veröffentlicht am 16.09.2008 um 09:18 von Peter Drössler (Public Relations, Content Creation)
Bis zum Jahr 2013 werden die Hersteller von Windturbinen die europäischen Automobilerzeuger als größten Kunden der Stahlindustrie abgelöst haben. Das prophezeit der luxemburgische Europaabgeordnete Claude Turmes, Berichterstatter für den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des europäischen Parlaments. Vergangene Woche hat dieser Ausschuss mit großer Mehrheit einen Gesetzestext verabschiedet, der den Weg für große Investitionen in erneuerbare Energien bereiten soll. Bisherige Ziele für den Anteil erneuerbare Energien sollen zwar nicht verändert, doch durch Zwischenziele ergänzt werden. Für Zielverfehlungen sollen Mitgliedsstaaten bis zu 110 Euro je MWh Strafe zahlen, Übererfüllung soll bis zu 40 Euro je MWh Prämie einbringen.
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veröffentlicht am 29.05.2008 um 13:25 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing)
Auf ORF On wird heute berichtet, dass verschiedenste Studien auf eine Trendwende bei der Autonutzung hinweisen. Vom VCÖ über die ÖBB bis zu Berichten aus den USA zeigt sich ein Trend: Die hohen Spritpreise führen zu vermehrter Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Dazu habe ich eine sehr persönliche Erinnerung: Mein Geographieprofessor am Horner Gymnasium hat im Jahr 1980 (!) anlässlich des Themas Verkehr im Unterricht einen Spritpreis von 20,- Schillingen (EUR 1,45) propagiert. Man könne doch öfters mit dem Fahrrad oder der Bahn fahren, das wäre gesund und noch dazu billiger, meinte da etwa unser Hr. Professor. Man kann sich vorstellen, welche Wirkung eine derartige Lehreraussage - angesichts ihrer Radikalität - auf die allermeisten Schüler hatte. Ich kann mich an lebhafte Diskussionen in der Klasse erinnern. Und: Ich habe diese Forderung von ihm bis heute nicht vergessen. 28 Jahre später - und zufällig genau bei dem Spritpreis, den er damals gefordert hatte - stehen wir dort, wo wir es nicht mehr selbst in der Hand haben:
Heute diktieren andere - weit von uns weg liegende - Entwicklungen den Spritpreis. Hätte man doch schon damals diesen visionären Menschen - und davon gab es sicherlich genug - zugehört! Wir hätten ein Viertel Jahrhundert Zeit gehabt, uns mit nachhaltigen Mobilitätskonzepten auseinander zu setzen.
Ich war damals ein Kind und habe viele Zusammenhänge nicht verstanden. Schon gar nicht die Forderung nach hohen Spritpreisen. Aber Sinn machen derartige visionäre Forderungen schon, auch wenn sie selten gehört und noch seltener umgesetzt werden! Denn offensichtlich sind es nicht Vernunft und Wissen oder eine aktive Umweltpolitik, die uns zu einer anderen Umgangsweise mit dem Pkw gebracht haben, sondern schlicht und einfach die Tatsache, dass es im Geldbörsel weh tut. Soviel ist uns die Bequemlichkeit für unsere Mobilität wohl dann auch nicht wert. Ab einer gewissen Reizschwelle können wir unser Verhalten auch radikal ändern und aufs Auto verzichten.
Aber schön ist es trotzdem zu wissen, dass es auch schon früher kluge und visionäre Menschen gegeben hat. Und die waren noch dazu gar nicht so weit weg von mir! Ein spätes Danke, Herr Professor!
veröffentlicht am 23.04.2008 um 22:05 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing)
Nun hat mein heutiger Fernsehabend eine sehr unerfreuliche Entwicklung genommen: Im ORF Weltjournal sehe ich die unglaublichen Aktivitäten in der kanadischen Provinz Alberta. Dort befindet sich eines der größten Ölsandvorkommen. Der hohe Ölpreis macht nun einmal mehr eine bisher relativ unwirtschaftliche Energiegewinnung “wirtschaftlich”. Der dort - aber nicht nur dort - betriebene Ökowahnsinn ist wirklich kaum noch zu überbieten. Die Ausmaße sind gigantisch, das sieht man bereits mit einem Blick auf dieses Gebiet durch Google Maps.
Es erinnert mich an die Zeiten von Seveso oder Contergan. Ein massiver Eingriff in ein System, das nicht beherrschbar ist und dessen Auswirkungen auf das Ökosystem und damit auch auf kommende Generationen kaum abschätzbar sind. Einmal mehr sind es die USA, die - diesmal in Kanada - ihre Energieinteresse im Ausland befriedigen. Ich muss gestehen, dazu fällt mir jetzt mal nichts mehr ein - so sprachlos bin ich. Kanada auch: die haben sich von ihren Klimaschutzzielen auch schon verabschiedet, weil die Ölsandausbeute dermaßen unökologisch ist.
veröffentlicht am 23.04.2008 um 20:52 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing)
In der Sendung n-tv Wissen kam heute abend ein Beitrag über Ökoreifen. Angeblich sind bereits 90 % der Fahrzeuge mit diesen “grünen Autoreifen” ausgestattet. Das kommt mir nun etwas viel vor. Dennoch: Merkmale dieser Reifen sind vor allem neuartige chemische Füllstoffe, welche die Rolleigenschaften eines Autoreifens deutlich verbessern:
Silika und Silan sind die beiden Stoffe, die vor allem dazu führen, dass die Abriebbeständigkeit, Rollwiderstand und Bodenhaftung gegenüber herkömmlichen Russreifen verbessern. Der grüne Reifen hält genauso lange wie ein herkömmlicher Autoreifen. Tests zeigen, dass bis zu 5 % Treibstoffersparnis oder 150 EUR pro Jahr erreichbar sind.
Wieder ein kleiner Beitrag zur Reduktion von CO2.