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Tag ‘Öl’

It’s the oil, stupid!

veröffentlicht am 22.06.2009 um 21:27 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Zugegeben, der heutige Blogtitel ist etwas pointiert. Aber er kam mir in den Sinn, als ich mich mit einem wie immer sehr lesenswerten Blogbeitrag von Georg Günsberg auseinandersetzte. Er weist auf den Zusammenhang zwischen der aktuellen Weltwirtschaftskrise und der Energiekrise hin, den er für deutlich unterschätzt hält und nimmt dabei Bezug auf einen Artikel von Andreas Postner. Die drei Seiten sollte man sich schon mal zu Gemüte führen, behaupten sie doch nicht weniger, als dass die Subprime Krise nicht der Auslöser für die Weltwirtschaftskrise war, sondern der Anstieg des Ölpreises!

Auf den ersten Blick ebenfalls lesenswert - allerdings mit 377 Seiten deutlich umfangreicher - ist die Studie Peak Oil, die das Land Vorarlberg in Auftrag gegeben hat, um die Auswirkungen eines Erdölpreisanstieges auf das Bundesland zu untersuchen.  Als Peak Oil bezeichnet man jenen Zeitpunkt an dem das globale Ölfördermaximum erreicht ist.

Beide Dokumente geben Hinweise darauf, worum es in den kommenden Jahren gehen wird: so rasch wie möglich von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden. So wie es aussieht, läuft uns wirklich die Zeit davon.

Die gute Nachricht zuerst

veröffentlicht am 04.01.2009 um 22:37 von Reinhard Würger (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Die gute Nachricht wirklich mal zuerst: In den vergangenen 100 Jahren haben wir ca 1000 Mrd Fass Öl verbraucht. Es lagern aber noch rd 4000 bis 5000 Mrd Fass Öl in den Tiefen.

Wir können also so weitermachen wie bisher!

Wenn wir uns vorstellen was wir mit den bisherigen 1000 Mrd Fass so alles in die Luft geblasen haben, will ich gar nicht an den noch lagernden Rest denken.

Die schlechte Nachricht ist- ist Sie das wirklich- dass sich lediglich ca 50% der Reserven in gut zugänglichen Lagerstätten befinden, die alle schon bekannt sind. Der Rest dürfte aber extrem teuer zu fördern sein . Kein Wunder , handelt es sich um Tiefseebohrungen und Ölsand etc. Preise so um die 100 $ pro Fass sind für solche Fördersysteme  aber auch für die Wirtschaft mancher Förderländer langfristig notwendig.

Der derzeitige Ölpreis hat in den USA bereits dazu geführt, dass die Nachfrage nach Hybridautos stark zurückgegangen ist.Das ist für mich ein “Zeichen” dass Umweltschutz und Geldbörse für 95% der Akteure leider engestens zusammengehören.Wenn Umweltschutz was kostet, hört sich der Spass daran auf. Die derzeitigen Ölpreise wären ja langfristig sicher der Todesstoss für alle Biokraftstoffe bzw alternative Energieträger. Und die viel gepriesene 2.Generation der Biokraftstoffe hätte wohl überhaupt keine Chance.

Daher meine ich, ein Ölpreis in der langfristig vorhergesagten Höhe ist aus mehrerer Hinsicht gerade für die Umwelt und die Weiterentwicklung der Energiegewinnung auch eine enorme Chance. Und ich denke, ein Ölpreis von rd 100$ ist für die Wirtschaft verkraftbar (die hat sich in Wahrheit ja bereits darauf eingestellt und nach Alternativen gesucht). Probleme bereiten lediglich die enormen Schwankungen in letzter Zeit.

Noch etwas extrem Paradoxes: Habe vor Kurem gelesen, dass enorme Forschungsgelder dafür ausgegeben werden, damit man CO² aus der Luft separieren und danach unterirdisch lagern kann ( wird interessanterweise von einem Ölmulti betrieben). Aber gleichzeitig investiert die Menschheit enorme Summen um den letzten Rest von Öl noch aus dem Boden zu holen.

Anstatt, dass wir uns mit derselben Hingabe der Frage widmen würden, wie wir BIO -Energie ausbauen könnten, wo doch die Pflanzen das fressen, was wir in die Luft blasen.

Ein bisserl paradox ist das schon - oder? 

Warum ÖL teurer werden muss 

http://www.kurier.at/geldundwirtschaft/283151.php

Geht uns das Öl aus?

veröffentlicht am 28.04.2008 um 15:57 von Reinhard Würger (Raiffeisen-Leasing) icon 3 Kommentare, keine Trackbacks

Die Internationale Energieagentur (IEA) schlägt Alarm. Energiehunger trifft auf Energieknappheit. Die globale Nachfrage nach Öl steigt , die Förderung sinkt und das bedeutet Lieferengpässe und massive Preissteigerungen. Lt Presse vom 28.April erwartet der kanadische Finanzdienstleister CIBC Ölpreise von bis zu 225 Dollar bis 2012.

Was ist der Grund für das sinkende Angebot? Ein steiles Absinken der Fördermengen aus den existierenden Ölfeldern. Es müssten enorme Summen investiert werden, um zumindest das Sinken zu verlangsamen. Auch ist die Förderkapazität der neuen bereits finanzierten Projekte zu gering, um die Nachfrage zu stillen. Es fehlen ca 12,5 Mio Barrel pro Tag, das sind 15% des Weltölbedarfs.

Der Chefökonom der IEA, Fatih Birol meint:Wir sollten das Öl verlassen, bevor es uns verlässt. Wie schaut aber dann der Energiemix der Zukunft aus? Oder stirbt der Individualverkehr?

Lesen Sie mehr im beiliegenden PDF-Text (siehe link)

ip.pdf

Wie BIO kann Sprit sein

Frustrierend: Rohölgewinnung durch Ölsande in Kanada

veröffentlicht am 23.04.2008 um 22:05 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon keine Kommentare, keine Trackbacks

Nun hat mein heutiger Fernsehabend eine sehr unerfreuliche Entwicklung genommen: Im ORF Weltjournal sehe ich die unglaublichen Aktivitäten in der kanadischen Provinz Alberta. Dort befindet sich eines der größten Ölsandvorkommen. Der hohe Ölpreis macht nun einmal mehr eine bisher relativ unwirtschaftliche Energiegewinnung “wirtschaftlich”. Der dort - aber nicht nur dort - betriebene Ökowahnsinn ist wirklich kaum noch zu überbieten. Die Ausmaße sind gigantisch, das sieht man bereits mit einem Blick auf dieses Gebiet durch Google Maps.

Es erinnert mich an die Zeiten von Seveso oder Contergan. Ein massiver Eingriff in ein System, das nicht beherrschbar ist und dessen Auswirkungen auf das Ökosystem und damit auch auf kommende Generationen kaum abschätzbar sind. Einmal mehr sind es die USA, die - diesmal in Kanada - ihre Energieinteresse im Ausland befriedigen. Ich muss gestehen, dazu fällt mir jetzt mal nichts mehr ein - so sprachlos bin ich. Kanada auch: die haben sich von ihren Klimaschutzzielen auch schon verabschiedet, weil die Ölsandausbeute dermaßen unökologisch ist.

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