Geht uns das Öl aus?

Die Internationale Energieagentur (IEA) schlägt Alarm. Energiehunger trifft auf Energieknappheit. Die globale Nachfrage nach Öl steigt , die Förderung sinkt und das bedeutet Lieferengpässe und massive Preissteigerungen. Lt Presse vom 28.April erwartet der kanadische Finanzdienstleister CIBC Ölpreise von bis zu 225 Dollar bis 2012.

Was ist der Grund für das sinkende Angebot? Ein steiles Absinken der Fördermengen aus den existierenden Ölfeldern. Es müssten enorme Summen investiert werden, um zumindest das Sinken zu verlangsamen. Auch ist die Förderkapazität der neuen bereits finanzierten Projekte zu gering, um die Nachfrage zu stillen. Es fehlen ca 12,5 Mio Barrel pro Tag, das sind 15% des Weltölbedarfs.

Der Chefökonom der IEA, Fatih Birol meint:Wir sollten das Öl verlassen, bevor es uns verlässt. Wie schaut aber dann der Energiemix der Zukunft aus? Oder stirbt der Individualverkehr?

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Wie BIO kann Sprit sein

Biotreibstoffe als Preistreiber für Lebensmittel

Im ORF Wirtschaftsmagazin €CO am 10. April 2008 war unter dem Titel “Bio”-Sprit: erst Top, jetzt Flop ein kritischer Beitrag zum Einsatz von Biotreibstoffen. Die Schlüsselaussage des Beitrages: Die zunehmende Nachfrage nach Biotreibstoffen steigert die Lebensmittelpreise – und das weltweit. Internationaler Währungsfonds und Weltbank warnen vor dramatischen Entwicklungen bis hin zu Kriegsgefahren aufgrund der Preissteigerungen.  

Ich merke auch in meinem Umfeld, dass die Diskussion um das Thema Biotreibstoff zunehmend kontroverser geführt wird. Einmal mehr stehen wir etwas ratlos da. Löst unsere hierzuland gut gemeinte Umweltorientierung in anderen Teilen der Welt Leid und Elend aus? Auf drastische Weise zeigt sich, dass “think global, act local” keine leichte Aufgabe ist. Was mich noch mehr wundert: Es scheint geradezu so, dass kaum jemand derartige Entwicklungen vorhergesehen hat. Dabei klingt es doch logisch, dass die steigende Nachfrage nach Bioressourcen zu Preissteigerungen bei Lebensmittel führt.

Manche in meinem Umfeld vermuten hingegen “übliche Termingeschäfte bei commodities wie Weizen und Reis” als Ursache für die starken Preissteigerungen.

Das beunruhigt mich jetzt aber eigentlich noch mehr …