet sowohl die Betankungsmöglichkeit bei Elektrotankstellen inkl Strom als auch Versicherung  bis hin zum full Service wie Service, Reifen und Monatskarte für öffentliche Verkehrsmittel.       

Aber - unsere Kunden bekommen nicht 20 Rechnungen von allen Seiten und müssen mit Bargeld oder verschiedenen Karten tanken - nein eine Karte und eine Rechnung ist die Devise. 

Und vor Allem – wir wollen unseren Kunden nicht zumuten, mit 45 Adaptern durch unser Versorgungsgebiet zu fahren um Strom zu tanken oder 50 verschieden Ladesysteme vorzufinden, bei denen man nie weiß, wie die eine oder andere Ladestation funktioniert. Wir wollen ein einheitliches System, wo sich der Kunde auskennt, eine Rechnung für den Kunden und ein einheitliches Leistungsangebot –  einfach wo ElectroDrive draufsteht soll auch ElectroDrive drinn sein.

Ab 2010 werden die Partner auch Elektroautos mehrerer Marken anbieten. Entsprechende Bestellungen wurden bereits getätigt. Der Aufbau der Ladestationsinfrastruktur ist bereits im Gange und soll 2010 parallel zum Angebot der Elektroautos flächendeckend zur Verfügung stehen. Erweiterte Mobilität für die Kunden der Partner ist das Ziel und ist in Vorbereitung.

Allzuviel möchte ich da noch nicht verraten – erstens sollen diese Möglichkeiten unseren Partner und Kunden zur Verfügung stehen und zweitens möchte ich auch in Zukunft unsere Kunden mit neuen Angeboten und Ideen überraschen können.

Ich sag Ihnen nur - es wird sehr spannend.

Aber lesen Sie bitte selbst den Pressetext und die Präsentation.

Wenn Sie regionaler Partner werden wollen, rufen Sie mich an.

Wenn Sie einer der ersten sein wollen, der ein Electroauto fährt, mailen Sie mir Ihr Interesse .

reinhard.wuerger@rl.co.at

So aber jetzt dreh ich mal den Strom ab und geh auf Urlaub. 

Windenergie ökologisch am sinnvollsten!?

Bei der Frage,welche Form der Energieerzeugung die umweltfreundlichste sei, hat die Windkraft laut einer Studie der Universität Stanford die Nase vorn. Danach folgen Geothermik und Solaranlagen.

Mark Jacobson hatte sich die Frage gestellt, mit welcher Technologie man am umweltverträglichsten Energie für den Elektrobetrieb der Autos in den USA erzeugen könnte. Bei der Bewertung wurden die benötigte Landfläche, Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit der Technik und Belastungen aller Art für Umwelt und Mensch berücksichtigt.
Sehr schlecht schnitten Biomasse, Kernenergie und Kohlekraft als Energielieferanten ab.
Bei Biomasse bräuchte man etwa eine 30 mal größere Fläche als bei der Windkraft. Weiters ergab sich ein signifikant höherer Treibhausgasausstoss.
Im Vergleich zur Windkraft sei die Kohlenstoff- und Luftverschmutzung durch atomar erzeugten Strom 25 mal höher.Schon beim Bau eines Kernkraftwerkes passieren rd 50% der Verschmutzung.
Eine schlechte Öko-Bilanz attestiert die Studie auch modernen, sauberen Kohlekraftwerken. Sie stießen immer noch 110 mal so viel Kohlenstoff aus wie Windkraftwerke.
Die Ergebnisse der Untersuchung sind nicht einfach auf andere Staaten zu übertragen. Welche Energieform die jeweils umweltfreundlichste ist, hängt auch von regionalen Gegebenheiten und/oder gesetzlichen Rahmenbedingungen ab.

Keine Angaben macht die Studie darüber, wie die Wasserkraft wegkommt. Gerade für Österreich wäre dies jedenfalls interessant zu wissen.

Eine andere Baustelle ist jedoch die Frage der Landschaftsästhetik ,wenn man sich der Vorstellung hingäbe, alle Autos fahren mit Strom aus Windenergie. Wieviele Anlagen man da wohl brauchen würde! Ein netter Autoslalom zwischen den Windrädern gefällig?

In der Praxis wird sich glücklicherweise ein heterogener Mix aus diversen Ökoenergiequellen herauskristallisieren. Aber klar ist eines – soweit ich die Diskussion überblicke –  werden Stromautos im regionalen Individualverkehr in Zukunft eine massive Rolle spielen. Daher müssen wir uns gerade angesichts der derzeitigen Steigerungen des Strombedarfs in Österreich rasch Gedanken machen, womit wir für Elektroautos den Strom erzeugen. Oder nehmen wir den auch einfach aus der Steckdose, wie den für unsere Wärmepumpen?

Also ich denke, da kommt auf uns eine Strombedarfslawine zu. Umso wichtiger wäre. rasch mit einem guten Mix nachhaltige ökologische Stromerzeugung zu forcieren. Dank unserer hervorragenden Ökostromförderung wird uns das sicher gelingen.

Photovoltaikblog.wordpress.com: Sieger-in-Sachen-Umwelt-ist-die-Windkraft/