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Tag ‘Ölpreis’

Ölpreis: Es geht wieder steil nach oben! (Update 20.10.2009)

veröffentlicht am 20.10.2009 um 13:10 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Entwicklung der Rohölpreise (Quelle: www.tecson.de)28. Mai 2009: Bislang unbeobachtet von der medialen Öffentlichkeit ist der neuerliche Anstieg des Ölpreises. Eine sehr übersichtliche Grafik zeigt die Entwicklung der Rohölpreise auf dem Weltmarkt. Und da geht es - ähnlich wie in den vergangenen Jahren steil bergauf. Der Ölpreis hat somit derzeit wieder den höchsten Wert seit 6 Monaten erreicht. Noch liegt der Preis unter den Vergleichswerten von 2007 und 2008. Sieht man sich aber die Steigung an, dann wird man im Juli bereits die Preise von 2007 übertroffen haben. Und da war bekanntlich von Wirtschaftskrise noch keine Spur. Wieder ein deutliches Indiz dafür, sich rasch vom Öl unabhängiger zu machen. Denn: Es wird nicht lange dauern, bis sich der steigende Ölpreis an der Zapfsäule bemerkbar macht.

11.06.2009 (Update zum Blogeintrag): Nun Anfang Juni 2009 stehen wir bei einem neuen 8-Monatshoch beim Ölpreis. Beim Klick auf die Grafik wird jeweils der aktuelle Ölpreisstand angezeigt. Georg Günsberg liefert in seinem Blogbeitrag “Die vergessene Energiekrise” noch weitere sehr interessante Hintergrundinformationen.

22.06.2009 (Update): Ich habe mir gerade wieder die Ölpreisentwicklung der letzten Tage - heute lag er bei 68 USD - angesehen. Ich bin kein Chartanalyst, aber ich sage jetzt einfach mal den Ölpreis für die nächsten drei Wochen voraus: Mitte Juli wird er die 80 USD Marke überschreiten - so wie ich die Entwicklung interpretiere …

20.10.2009 (Update): Nun ist meine Prognose vom Juni nicht eingetroffen - noch nicht. Im Juli ging es dann doch wieder steil bergab mit dem Ölpreis. Jetzt im Oktober ist er allerdings wieder auf einem Jahreshoch: 78 USD bedeuten eine Verdoppelung seit Jahresanfang. Wenn’s also so weiter geht, sind wir per Jahresende wieder knapp unter 100 USD. Gut für die Alternativenergieentwicklung würde ich sagen. Eine fundiertere Analyse des aktuellen Ölpreises gibt es auf Spiegel Online.

It’s the oil, stupid!

veröffentlicht am 22.06.2009 um 21:27 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Zugegeben, der heutige Blogtitel ist etwas pointiert. Aber er kam mir in den Sinn, als ich mich mit einem wie immer sehr lesenswerten Blogbeitrag von Georg Günsberg auseinandersetzte. Er weist auf den Zusammenhang zwischen der aktuellen Weltwirtschaftskrise und der Energiekrise hin, den er für deutlich unterschätzt hält und nimmt dabei Bezug auf einen Artikel von Andreas Postner. Die drei Seiten sollte man sich schon mal zu Gemüte führen, behaupten sie doch nicht weniger, als dass die Subprime Krise nicht der Auslöser für die Weltwirtschaftskrise war, sondern der Anstieg des Ölpreises!

Auf den ersten Blick ebenfalls lesenswert - allerdings mit 377 Seiten deutlich umfangreicher - ist die Studie Peak Oil, die das Land Vorarlberg in Auftrag gegeben hat, um die Auswirkungen eines Erdölpreisanstieges auf das Bundesland zu untersuchen.  Als Peak Oil bezeichnet man jenen Zeitpunkt an dem das globale Ölfördermaximum erreicht ist.

Beide Dokumente geben Hinweise darauf, worum es in den kommenden Jahren gehen wird: so rasch wie möglich von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden. So wie es aussieht, läuft uns wirklich die Zeit davon.

Die gute Nachricht zuerst

veröffentlicht am 04.01.2009 um 22:37 von Reinhard Würger (Raiffeisen-Leasing) icon 1 Kommentar, keine Trackbacks

Die gute Nachricht wirklich mal zuerst: In den vergangenen 100 Jahren haben wir ca 1000 Mrd Fass Öl verbraucht. Es lagern aber noch rd 4000 bis 5000 Mrd Fass Öl in den Tiefen.

Wir können also so weitermachen wie bisher!

Wenn wir uns vorstellen was wir mit den bisherigen 1000 Mrd Fass so alles in die Luft geblasen haben, will ich gar nicht an den noch lagernden Rest denken.

Die schlechte Nachricht ist- ist Sie das wirklich- dass sich lediglich ca 50% der Reserven in gut zugänglichen Lagerstätten befinden, die alle schon bekannt sind. Der Rest dürfte aber extrem teuer zu fördern sein . Kein Wunder , handelt es sich um Tiefseebohrungen und Ölsand etc. Preise so um die 100 $ pro Fass sind für solche Fördersysteme  aber auch für die Wirtschaft mancher Förderländer langfristig notwendig.

Der derzeitige Ölpreis hat in den USA bereits dazu geführt, dass die Nachfrage nach Hybridautos stark zurückgegangen ist.Das ist für mich ein “Zeichen” dass Umweltschutz und Geldbörse für 95% der Akteure leider engestens zusammengehören.Wenn Umweltschutz was kostet, hört sich der Spass daran auf. Die derzeitigen Ölpreise wären ja langfristig sicher der Todesstoss für alle Biokraftstoffe bzw alternative Energieträger. Und die viel gepriesene 2.Generation der Biokraftstoffe hätte wohl überhaupt keine Chance.

Daher meine ich, ein Ölpreis in der langfristig vorhergesagten Höhe ist aus mehrerer Hinsicht gerade für die Umwelt und die Weiterentwicklung der Energiegewinnung auch eine enorme Chance. Und ich denke, ein Ölpreis von rd 100$ ist für die Wirtschaft verkraftbar (die hat sich in Wahrheit ja bereits darauf eingestellt und nach Alternativen gesucht). Probleme bereiten lediglich die enormen Schwankungen in letzter Zeit.

Noch etwas extrem Paradoxes: Habe vor Kurem gelesen, dass enorme Forschungsgelder dafür ausgegeben werden, damit man CO² aus der Luft separieren und danach unterirdisch lagern kann ( wird interessanterweise von einem Ölmulti betrieben). Aber gleichzeitig investiert die Menschheit enorme Summen um den letzten Rest von Öl noch aus dem Boden zu holen.

Anstatt, dass wir uns mit derselben Hingabe der Frage widmen würden, wie wir BIO -Energie ausbauen könnten, wo doch die Pflanzen das fressen, was wir in die Luft blasen.

Ein bisserl paradox ist das schon - oder? 

Warum ÖL teurer werden muss 

http://www.kurier.at/geldundwirtschaft/283151.php

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