Die weltweite Energieversorgung im Wandel

Gemeinsam mit meinem tollen Praktikanen im Sommer habe ich mich in die Welt der Infografiken begeben. Das ist das erste Ergebnis und ich glaube es kann sich sehen lassen. Zahlen sagen einfach mehr als tausend Worte und es ist einfach schön zu sehen, wie sich die Welt in den letzten Jahren entwickelt. Das gibt Hoffnung trotz der zahllosen Negativmeldungen aus den Massenmedien. Besonder erstaunlich finde ich die Zahlen über die Geschwindigkeit der einzigen Energieformen. Das alleine lässt Atomkraft ziemlich alt aussehen. Die Grafik darf gerne geteilt werden, dazu ist sie gemacht ;-)

Fliegende Windkraftwerke

Seit einigen Jahren arbeiten mehrere Organisationen und Firmen weltweit an fliegenden Windkraftwerken. Die AWTs (Airborne wind turbines) sollen in Höhen von ca. 100m bis 600m arbeiten und eine weitere Alternative zur Gewinnung von Windenergie darstellen.

Die Vorteile:

  • Fliegende Kraftwerke bedeuten bis zu 90% weniger Materialaufwand.
  • AWTs sind wesentlich leichter zu installieren.
  • Die Errichtungs- und Betreibungs-Kosten für eine fliegende Turbine können dadurch teilweise halbiert werden.
  • Die Winde in den angestrebten Höhen sind konstanter und stärker. In 600m Höhe ist die Windgeschwindigkeit ca. zwei bis dreimal größer als am Boden.
  • Die Windgeschwindigkeit geht in der Formel für die Leistungsberechnung mit der dritten Potenz ein. Doppelte Windgeschwindigkeit bedeutet daher acht-fache Leistung. (Die Formel lautet: nutzbare Leistung = cp * 1/2 * ρ * A * v^3. Dabei ist „cp“ der Betz’sche Leistungsbeiwert, er beträgt maximal 0,59. Man kann also maximal 59% der Windenergie nutzen. „ ρ“ ist die Dichte der Luft. „A“ ist die Fläche der Rotorblätter der Windturbine. Und „v“ ist die Windgeschwindigkeit.)
  • Fliegende Turbinen stellen damit auch neue Wege der Energie-Gewinnung dar, eignen sich für den Offshore-Einsatz und entlegene Gebiete, die nicht an einem Stromnetz hängen.

Die Schwierigkeiten:

Technisch gibt es zwei Varianten für fliegende Windkraftwerke: Im ersten Fall befindet sich der Generator oben im Flugobjekt. Der erzeugte Strom wird per Kabel nach unten geschickt. Der Nachteil dieser Variante ist, dass ein Kabel, das ein Megawatt über mehere hundert Meter leiten soll (und ca. 1 MW ist die angestrebte Leistung der daran arbeitenden Unternehmen), relativ schwer ist und erheblichen Luftwiderstand erzeugt. Bei der zweiten Variante befindet sich der Generator am Boden. In diesem Fall bewegt der Wind zum Beispiel ein Kite-Segel, dessen Bewegung über eine Bodenstation in elektrische Energie umwandelt. Diese Variante benötigt mehr Platz als Variante 1. Zur Zeit befinden sich alle bisher angedachten Varianten noch – mehr oder weniger – in einer Testphase. Bis zur Marktreife können noch einige Jahre vergehen.

Fotowettbewerb für den Wind und gegen NIMBY

So gefällt mir Bewusstseinsbildung! Anstatt sich auf Diskussionen einzulassen ob Windräder nun schön sind oder nicht, hat die European Wind Energy Association (EWEA) im Rahmen des Global Wind Day am 15. Juni zum Fotowettbewerb ” Wind in Mind” aufgerufen bei dem die schönsten Bilder zum Thema prämiert werden. Der österreichische Verband IG-Windkraft hat nun im Rahmen dieses internationalen Wettbewerbs nun auch Sponsoren für eine österreichische Competition aufgestellt. Neben einem E-Bike gibts noch zahlreiche andere Preise. Erfahrungsgemäß lohnt es sich bei solchen Wettbewerben mitzumachen, da es nicht so viele Profifotografen gibt, die mitmachen und die Gewinnchancen dadurch weit höher sind als bei jenen, wo man nicht selbst tätig werden muss. Ich werde jedenfalls meine neue Kamera testen! Hier noch ein paar Gedanken warum ich den Wettbewerb gut finde.

Innovative Windkraft-Brücke

Ein ca. 10km langes Autobahnstück der „Autostrada del sole“ in Kalabrien, also der „Schuhspitze Italiens“, das in den 60ern und 70ern gebaut wurde, soll Aufgrund von „Überalterung“ demnächst stillgelegt werden. Der Streckenabschnitt der Autobahn verläuft durch bergiges Küstengelände und ist durch viele Tunnels und hohe Brücken gekennzeichnet.

Letztes Jahr wurde der internationale Architektur-Wettbewerb „Solarpark South“ mit dem Ziel ausgeschrieben, revolutionäre Vorschläge für den Streckenabschnitt in Bezug auf die Einbindung in die Landschaft (es gibt einen nahegelegen, großen Nationalpark), erneuerbare Energien und die Aufwertung des Landstrichs generell zu sammeln. Die Süd-Nord-Fahrbahn, die “Öko-Fahrbahn”, soll für Experimente mit umweltfreundlichen Technologien, den Einbau erneuerbarer Energien und zur optischen Aufbesserung dienen. Die zweite Fahrbahn (nord-süd) soll als Alternative zu einer auch existierenden Autobahn in Form einer Schnellstraße erhalten bleiben.

Was Strom wirklich kostet und wie mans verstehen darf

Eine neue Studie vom  Forum Ökologisch-Soziale Steuerreform (FÖS) für Deutschland ist erschienen. Sie schließt an meinen Beitrag zum Thema Externe Kosten und Subventionen von fossilen und atomaren Energieträgern an. Es ist nicht mehr zu verleugnen, dass die Subventionen für fossile Energien Fakt sind. Ich musste mich jedoch sehr wundern als ich diese Grafik gesehen habe:StromkostenstudieWas löst diese Grafik bei Ihnen aus? Bei mir war es einerseits Bestätigung was die fossilen und atomaren Energien betrifft und andererseits Verwunderung was die Photovoltaik betrifft. Wie kommen sie auf diese Werte? Ich hab mich schlau gemacht  und in der Langfassung folgenden Satz gefunden: