Gas- und Finanzkrise: Wie die Dinge zusammenhängen
veröffentlicht am 09.01.2009 um 13:52 vonIn der Zeit im Bild vom 8.1.2009 hat der ORF-Moskau-Korrespondent Georg Dox einen für mich in dieser Deutlichkeit noch nicht wahrgenommenen Zusammenhang auf den Punkt gebracht: Russland will sich mit diesem harten Vorgehen in der Gaskrise auch für die Verluste aus der Finanzkrise schadlos halten. “Russland sieht sich und seine Bevölkerung als Opfer der vom Westen verursachten Finanzkrise” und “wird nun versuchen, aus ihren Ressourcen soviel wie möglich herauszuholen”, meint Georg Dox.
Dieses russische Verhalten macht natürlich Sinn und es ist zu befürchten, dass - wie auch Dox meint - dies erst der Anfang von dem ist, was uns seitens des russischen Bären noch bevorsteht. Russland wird ein zunehmend selbstbewusster und damit auch schwierigerer Parnter, der seine Bedeutung in der Weltpolitik weiter ausbauen wird. Für Europa heisst dies nun gerade eben Gaskrise. Dies ist der Vorgeschmack auf kommendes. Auch hier erfüllt sich leider, was viele schon seit längerem sagen: Europa wird noch teuer für seine Ressourcenabhängigkeit zahlen. Die Finanzkrise hat hier den Prozess offensichtlich nochmals deutlich beschleunigt. Aber wie gesagt: das ist wohl erst der Anfang.
Wenn uns dann nicht mehr einfällt, wie z.B. die Nuklearenergie zu fördern um die Gasabhängigkeit zu reduzieren, dann sollten wir unsere Experten mal einer gründlichen Auslese unterziehen. Georg Günsberg hat dazu einen Beitrag unter dem Titel “Die falsche Nuklear statt Gas-Rechnung” auf seinem Blog verfasst - wirklich lesenswert.










