Finanzwirtschaft vs. Realwirtschaft am Beispiel der Solarenergie

Realwirtschaft vs. Finanzwirtschaft in der Solarenergie (cc) sxc.hu | Jorge Vicente

Realwirtschaft und Finanzwirtschaft, diese beiden Wörter hört man seit Beginn der Finanzkrise sehr oft. Ich wage aber mal wieder zu behaupten, dass auch diese Termini nicht für jeden Österreicher und jede Österreicherin sonnenklar sind, schon gar nicht im Zusammenhang mit Photovoltaik. Da ich gerade  über einen Wirtschaftsblattartikel gestolpert bin, in dem es heisst “Hände weg von deutschen Solarmoduherstellern“, möchte ich hier kurz auf das Thema eingehen. Vorweg: Ich finde es etwas schwach, dass dieser Artikel erst im März 2012 erschienen ist. Am Höhepunkt der medialen Solarhetze und NACH massiven Kursverfällen  darauf hinzuweisen, dass Modulhersteller derzeit nicht die sicherste Anlageform sind, ist dann doch etwas schwach. Das Geld war bei den meisten dann eh schon futsch. Besser wäre es gewesen eben die letzten Jahre aufzuklären, dass bei fallenden Anlagenpreisen vor allem die Projektentwickler und Anlagenbesitzer profitieren und nicht die Modulhersteller, die unter massivem Preisdruck stehen. Nun aber zurück zum Thema und warum die Realwirtschaft nicht nur in der Solarenergie, die meist sicherere, wenn auch konservativere Anlageform ist.

Peak Oil: Ein beeindruckender Vortrag

Volker Plass ist neben seiner Tätigkeit als Sprecher der Grünen Wirtschaft vor allem eines: ein begnadeter Redner und Präsentator. In einer Stunde öffnet er uns die Augen, wie nahe wir als erdölabhängige Gesellschaft am Abgrund stehen. Mit beeindruckenden Daten, Fakten und Zahlen erzählt er, warum der Peak Oil schon überschritten ist und mit welchen Konsequenzen wir rechnen müssen. Am Schluss gibt er auch ein wenig Hoffnung. Es wird aber vor allem ein Vortrag, der den letzten Zweiflern die Augen öffnen sollten. Unbedingt ansehen, ist eine meiner wenigen 100 % Empfehlungen auf diesem Blog.

Coole Webseite zeigt aktuelle PV-Leistung in Deutschland

PV-Leistung in DeutschlandAnschaulicher geht’s nicht. Die Webseite SMA Solar Technology  zeigt tagesaktuell die aktuelle Leistung deutscher Photovoltaikanlagen. Insgesamt sind 17 GW – das entspricht der Leistung von 17 AKW’s – installiert und man kann insbesonders an den Tagesrandzeiten schön sehen, wie die Leistung sich minütlich verändert.  Das Foto zeigt die Leistung am 23. März um 07.00 Uhr morgens und bekanntlich geht die Sonne auch in Deutschland im Osten auf. Eine geniale Visualisierung, die vielleicht auch dazu beitragen kann, rasch die zerstörerischen Atomkraftwerke abzuschalten. Zumindest in Deutschland.

Das Wendejahr 2010: Solarenergie billiger als Atomenergie

NCW-SolarReportWie heise.de berichtet, soll gemäß einer US-amerikanischen Studie die Solarenergie nun erstmals billiger geworden sein als Atomenergie. Die Studie aus North Carolina umfasst einen Zeitraum von Ende der Neunziger Jahre und interpoliert eine Kostenentwicklung der beiden Technologien bis ins Jahr 2020. Die Studie will damit nachweisen, dass die Neuerrichtung von Atomkraftwerken jedenfalls teuerer sein wird als die Nutzung von Solarenergie – selbst bereits bei heutigem Technologiestand. Hinzu kommt, dass die Atomkraft ohnehin nie abschätzbare zukünftige Risikokosten beeinhaltet hat, die sich einer vernünftigen Bewertung ohnehin immer entzogen haben (vgl. Tschernobyl).

Über Energie und Effizienz

Die Fragen, mit denen ich mich in letzter Zeit ein wenig auseinander gesetzt habe sind: “Was ist eigentlich Energie-Effizienz, was bedeutet es, dass ein Benziner 20% Wirkungsgrad hat, was passiert mit den anderen 80%?”

Ein wenig ausgeholt, ein physikalischer Grundsatz: Energie kann nicht vernichtet, sondern nur umgewandelt werden bzw. Energie kann durch Umwandlung freigesetzt werden. Das bedeutet, dass eine gewisse Menge Energie im Treibstoff gespeichert sein muss, die man durch Verbrennung in mechanische Energie umwandeln möchte. Wenn man ein wenig googelt findet man Energiewerte für Benzin von ca. 8,6 kWh je Liter, bei Diesel sind es ca. 9,8 kWh.