veröffentlicht am 17.06.2008 um 14:36 von Peter Engert (Raiffeisen-Leasing)
Wenn man in letzter Zeit die Publikationen der Arbeiterkammer gelesen hat, konnte man feststellen, dass in diesen immer wieder darauf hingewiesen wird, dass Ökoenergie die Lebenshaltungskosten verteuert. Über den steigenden Ölpreis gibt es hingegen nichts zu lesen. Und ich frage mich, wann wird man in der AK merken, dass sich auch die Gaspreise deutlich verteuern werden?
Ich glaube, es ist wirklich an der Zeit, volle Kraft in die Erforschung und Entwicklung von Alternativen zu den fossilen Energieträgern zu stecken! Und ich appelliere an alle Institutionen in Österreich, ihre - oft an den Haaren herbei gezogenen - Gegenargumente aufzugeben. Stattdessen sollten wir alle gemeinsam Anstrengungen unternehmen, um Lösungen zu finden bzw. die Energieeffizienz deutlich zu steigern. Die Zwischenfälle in der letzten Zeit in diversen Atomkraftwerken haben außerdem gezeigt, dass die Atomenergie nach wie vor eine sehr gefährliche Alternative darstellt. Und sie besitzt definitiv keine nachhaltige Zukunft als „grüne Energiequelle”!
veröffentlicht am 13.04.2008 um 22:09 von Gottfried Heneis (Raiffeisen-Leasing)
Als Betriebswirt hört man zu diesem Thema sehr oft das Argument, die Kosten sind für die Industrie, den Konsumenten, den Staat …….. zu hoch. Die meisten diskutierten Maßnahmen sind zu teuer und bringen einen Nachteil am Markt. Produktionsstandorte müssen verlegt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Ökostromkosten sind die Preistreiber beim Strompreis und erneuerbare Energie insgesamt ist im Vergleich zum Nutzen nur ein Teuerungsfaktor.
Diese Argumentation könnte endlos fortgesetzt werden, wenn man den Vertretern der großen österreichischen Interessensvertretungen (Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund) zuhört.
Auf Regierungsebene wird sogar argumentiert, dass es gar keiner besonderen Maßnahmen bedarf um die Klimaschutz-Ziele der EU zu erreichen.
Bei dieser Ignoranz hilft aus meiner Sicht nur ein tatsächlicher Wertewandel, d.h. zunächst muss in den Köpfen ein Umdenken passieren, damit nicht die Kosten einer nachhaltigen Klimaveränderung ein Vielfaches der jetzt angeprangerten Kosten für Ökoenergie und Effizienzprogramme betragen.
Passiert dieser Wertewandel oder müssen wir auch hiefür auf eine Regelung der EU warten?