veröffentlicht am 27.05.2010 um 14:56 von Günter Strobl (Raiffeisen-Leasing)
Ich komme gerade von einem USA-Aufenthalt zurück. Neben vielen anderen spannenden Erlebnissen fiel mir auch wieder auf, wie technologiegetrieben dieses Land ist. Neben dem Umstand, dass man dort auch schon ziemlich selbstverständlich im Flugzeug mit High-Speed um rd. USD 4,- durchs Internet surfen kann, habe ich dort auch eine Dokumentation im TV gesehen, bei der vertikale Windturbinen vorgestellt wurden.
Gegenüber den herkömmlichen und auch bei uns üblichen vorwiegend horizontalen Windkraftanlagen, die einem Flugzeugrotor ähneln, folgen die Vertikalen Windturbinen (kurz: VAWT für vertical-axis wind turbine) eher dem Prinzip einer vertikal montierten Flugzeugtragfläche.
Wenn man so die verschiedenen Herstellerseiten ansieht, kann man dort über eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Windanlagen lesen:
- VAWT ist äußerst leise - rd. 30 Dezibel werden angegeben
- Es gibt kaum Vibrationen - im Gegensatz zu horizontalen Turbinen
- Die Masthöhe kann bedeutend geringer sein, gegenüber horizontalen Systemen - bei gleicher Effizienz
- VAWT sind grundsätzlich effizienter als horizontale Windturbinen
- Es gibt nur einen beweglichen Teil und damit geringere Wartungskosten
- Die Lebensdauer von VAWT sollte über 20 Jahren liegen
- VAWT arbeiten auch bei sehr niedrigen, aber auch bei sehr hohen Windgeschwindigkeiten
- VAWT soll auch für Vögel gefahrloser sein
- VAWT amortisieren sich schneller und sind damit insgesamt ökonomischer
- Der Raumbedarf ist für VAWT geringer als bei horizontalen Systemen.
- VAWT sind auch für den Betrieb im städtischen Umfeld geeignet.
Insgesamt klingen diese Argumente vielversprechend. Vielleicht bietet diese Technologie auch die Chance, Windkraft im städtischen Umfeld und für Einfamilienhäuser attraktiver zu machen.
Hier noch einige Links auf Herstellerseiten dieser Verikalen Windturbinen
veröffentlicht am 30.01.2009 um 16:00 von Katharina Stögner (Raiffeisen-Leasing)

Seit jeher ist Wind eine unerschöpfliche Quelle an Energie auf unserem Planeten. In letzter Zeit zunehmend durch seine vor allem zerstörerische Kraft in den Schlagzeilen. Nichtsdestoweniger wird diese Energie seit Jahrtausenden genutzt um Dinge anzutreiben oder zu bewegen. Elektrizität aus Windkraft zu gewinnen, hat jedoch eine relativ kurze Entwicklungsgeschichte und beschränkt sich im Wesentlichen seit Jahren auf den Einsatz von einzelnen Windrädern bis hin zu sogenannten “Windparks”. Weithin unübersehbar, lässt sich über den kosmetischen Landschaftsgestaltungseffekt streiten. Großflächige Windparks scheinen, laut letzten wissenschaftlichen Messungen zufolge, sogar Einfluss auf unser Klima nehmen zu können, indem sie die Strömungsrichtung des Windes nicht eben unerheblich beeinflussen. Was jedoch bis dato fehlt ist die Möglichkeit ohne enormen technischen Aufwand und nicht ohne “lanschaftsverschönernde” Maßnahmen, diese Energie im Privatbereich zu nutzen. Kein Häuselbauer käme wohl auf die Idee sich ein turmhohes Windrad vor die Tür zu stellen um nicht im Finsteren zu sitzen. Nun dürfte jedoch Bewegung in den Markt mit dem billigen Strom geraten; durch die Erfindung bzw. Wiederentdeckung der Windturbine! Die neuartigen Turbinen sind sowohl weitgehend von Geschwindigkeit als auch von der Richtung des einfallenden windes unabhängig und selbst bei geringster Dimensionierung effizient. So können sie beispielsweise , relativ unauffällig und in großer Zahl, auf Hausdächern angebracht werden oder selbst an wenig exponierten Plätzen in die Wiese - sprich in den eigenen Garten - gesteckt werden. Ob vertikal oder horizontal aufgestellt scheint dabei relativ unerheblich zu sein. Wind respektive Luftzug ist nahezu jederzeit vorhanden und die spezielle Konstruktion der Turbine, setzt auch das geringste Lüftchen in eine Drehbewegung um und erzeugt dadurch Strom.

Wir werden also sehen ob und wie diese “neue” Technologie für den Hausgebrauch die Energieversorgung nicht nur hierzulande, sondern vor allem in den Ländern der 3.Welt verändern wird…..Hoffentlich! - und nicht nur als Schubladenprojekt.