Peak Oil: Ein beeindruckender Vortrag

Volker Plass ist neben seiner Tätigkeit als Sprecher der Grünen Wirtschaft vor allem eines: ein begnadeter Redner und Präsentator. In einer Stunde öffnet er uns die Augen, wie nahe wir als erdölabhängige Gesellschaft am Abgrund stehen. Mit beeindruckenden Daten, Fakten und Zahlen erzählt er, warum der Peak Oil schon überschritten ist und mit welchen Konsequenzen wir rechnen müssen. Am Schluss gibt er auch ein wenig Hoffnung. Es wird aber vor allem ein Vortrag, der den letzten Zweiflern die Augen öffnen sollten. Unbedingt ansehen, ist eine meiner wenigen 100 % Empfehlungen auf diesem Blog.

WeissSee IdeenLounge sucht die besten Startup Ideen zum Thema Kreislaufwirtschaft

ideenlounge-logo-1-21.jpgEndlich komme ich dazu einen Beitrag zum Thema Sustainability Entrepreneurship zu schreiben.  Ich möchte auf die Ausschreibung unserer WeissSee Initiative hinweisen, da ich denke, dass auch unter den Lesern und Leserinnen des Blogs einige potentielle Kandidaten zu finden sind. Wir suchen wieder innovative Start-up Ideen und diesmal zum Thema „Kreislaufwirtschaft“..

Nach der erfolgreichen Premiere im November werdem am 15. April erneut die 6 besten Bewerbungen nominiert und dürfen Ihre Start-up Idee vor dem exklusiven Publikum präsentieren. Die beste Idee wird zusätzlich mit 1000 Euro Preisgeld gewürdigt.

Ich freue mich außerdem sehr, dass jene 6 Ideen, die am 15. April präsentieren dürfen vor einer so hochkarätigen Jury stehen werden.

  • Hans Roth| Saubermacher, Gründer und Vorstandssprecher
  • Manfred Reichl| MR Investments, Unternehmer & Investor
  • Sigrid Stagl | Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Regional- und Umweltwirtschaft
  • Wolfgang Unterhuber| Wirtschaftsblatt, Vorstand
  • Hannes Offenbacher | Mehrblick, Geschäftsführender Gesellschafter

Die IdeenLounge soll Bühne und potenter Netzwerktreffpunkt für eine neue, innovative und nachhaltige Gründerszene sein, die dort auf potentielle Investoren trifft. Wir sind davon überzeugt, dass Österreich das Zeug zum Sillicon Valley der Nachhaltigkeit hat.

Bis zum 1. April kann man sich auf der WeissSee Website für einen Pitch (Kurzpräsentation von 4 Minuten) bewerben. Wer im Publikum der WeissSee IdeenLounge sein möchte, muss auf eine exklusive, persönliche Einladung warten oder bemüht sich um die wenigen offenen Plätze, 2 Wochen vor der IdeenLounge.

Detailinfo für den Pitch (pdf)

Bewerbung Pitch

WeissSee Website

Interview mit Reinhard Weiss – Der Visionär hinter dem Österreicherhaus

Reinhard Weiss (c) Georg AlfareWie im letzten Blogartikel versprochen, gibt es rechtzeitig zum Start der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver das Interview mit Reinhard Weiss dem Initiator Österreicherhauses in Whistler, wo der ORF bereits das Olympia-Studio eingerichtet hat. Dem Interview vorangegangen ist ein langes, herzliches und spannendes Telefonat. Man merkt wie sehr Herr Weiss seine Vision lebt und sein Wirken von Herzen kommt. Im Gespräch bekam ich das Gefühl, dass er eigentlich ein waschechter Sustainability Entrepreneur ist, der Sustainability sowohl IM und AM Unternehmen als auch DURCH das Produkt lebt. Beim Interview geht es weniger um das Passivhaus selbst; diese Details wurden in verschiedensten Medien bereits ausführlich besprochen oder können auf der offiziellen Website nachgelesen werden. Mich interessiert vor allem die Person Reinhard Weiss, die auch Vorbild für Menschen, die etwas umsetzen wollen, sein soll.

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Zu Besuch im olympischen Passivhaus – Wissenstransfer at its best

Austria House Vancouver

Schon lange vor meinem Aufenthalt über Silvester in Vavouver bin ich auf das tolle Projekt der Austrian Passive House Group (APG) aufmerksam geworden und war begeistert von der Idee, das Österreicherhaus für die Olympischen Winterspiele 2010 im Passivhausstandard zu bauen um so auf die Technologieführerschaft Österreichs für Passivhausbauweise hinzuweisen.

Als dann mein Aufenthalt näher kam hatte ich die Idee das Private mit dem Nützlichen zu verbinden und beim Initiator Reinhard Weiss von Drexel&Weiss um ein Interview für den ÖkoEnergieblog und einen Besichtigungstermin in Whistler anzufragen. Wir hatten ein wirklich interessantes Telefonat über Ökobaustandards in Österreich und Kanada, und schon hatte ich die Kontaktdaten von  Matheo Durfeld, dem General Contractor. Fast hätte ich dort auch Christof Drexel, das technische Genie hinter dem Projekt, getroffen, der ebenfalls über Silvester in Vancouver war. Leider war mein Whistleraufenthalt etwas zu spät, und so hatte ich das Vergnügen Matheo Durfeld und seine Crew vor Ort anzutreffen und die letzten Arbeiten am Haus hautnah mitzuerleben.

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Unsere Lebensgrundlage: Die Ozeane

TED GewinnerinSylvia Earle, TED Preis Gewinnerin 2009, ist seit Jahrzehnten engagierte Meeresbiologin. In einem aufwühlendem Plädoyer für die Bedeutsamkeit unserer Ozeane als Lebensgrundlage formuliert sie ihre Vision: Ich wünschte Ihr würdet alle Möglichkeiten der Verbreitung nutzen – Filme, Expeditionen, das Internet, vieles mehr – um öffentliche Unterstützung für ein globales Netzwerk von Meeresschutzzonen zu entfachen, das große genug ist den Ozean zu retten und wiederherzustellen, das blaue Herz des Planeten.

Das Video auf Youtube

Ich möchte mich der Verbreitung dieses wirklich sehenswerten Appells anschließen, geht es doch um nicht mehr und nicht weniger als die Grundlage des Lebens auf dieser Welt.

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Das schnellste Elektroauto der Welt in Wien

Wie Peter Drössler in seinem Blog berichtet, wird am 16.2.2009 das schnellste Elektroauto in Wien halt machen. Der Tesla Roadstar – ich habe über Entwicklungen in diesem Bereich bereits im September 2009 gepostet – wird mit dem österreichischen Umweltminister Berlakovich als Testfahrer hoffentlich sehr öffentlichkeitswirksam ein paar Runden drehen.

Die Dinge entwickeln sich also auch hierzulande. Jetzt muss nur noch der politische Wille da sein, um eine dazu gehörige Infrastruktur zu entwickeln (siehe dazu den Blogbeitrag zu Better Place), zusammen mit innovativen Autoherstellern können wir an einem CO²-freien Individualverkehr bis 2020 arbeiten.

Elektroauto 2.0: Better Place als innovatives Providerkonzept?

betterplace.comMein Kollege Ingo Oberortner hat mich auf ein sehr innovatives Konzept für Elektroautos hingewiesen: Der Israeli und Ex-SAP-Vorstand Shai Agassi hat eine Vision: ein ganzes Land soll komplett ohne Benzin fahren können. Und das mit Elektroautos.

Derzeit sind Elektroautos allerdings noch nicht alltagstauglich, es fehlt die Infrastruktur. Und hier setzt Shai Agassi’s Konzept an: Ladestationen sollen über das ganze Land verteilt werden, die ein rasches Aufladen der Batterien ermöglichen. Bis 2010 sollen es 100.000 Ladestationenen z.B. in ganz Israel sein. Weitere Länder, die bereits dabei sind, diese Technologie umzusetzen oder sich ernsthaft dafür interessieren: Dänemark, Hawai, Kalifornien, Ontario, Australien. In einem Video auf der Webseite von planet.betterplace.com wird das Konzept erläutert.

Besonders spannend dabei ist das dahinter liegende Geschäftsmodell, das es auch für innovative Investoren interessant machen könnte: Die Batterien bleiben im Besitz von Shai Agassi’s Unternehmen, das Elektroauto selbst gehört dem Nutzer. Es sind aber auch alternative Preismodelle denkbar, wie das 0,- EUR Auto für das nur eine Nutzungsgebühr je gefahrenem Kilometer entrichtet wird. Dahinter liegen soll auch eine Energieproduktion die ausschließlich auf erneuerbaren Energien aufbaut.

Ein hochinnovatives Geschäftsmodell, das das Zeug für das 21. Jahrhundert hat und bereits auf dem Weg zum Alltagstest ist. Wäre das nicht auch z.B. für ein Land wie Österreich oder zumindest für die Region Wien ein alternatives Investitionsprojekt anstatt für Verschrottungsprämien Geld auszugeben?

Weiterführende Links:

Grüner Konflikt zeigt die Visionslosigkeit

Vorneweg: Ich habe intensiv darüber nachgedacht, ob dieser Blog überhaupt dazu geeignet ist, ein sehr aktuelles parteipolitisches Thema aufzugreifen. Ich hoffe am Ende meines Postings kommt zutage, was ich mir dabei gedacht habe.

Der aktuelle Konflikt der Grünen rund um Johannes Voggenhuber’s Kandidatur für die Europawahlen bringt einige sehr unschöne Zusammenhänge hervor. Ich stellte mir rund um diesen Personalkonflikt auch die Frage: Hat irgend eine relevante politische Kraft in diesem Land eine Vision zu Ökothemen? Wie geht das?

Kurz zur parteipolitischen Dimension des Konflikts: An der Oberfläche – so scheint es – wurde da ein innerparteilicher Machtkampf ausgetragen. Viele Internetpostings unterstreichen diese These: Die Grünen, das einzige was stört, ist der Wähler (helge.at), Europa wählen (Peter Drössler), Feinde der Logik (Niko Alm), Basis- oder Funktionärsdemokratie (Christoph Chorherr).

Wie enorm die Wirkung dieser Debatte über das Internet war sieht man – inklusive eindrucksvoller Grafiken – auf “Wissen belastet.” Diese positive Entwicklung des Internets als Kommunikationsmedium lässt mich also als Mit-Autor des Ökoenergie-Blogs hoffen … ;-)

Was hat das nun mit dem Titelthema zu tun?

Auch wenn die Bundesgeschäftsführerin der Grünen Michaela Sburny z.B. meint, dass “es schon die Verantwortung der Grünen Gremien [ist] zu sagen, was der Durchsetzung der Inhalte unserer Vorstellungen am besten dient” [vgl. der Standard Online]  dann verweist sie zwar auf inhaltliche Unterschiede bei der Kandidatenwahl. Ich habe aber – trotz eingehender Recherchen – überhaupt keine inhaltlichen Aussagen rund um die Kandidaten-Debatte gefunden. Auch kein diesbezüglicher Blog-Beitrag beschäftigt sich mit Inhalten. Dies lässt für mich den Schluss zu, dass es sie nicht gibt oder durch die Personaldebatten völlig überdeckt werden. Jedenfalls kommt auch der o.a. Artikel “Die Grünen: Die Kommentare und die Folgen” zu dem Schluss, dass “in den beobachteten [...] fast zwei Monaten [...] über kein einziges Thema diskutiert wurde“!  

Warum diskutiert man in der Politik nicht über die besseren Ideen sondern immer wieder über Personen?

Die Frage in aller Kürze beantwortet: Ich behaupte, weil es die besseren Ideen nicht gibt. Weil wir – z.B. im Gegensatz zu Schweden – noch immer in Österreich auf der Suche nach einem Visionären Ziel in der Ökologie sind. Weil seit dem Atomausstieg in Österreich kein großes Umweltziel mehr formuliert wurde. Weil wir auch in Europafragen – und die Ökologiefrage ist zumindest auch eine Europafrage – keine Ideen haben. Weder die Grünen, noch eine andere politische Kraft in Österreich. Uns fehlen große Ideen, eine große Vision. Uns fehlt eine breit angelegte Diskussion darüber, wie wir Österreich energieautark machen können. Wie können wir regional verwurzelt und nachhaltig wirtschaften und so unsere Abhängigkeit von russischem Gas und amerikanischen Immobilienblasen reduzieren? Soviele Themen, die wir zu lösen hätten …

Und warum gehen wir’s nicht an? Weil wir in politischen Debatten noch immer viel lieber über Personen streiten, als über Visionen. Ist das typisch Österreichisch oder nur Grün?

Ich würde gerne über die Vision streiten, Österreich bis 2020 energieautark zu machen. Lasst uns damit endlich beginnen. Dieser Blog wird einen Beitrag dazu leisten.

Energie: Wo bleibt eine Vision für Österreich?

energie.jpgIch komme soeben von einem sehr anregenden Mittagessen mit einem unserer Geschäftspartner mit denen wir im IT-Bereich zusammenarbeiten. Wie bei so vielen Gelegenheiten in diesen Tagen kommt man früher oder später auf die Finanzkrise und deren Auswirkungen zu reden. Mein Gesprächspartner zeigte sich zum einen in volkswirtschaftlichen Belangen sehr versiert und zum anderen mit mir auf einer Wellenlänge was die Chancen dieser Krise auch für Österreich betrifft. Und so haben wir uns letztlich beide darüber geärgert, warum es in Österreich einfache nicht gelingen mag, eine starke,  zukunftsgerichtete, mutige Vision für dieses Land zu formulieren: Wir machen das jetzt einfach mal:

Österreich ist bis 2020 energieautark.

Wir fanden beide, das hätte viele positive Effekte: Die Kraft des Landes würde auf ein gemeinsames Ziel gelenkt, Investitionsprogramme würden in zukunftsorientierte Branchen gerichtet, Arbeitsplätze geschaffen und bei der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern gäbe es endlich eine Trendumkehr.

Soweit unser Beitrag zu den Koalitionsverhandlungen. Haben Sie auch einen?